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06.09.2017

7 Dinge, die ein Bassist immer dabeihaben sollte!

Das ultimative Survival Kit für Tieftöner

So bist du gut gerüstet für den Fall der Fälle!

Wenn ich eines in meiner Laufbahn als Bassist gelernt habe, dann ist es, dass wichtige Dinge immer im denkbar schlechtesten Zeitpunkt kaputtgehen. Du kommst zum Gig, packst deinen Bass aus und stellst fest, dass ein Potiknopf abgefallen ist, der Halsspannstab sich verzogen hat, ein Gurtpin locker ist usw. Das alles passiert natürlich nie unter Laborbedingungen im heimischen Wohnzimmer, wo alles Werkzeug der Welt griffbereit ist. Nein, denn das wäre ja auch zu einfach! Hinzu kommt, dass ich bereits ein reicher Mann wäre, hätte ich jedes Mal einen Euro bekommen für die Frage eines Kollegen nach einem Schraubenzieher, Kabel, Batterie etc.

Damit ihr schon im Vorfeld möglichst viele "Pleiten, Pech und Pannen"-Situationen lösen oder umschiffen könnt, stelle ich euch heute mein persönliches Survival Kit für Bassisten vor.

1. Inbusschlüssel

Fast alle Halsspannstäbe und Stege lassen sich per Inbus- bzw. Innensechskantschlüssel verstellen. Ist man on the road, kommt es deutlich öfter zu klimatischen Schwankungen als zu Hause und natürlich wird dein Instrument auch mehr beansprucht. Das hat zur Folge, dass man ab und zu Hand anlegen muss. Zur Sicherheit empfehle ich dringend, einen Satz metrischer und einen Satz zölliger (für amerikanische Bässe/Hardware wie Fender, Music Man etc) Schlüssel im Gepäck zu haben. Das kostet bei guter Qualität durchaus ein paar Taler (ca. 20,- Euro pro Satz), aber die gibt man im Idealfall auch nur einmal im Leben aus.

2. Schraubenzieher-Set

Ein kleines handliches Set mit den nötigsten Bits und Nüssen kann dir sowohl bei deinem Instrument (z.B. Höhe der Pickups, Gurtpins, Öffnen des Elektronikfaches ...) oder bei anderem Equipment, wie Amp, Rack etc., äußerst nützlich sein. Irgendwo ist eigentlich immer eine Schraube locker. Sets dieser Art gibt es eigentlich in jedem Baumarkt für wenig Geld.

3. Taschenlampe

Auf Bühnen ist das Licht meist nur dunkel oder schummrig ‑ denkbar schlecht für kleine Not-Reparaturen. Zum Glück gibt es heutzutage dank LED-Technik kleine, leichte und platzsparende Taschenlampen, die aber ordentlich hell machen. Noch ein Tipp: Die Teilchen gibt es sogar oft als Werbegeschenk!

4. Saitenschneider

Ein unersetzlicher Helfer beim Saitenwechsel! Mit ihm kann man schnell die alten Saiten abschneiden, anstatt sie aufwendig durch die Brücke zu fädeln, denn meist muss es ja schnell gehen. Genauso hilft der Saitenschneider übrigens auch beim Kürzen der neuen Saiten, sodass man sich ein paar Umdrehungen mit den Stimmmechaniken sparen kann.

5. Batterie

Spielt man aktive Bässe, sind natürlich Batterien dafür notwendig, dass überhaupt ein Signal zu hören ist. Aber auch schon schwächelnde Batterien, die den Gig noch überstehen würden, sorgen für Probleme, wie etwa Verzerrungen oder Nebengeräusche. Selbst für "passive" Bassisten macht die Mitnahme eines oder einiger 9V-Blöcke Sinn, da sie bekanntlich auch für den Betrieb von Effektpedalen dienen. Selbst wenn man selbst oder die Kollegen eine externe Stromversorgung für die Effekte besitzt, kann es vor Ort immer mal zu Brumm-Problemen kommen. Und dann hilft tatsächlich nur, sich via Batterie vom Stromnetz zu entkoppeln.

6. Saiten

Das sollte ja eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, aber wird doch häufig vergessen. Aufgrund der hohen Qualität der heutigen Basssaiten reißt zwar nur wirklich selten mal eine. Aber wie gesagt: wenn etwas passiert, dann ganz sicher im ungünstigsten Moment! Ein Satz als Backup im Gigbag ist daher also Pflicht!

7. Kabel

Hier gilt das Gleiche wie für Saiten: Ersatz sollte stets im Gepäck mitgeführt werden. Die Klinkenstecker werden durch Bewegung ständig mechanisch beansprucht, was irgendwann unweigerlich zum Defekt führt. Die Frage ist hier also nicht ob, sondern wann! Zugegeben: bei guten Kabeln beträgt die Lebensdauer sicherlich viele Jahre. Aber auch hier kann man davon ausgehen, dass zum schlechtesten Zeitpunkt etwas Unangenehmes passiert.

Dies sind meiner Meinung nach die wichtigsten Helferlein bei jedem Gig, Probe etc. Die Liste kann man natürlich noch beliebig verlängern um Punkte wie z.B. Gaffa Tape, eine Ersatz-Sicherung für Amp, weiteres Werkzeug, etc. Aber irgendwo muss man natürlich auch mal einen Punkt machen und die Kapazitäten des Gigbags sind ja auch nicht unbegrenzt. Extra einen Werkzeugkoffer mitschleppen will man sicher nicht, was auch in der Regel sicher nicht notwendig ist. Mit diesen sieben Sachen solltest du gut gerüstet sein!

Viel Erfolg und alles Gute, Thomas Meinlschmidt

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