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17.04.2019

Die verrücktesten Plattenspieler der Welt

DIY- und High-End-Turntables die man gesehen haben muss

Bis vor kurzem dachte man noch, die gute alte Schallplatte gehöre längst auf die Liste obsoleter Relikte des vergangenen Jahrhunderts. Doch seit einiger Zeit steigen die Verkaufszahlen wieder und so wie es aussieht wird die Langspielplatte sogar die Compact Disc überleben, nicht umgekehrt. Kein Wunder, der Sound aus  der Rille ist unvergleichlich gut und außerdem macht auch das Artwork wesentlich mehr Freude im Großformat.

Fehlt nur noch das passende Abspielgerät, um in den Genuss des warmen Klanges zu kommen. Auf welche originellen und teilweise wirklich skurrilen Ideen Designer und Bastler bei der Herstellung von Schallplattenspielern (Alles, was man über Turntables wissen muss) kommen, zeigen wir euch hier.

Ein Plattenspieler aus Chicago mit integrierten Stereolautsprechern, der eure Scheiben vertikal abspielt und zwar direkt aus dem Cover auf den Teller: Floating Record Vertical Turntable von Gramovox.

Das ist vermutlich der preisgünstigste Plattenspieler der Welt. Allerdings wird da zum Musikhören aktiver Handeinsatz gefordert und zwar nonstop. Besonders laute Musik lässt sich damit auch nicht machen, aber dafür kann man sich innerhalb von wenigen Minuten mit dieser Anleitung sein eigenes Modell bauen: Der Papier-Plattenspieler

Etwas fortschrittlicher ist das folgende Modell - der kleinste tragbare Schallplattenspieler der Welt ist ein batteriebetriebener Miniaturvolkswagen mit einer Nadel am garantiert rostfreien Unterboden. Deine Lieblingsplatten solltest du darauf jedoch besser nicht abspielen. Man nennt ihn auch den "Vinyl Killer" - Fahrt frei für den Soundwagon.

Stein auf Stein, Stein auf Stein, dein Player soll bald fertig sein. Seit 1932 lässt sich mit den bunten Kunststoffklötzchen aus Dänemark so ziemlich alles bauen, was einem in den Sinn kommt, sogar ein Plattenspieler. Der Japaner Hayarobi hat ihn gebaut, den Turntable aus Legosteinen.

Im Gegensatz zum tragbaren Kofferplattenspieler ist dieser Kandidat ein Leichtgewicht und eine prima Alternative für Vinyl -Liebhaber, die gern unterwegs mal ´ne Platte auflegen. Der Crosley Revolution Ultraportable Record Player von ThinkGeek:

Und nun zur Abwechslung mal was ganz Edles. Dieser Plattenspieler besteht aus hochglanzpoliertem Carbon Acryl und wird durch ein Magnetfeld angetrieben. Der Plattenteller ist aus Aluminium und wiegt 14 kg. Das gesamte Gerät hat ein Gewicht von 220 kg. Der Preis 118.000 Euro! Sein Name: Transrotor Artus:

Auch sehr elegant und ein kleines Sensibelchen ist das folgende Modell, das mit einer Wasserwaage geliefert wird, damit es auch tatsächlich waagerecht steht. Ein Pro-Ject Audio Plattenspieler aus Acryl mit Carbon Tonarm  und einem stattlichen Preis von 1499 Euro. Der RPM 9.2 X:

Spacetraveller, Mondsüchtige und Nostalgiker dürften ihre Freude mit diesem Plattenspieler haben. Der sieht so aus, als würde er selbst zum Interieur eines Raumschiffs gehören. Kein Wunder! Zur Inspiration diente die erste Mondlandung 1969. Ein Jahr später hat die Firma  Electrohome ihre legendäre Apollo Serie auf den Markt gebracht:

Apropos Space - John Mitchell war nicht nur der Designer der Discovery, dem Modell für das Raumschiff, das du in Stanley Kubricks "2001: Odyssee im Weltraum" gesehen hast. Er hat auch die Augen für den sympathischen Roboter C3PO in Star Wars entworfen und diesen Schallplattenspieler - J.A. Michell Reference Hydraulic:

Und falls hier jetzt nichts nach eurem Geschmack dabei war, weil man damit als DJ nicht wirklich auflegen kann: wir haben in unserem Testmarathon zahlreichen Modellen auf den Zahn gefühlt. Passende Tonabnehmer dazu findet ihr hier.

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