Test
2
16.01.2013

Fazit
(5 / 5)

Es gilt also festzuhalten: Der Little Devil EQ zeigt einem durch und durch, mit welcher Ahnenreihe man es hier zu tun hat. Wade Goeke hat nicht nur die Schaltungstopologie vom „großen N“ übernommen, sondern auch ein gerütteltes Maß des typischen Klangcharakters in die kleine rote Kassette stecken können. Damit ist dieser EQ nicht nur unglaublich kraftvoll und unglaublich vielseitig, er klingt auch einfach sehr, sehr gut. Von dem satten Listenpreis sollte man sich nicht abschrecken lassen, der Straßenpreis liegt zum Glück ein gutes Stückchen darunter. Dennoch zählt der Little Devil EQ nicht nur zu den teuersten 500-EQs, sondern gleich zu den teuersten 500-Modulen überhaupt. Allerdings: Das was er leistet ist wirklich ganz groß, und deswegen ist der Preis tatsächlich angemessen. Das, was dieser EQ einem finderdick an analogen Charakter aufs Brot schmiert, kann in dieser Form kein Plug-in der Welt. Wer wissen möchte, warum auch heute noch für bestimmte Anwendungen ein guter analoger EQ das Maß aller Dinge ist, der sollte sich den Little Devil EQ einfach mal anhören. Es besteht eine gute Chance, dass man ihn danach nie wieder gehen lassen will...

  • Pro
  • hervorragende Klangeigenschaften
  • zahlreiche, gut gewählte EQ-Punte in den Mitten
  • hochwertige Bauteile und Verarbeitung
  • Contra
  • Gain-Potis ohne Mittenrastung
  • Technische Spezifikationen
  • voll diskreter Class-A-Aufbau mit Ein-/Ausgangsübertragern
  • Design auf Basis der Neve-Klassiker 1073, 1081 und 33115
  • vier Filterbänder
  • Mittenbänder auf Spulenbasis
  • zusätzliches Hochpassfilter
  • Preis: € 1703,- (UVP)
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