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Dingwall NG3 Adam “Nolly” Getgood 5-String Test

Praxis

Natürlich stellt sich bei einem Multiscale-Bass zuerst die Frage, wie leicht er beherrschbar ist und ob die Umstellung von einem Standard-Bass wirklich so groß ist, wie es auf den ersten Blick erscheint. Nach den ersten Tönen mit dem Nolly Getgood Signature-Dingwall war ich – wie auch schon bei vorangegangenen Tests von Bässen mit gefächerten Bünden – sehr überrascht, wie schnell man sich auf die schrägen Bünde einstellt.
Klar, wer komplizierte Akkorde in den hohen Lagen spielen möchte, muss seine Grifftechnik schon etwas nachjustieren. Davon abgesehen ist allerdings wirklich kaum eine Umstellung nötig und man greift die Töne erstaunlicherweise intuitiv an der richtigen Stelle.

Auch die insgesamt gute Ergonomie trägt einen großen Teil dazu, dass man sich auf dem NG3 auf Anhieb wohl fühlt. Mein Testexemplar ist mit nur 4,1kg sehr leicht und hängt perfekt balanciert am Bass-Gurt – keine Spur von Kopflastigkeit! Zudem liegt der kompakte Bass sehr komfortabel am Körper – egal, ob man im Sitzen oder im Stehen mit einem Gurt spielt.

Der Dingwall NG3 wurde perfekt ausbalanciert!
Der Dingwall NG3 wurde perfekt ausbalanciert!

Als sehr angenehm empfinde ich auch die Haptik des Halses. Das schlanke C-Profil liegt ausgezeichnet in der Hand und lässt den Player mit wenig Kraftaufwand spielen, dazu fühlt sich die das dezente Öl-Finish sehr natürlich an und versprüht Edelbass-Flair. Beim Spielkomfort kann der Dingwall NG3 Adam “Nolly” Getgood also schon mal souverän punkten und meinem ersten Eindruck nach wird sich der positive Trend auch beim Thema “Sound” fortsetzen.

Die Bespielbarkeit des Nolly Getgood-Signaturemodells ist ausgezeichnet!
Die Bespielbarkeit des Nolly Getgood-Signaturemodells ist ausgezeichnet!

Bereits ohne Verstärkung liefert der Multiscale-Bass einen gesunden und lauten Sound mit üppigem Sustain. Auch kann ich auf dem gesamten Griffbrett keinerlei Töne finden, die stumpf oder dünn klingen – Deadspots sind bei diesem Schraubhals-Bass einfach nicht auszumachen.

Am Verstärker wird schnell klar, dass der Signature-Bass von Nolly Getgood klanglich zwar durchaus flexibel ist, grundsätzlich aber schon deutlich für den Einsatz in härteren Musikstilen optimiert wurde: Er klingt einfach immer extrem klar und “punchy” – egal, in welcher Lage man spielt!

Hohe stilistische Bandbreite: Der Dingwall NG3 macht auch, aber nicht nur in härteren Genres eine erstklassige Figur!
Hohe stilistische Bandbreite: Der Dingwall NG3 macht auch, aber nicht nur in härteren Genres eine erstklassige Figur!

Zum Einstieg hören wir uns die verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten der Tonabnehmer im passiven Modus an, also ohne Einsatz der Aktivelektronik:

Audio Samples
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Passiv, Hals-Pickup

Stellt man den PU-Wahlschalter auf Position 4, ist nur der Halstonabnehmer aktiv und der NG3 liefert einen extrem klaren und knurrigen P-Bass-Sound. Trotz der detailreichen Wiedergabe wirkt der Sound auf mich in keiner Weise steril oder kalt.

Audio Samples
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Passiv, Bridge-PU, Hals-PU, parallel

Eine Schalterstellung weiter, bei welcher die äußeren Tonabnehmer aktiv sind, wird der Sound schon deutlich mächtiger und aggressiver. Der Stegtonabnehmer sorgt für zusätzliche Definition und Transparenz.

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Passiv, Bridge-PU, Middle-PU, seriell Passiv, Bridge-PU

In den beiden letzten beiden Positionen liefert der NG3 extrem präsente Punch-Sounds mit jeder Menge Durchsetzungskraft. Die Kombi aus mittlerem und Stegtonabnehmer klingt logischerweise etwas voller, weil mehr Bässe und Tiefmitten im Spiel sind, der Stegtonabnehmer liefert aber auch im Solomodus ausreichend Fundament für einen tragfähigen Begleitsound.

Allein durch die vier Schaltkombinationen der Tonabnehmer kann der Dingwall NG4 eine breites Klangspektrum abbilden. Hier ist allerdings noch lange nicht Schluss, denn die Sounds können mit der aktiven Klangregelung aus dem Hause Darkglass noch sehr effektiv angepasst werden.

Audio Samples
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Aktiv, Hals-PU, Bridge-PU, Mid-Boost, Treble-Boost

Der Sound in Schaltposition 3 (Hals- und Stegtonabnehmer) klingt mit angehobenen Mitten und Höhen noch deutlich böser und drahtiger als im passiven Modus. Der Darkglass-Equalizer scheint perfekt auf den Dingwall NG3 abgestimmt zu sein, denn er verstärkt exakt die richtigen Frequenzen.

Audio Samples
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Aktiv, Hals-PU, Bridge-PU, Bass-Boost, Mid-Cut

Auch der Slapsound des Getgood-Basses kommt deutlich aggressiver, als man es von einem modernen Nobel-Fünfsaiter oder einem Jazz Bass kennt. Für die Aufnahme habe ich mithilfe der Darkglass-Elektronik die Bässe geboostet und die Mitten leicht zurückgenommen.

Hohe Detailverliebtheit überall!
Hohe Detailverliebtheit überall!

Zum Abschluss gibt es noch einen prägnant-punchigen Stegtonabnehmer-Sound, der sich hervorragend für Fusion-Styles eignet und zeigt, dass der NG3 nicht nur im Metal-Genre zu Hause ist. Für einen etwas wärmeren Sound habe ich die Bässe angehoben und die Höhen leicht abgesenkt.

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Aktiv, Bridge-PU, Bass-Boost, Treble-Cut
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