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Die besten Gitarrenriffs in Noten und Tabs – Motörhead – Overkill – Workshop

Mit “Overkill” veröffentlichte die britische Rockband Motörhead 1979 ihr zweites Album, das zwei Jahre später sogar den Silberstatus für 60.000 verkaufte Einheiten einheimsen konnte. Nach dem selbstbetitelten Debüt von 1977 stellt dieses Werk auch gleichzeitig den kommerziellen Durchbruch der Mannen um Bandleader Ian Fraser “Lemmy” Kilmister dar und etablierte die Band als internationale Größe im Hardrock.

Die besten Gitarrenriffs in Noten und Tabs – Motörhead – Overkill – Workshop
Shutterstock von: A.RICARDO

Motörhead Overkill – History und Gear-Check

Die Aufnahmen zu “Overkill” begannen Ende 1978 im Roundhouse Studio in London, wobei niemand geringerer als Jimmy Miller, der bereits für die Rolling-Stones-Klassiker “Exile on Main St.” oder “Goats Head Soup” verantwortlich zeigte, als Produzent gewonnen werden konnte. Sowohl Kritiker als auch das Publikum nahmen das Album sehr positiv auf, wobei vor allem die Singles “Overkill” und “No Class” große Erfolge feierten. In diesem Workshop wollen wir uns den erstgenannten Motörhead Titelsong einmal genauer vorknöpfen.

Die Gitarren stammen hier von “Fast” Eddie Clarke, der von 1976 bis 1982 bei Motörhead die Saiten bediente und quasi zur Urbesetzung gehörte. Nach dem Split mit der Band gründete er seine eigene Band “Fastway”, die jedoch nicht an die internationalen Erfolge von Motörhead anknüpfen konnte. 2018 starb Clarke schließlich im Alter von 67 Jahren an der Folge einer Lungenentzündung. Auch wenn Clarke bei “Fastway” häufig mit Les Pauls zu sehen war, setzte er zu Motörhead-Zeiten verstärkt auf eine Stratocaster, die mit einem DiMarzio X2N Humbucker in der Stegposition, einem DiMarzio SDS-1 am Hals und einem nicht spezifizierten Fender-Pickup in der Mitte ausgestattet war. Auch bei den Amps geht es hier britisch zur Sache und so kamen sowohl 100 Watt Marshall JCM800 Topteile, aber später auch Silver Jubilees zum Einsatz. Was die Effekte anbelangt, war Eddie zu Motörhead-Zeiten eher zurückhaltend und verwendete stellenweise einen Boss OD-1 Overdrive und ein Crybaby Wah. Gelegentlich kamen auch Flanger oder Delaypedale von Boss zum  Einsatz.

Die Gitarrenarbeit in Motörheads Overkill zwischen Blues, Punk und Metal

Für den Titel “Overkill” wurden die Motörhead-Gitarren einen Halbton tiefer gestimmt, also auf Eb. Der Einfachheit halber hört ihr die Soundbeispiele jedoch im Standard-Tuning. “Overkill” bewegt sich in der Tonart E, wobei hier eine Vermischung aus E-Dur-Akkorden, aber auch Harmonien aus der Tonart Em vorkommen – der Blues lässt grüßen! Der Refrain moduliert dann nach F# und kehrt zum Hauptriff nach E-Dur zurück.

Habt keine Bedenken, außer Powerchords auch Durterzen in die Akkorde zu integrieren. Sowohl klanglich als auch im Spielgefühl schielt das Stück deutlich mehr in die Punk- als in die Metalrichtung, vom Doublebass-Groove abgesehen!

Audio Samples
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Motörhead – Overkill – Original Motörhead – Overkill – Playback

So gelingt der britische Motörhead-Zerrsound mit Tube Screamer & Co

Den Motörhead-Sound bei Overkill erhaltet ihr am besten mit einem Humbucker in der Stegposition. Dabei dürft ihr euer Spiel ruhig etwas punkig und “loose” halten, denn Motörhead hat es gut verstanden, Elemente aus Rock, Blues und eben Punk elegant zu verquicken. Hier zählt Attitude!

Der Zerrsound ist eher britisch mit prägnanten Mitten und ihr könnt gerne einen Overdrive wie den Boss OD-1 bzw. SD-1 oder einen Tube Screamer zum Anblasen eures Amps vorschalten. Hier findet ihr einen Settingvorschlag mit einem Marshall 2203, also einem “800er” in Kombination mit einem Tube Screamer, bei dem ich das Gain niedrig und das Output-Volume sehr hoch eingestellt habe.

Soundvorschlag mit UAD 2203 + TS PlugIn
Soundvorschlag mit UAD 2203 + TS PlugIn

Und nun gutes Gelingen mit “Overkill”!

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Motorhead Overkill Workshop Gitarre Noten Tabs Backing Track Bild

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von Haiko Heinz

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