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Die besten Gitarrenriffs in Noten und Tabs – Queens of the Stone Age – No One Knows

Die amerikanische Indie- und Stoner-Rockband “Queens of the Stone Age” (QOTSA) wurde 1996 von Mastermind Josh Homme gegründet, der sich nach seiner frisch aufgelösten Band Kyuss ein neues Betätigungsfeld suchte. Nach zwei Alben, die zwar von den Kritikern gefeiert wurden, aber eher mäßige Verkaufszahlen vorweisen konnten, erschien schließlich 2002 “Songs for the Deaf”. Das mehrfach mit Platin ausgezeichnete Album heimste hervorragende Rezensionen ein und wurde bei einer Leserumfrage der deutschen Zeitschrift Visions immerhin auf Platz 2 der “150 Alben für die Ewigkeit” gewählt, direkt hinter Nirvanas Nevermind.

(Bild © Shutterstock / Milan Risky)
(Bild © Shutterstock / Milan Risky)


Apropos Nirvana: Kein geringerer als Ex-Nirvana Schlagzeuger Dave Grohl zeigt sich für das Drumming auf “Songs for the Deaf” verantwortlich. Drei Single-Auskopplungen hatte das Album zu bieten, wobei “No One Knows” sicherlich der größte Hit des Longplayers war und aus diesem Grund auch hier vorgestellt werden soll.

Die Gitarren übernimmt Frontmann Josh Homme höchstpersönlich. Um die Jahrtausendwende setzte Josh auf diverse Telecaster, Epiphone Casinos, Gibson Marauder u.v.m, wird jedoch meist mit einer elektrischen Ovation Ultra GP 1431 gesehen, die er gerne zwei Ganztöne tiefer, also auf C stimmte. Mittlerweile besitzt er sein halbakustisches Signature-Modell aus dem Hause Maton, das mit zwei Humbuckern bestückt ist. An Verstärken kamen zumindest zur Kyuss-Zeit noch Marschall JCM900 Topteile zum Einsatz, die er über eine Ampeg-Bassbox spielte. Der Firma Ampeg blieb er in der QOTSA-Ära treu und verwendete häufig deren VT-40 Gitarrencombo.
“No One Knows” ist in einem relativ kantigen Shuffle-Feel gehalten und bewegt sich in notiert Em, wobei in den Strophen die Akkorde Em, B7 und Eb-Dur zum Einsatz kommen. Für das Hauptriff benutzt Josh ein Em-Voicing in der sogenannten weiten Lage, das heißt, die Dreiklangstöne werden quasi “auseinandergezogen”, sodass das Voicing aus Grundton, Quinte und dann erst der Terz besteht. Der Akkord wird mit einer Melodielinie, bestehend aus Quarte, Terz und Grundton ausgeschmückt, die den charakteristischen Sound des Riffs markiert. In der Hook hört ihr zunächst eine oktavierte Melodielinie, die dann in einen noch heftiger verzerrten B5-Powerchord mündet. Die Gitarren sind hier durch die Bank gedoppelt, und auch wenn Josh auf ein C-Downtuning schwört, habe ich euch das Playback sowohl im Standardtuning als auch in C aufbereitet, da das Herunterstimmen von zwei Ganztönen selten ohne Saiten- und Setupwechsel möglich ist.

Audio Samples
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Queens of the Stone Age – No One Knows – Original in Em Queens of the Stone Age – No One Knows – Playback in Em Queens of the Stone Age – No One Knows – Playback in Cm

Josh ist nicht der klassische High-Gain-Player und der Sound wirkt tendenziell eher erdig, mittig und auch relativ dunkel. Wenn ihr eine Semiakustik zur Hand habt, wird euch diese sicherlich schneller ans Ziel führen, allerdings erhaltet ihr mit einer Humbuckergitarre ebenfalls gute Ergebnisse. Beim Amp würde ich eine moderate britische Zerre wählen, den Mittenregler etwas höher und Treble und Presence unter die 12-Uhr-Position setzen. Ansonsten kommt der Sound relativ trocken, wobei eine Prise Reverb einen angenehmen und natürlichen Raumsound erzeugen kann. Hier ein Vorschlag meinerseits mit einem Marshall JTM45, der den dunklen und knarzigen Ton sehr gut hinbekommt. Für die B-Powerchords im Refrain geht es etwas heftiger zur Sache und für mich klingt das nach einem typischen Distortionsound, den ihr jedoch nur für diese Akkorde anschmeißt.

Soundvorschlag
Soundvorschlag

Damit wünsche ich viel Spaß mit “No One Knows”!

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von Haiko Heinz

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