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Die besten Gitarrenriffs in Noten und Tabs – Ratt – Lay it Down – Workshop

Heute wollen wir uns Warren DeMartini widmen, dessen Name leider in Gesprächen über die bedeutendsten Guitar Heroes der 80er viel zu häufig unter den Tisch fällt. Selbst Frank Zappa sagte über ihn: “And this guy…, he’s pretty unbelievable too.” Warren DeMartini ist Gitarrist der kalifornischen Metalband Ratt und steht für eine ganze Reihe von Hits der Band, die er mit seinem Gitarrenspiel und seinem Sound prägt.

Die besten Gitarrenriffs in Noten und Tabs - Ratt - Lay it Down - Workshop
Credits: Ratt (i.discogs.com)

Gegründet wurde Ratt bereits 1979 von Sänger Steve Pearcy und einer der frühen Gitarristen der Formation war kein geringerer als Jake E. Lee, der nur kurze Zeit später bei Ozzy Osbourne die Axt schwingen sollte. 1982 übernahm Warren DeMartini den Posten und drückte unzähligen Hits wie “Round and Round”, „You’re in love”, “Nobody rides for free” oder “Lay it down” seinen unverwechselbaren Stempel auf. Letztgenannter Song erschien als erste Single auf dem zweiten Album “Invasion of your Privacy” im Jahre 1985, bietet ein sehr ausgefuchstes Riff im Drop-D-Tuning und soll Inhalt unseres heutigen Workshops werden.

Gear-Check Ratt: Warren DeMartini und der Sound von Marshall und Charvel

Warren DeMartini war in seiner Anfangszeit ein klassischer Marshall-Player und verwendete teilweise modifizierte 100 Watt Super Lead Plexis oder 800er Topteile, dazu 4×12″ Cabs mit 25 Watt Celestion Greenbacks. Laut eigener Aussage wurden für “Invasion of your Privacy” über 20 Marshall Super Lead Topteile gekauft, die alle aufgebaut und durchgehört wurden, bevor man sich schließlich für einen konkreten Amp zum Recorden entschied. Auch der 2002 verstorbene Robbin Crosby, der in erster Linie für die Rhythmusparts verantwortlich war, setzte auf Marshall-Tops und spielte Flying Vs, aber auch Firebird-Modelle von Jackson oder Gibson.

An Gitarren setzt Warren DeMartini auf die für die 80er-Jahre typischen Superstrats von Charvel, die mit Floyd Rose Tremolo sowie einem Humbucker oder einem Humbucker und Singlecoil ausgestattet waren. Seine bevorzugten Gitarren besaßen ein Ahorngriffbrett und waren mit einem Seymour Duncan Jeff Beck bestückt. Mittlerweile hat DeMartini seine eigene Charvel San Dimas Signature, die es in verschiedenen aufwändigen Finishes gibt.

„Lay it down“ von Ratt – Metal-Akkorde im Drop-D Tuning

Für die Gitarrenparts müsst ihr eure Gitarren auf Drop-D Tuning herunterstimmen. Das Stück bewegt sich in der Tonart D, wobei Intro- und Strophenpart elegant zwischen D-Dur und Dm hin- und herspringen. Geht das Riff noch mit typisch fröhlichen 80er-Jahren LA-Metal-Akkorden wie Dsus4 und Dadd9 los, kommt ein Bb-Powerchord aus der Tonart Dm. Die Strophe bleibt dann in Dm und teilt die Gitarrenparts zwischen Warren De Martini und Robbin Crosby sehr elegant auf, die auch im Panning gut links und rechts angeordnet sind.

Audio Samples
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Ratt – Lay it Down | Original Ratt – Lay it Down | Playback

Britische Zerre: So funktioniert der Warren DeMartini Marshall-Sound

Der Sound ist relativ “straight-forward” und kann am besten mit einem Humbucker in der Stegposition erzielt werden. Für die Strophen-Doublestops dürft ihr, wie auch Warren DeMartini, auf Fingerpicking umsatteln und je nach Belieben das Volume-Poti eurer Gitarre etwas zurückdrehen, um das Gain zu reduzieren. Der Zerrsound ist definitiv britisch, allerdings könnt ihr mit einem vorgeschalteten Booster etwas mehr Zerre und auch Aggression aus dem Sound kitzeln. Im Intro hört man eine deutliche Hallfahne, die man mit einem Plate-Reverb gut hinbekommt. Hier ein Soundvorschlag mit einem Marshall 2203 PlugIn von Universal Audio.

Soundvorschlag mit einem Marshall 2203 PlugIn von Universal Audio

Und nun viel Spaß mit “Lay it Down”!

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von Haiko Heinz

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