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Ein Bass-Solo mit allen Saiten auf E gestimmt???

Stellt euch mal bitte folgende Situation vor, liebe BassistInnen: Ihr greift zu einem sechssaitigen E-Bass, dessen Basssaiten ihr allesamt auf den Ton “E” stimmt. Ok soweit? Gut, dann spielt auf diesem monströsen Instrument mit diesem … äh, sagen wir “ungewöhnlichen” Tuning als nächstes bitte ein schönes Stück Musik, das gleichermaßen gut klingen wie auch in spieltechnischer Hinsicht beeindruckend sein soll. Ready, steady, go … Wie, keine Freiwilligen, die es versuchen möchten? Ok, ist auch gar nicht nötig, denn der nette junge Herr in diesem Video ist euch ohnehin schon zuvorgekommen.

Screenshot aus dem unten verlinkten Video (Bildquelle: www.youtube.com/watch?v=_2d5Vu8SyQg)
Screenshot aus dem unten verlinkten Video (Bildquelle: www.youtube.com/watch?v=_2d5Vu8SyQg)

Den in den USA lebenden britisch-finnischen Bassisten Charles Berthoud habe ich euch schon einige Male ans Herz gelegt, zum Beispiel mit seiner beeindruckenden Version von Vivaldis “Winter” oder der wunderbar melancholischen Bassversion von “Hallelujah”. Berthoud zählt für mich zu den innovativsten und beeindruckendsten “jungen Wilden” in der Bassszene, die sich derzeit vor allem auf YouTube ihre internationale Fangemeinde erspielen.
Das mit der Tapping-Technik gespielte Solobass-Stück in der EEEEEE-Stimmung unterstreicht einmal mehr, dass Berthoud ein echtes Ausnahmetalent ist, welches einen Mordsspaß an ungewöhnlichen Herausforderungen hat. “Geht nicht” gibt’s nicht!
Und so tappt und slapptsich Charles auf höchst geschmackvolle geschmackvolle Weise durch die kurzweiligen 42 Sekunden dieses Clips, zelebriert häufig das herrlich schwebende Flair mehrerer offen gespielten Strings und schüttelt wieselflinke Läufe aus dem Handgelenk, als hätte er nie ein anderes Tuning benutzt. Klasse!
Viel Spaß mit dem Clip!

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von Lars Lehmann

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