Mit dem Mooer GE100 Pro Li stellt sich ein kompakter Modeler vor, der sich vor allem an Einsteiger, mobile User und Homerecording-Anwender wendet. Neben einer umfangreichen Auswahl an Amp- und Cab-Simulationen sowie zahlreichen Effekten unterstützt das Pedal sogar das Laden von NAM-Profilen und eigenen Impulsantworten. Dank integriertem Lithium-Akku, der laut Hersteller bis zu neun Stunden Laufzeit bietet, empfiehlt sich das GE100 Pro Li zudem für mobile Sessions fernab jeder Steckdose.

- sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
- NAM-Support und Import eigener IRs
- integrierter Akku
- kompakter Formfaktor
- Grundsound etwas flach
- aktuell noch kein NAM-A2-Support
Design, Ausstattung und Bedienung des Mooer GE100 Pro Li
Das Mooer GE100 Pro Li kommt im schwarzen Kunststoffgehäuse mit den Maßen 255 × 145 × 52 mm (L × B × H). Die Bedienelemente befinden sich auf der Oberfläche und bestehen aus zwei Endlos-Encodern mit Druckfunktion sowie sechs Tastern. In der Mitte sitzt ein 3,5″-Farbdisplay, das auch im Stehen noch gut ablesbar bleibt. Das hintere Drittel des Pedals beherbergt drei Fußschalter und rechts ein Expressionpedal zur Steuerung diverser Parameter.
Die Anschlüsse an der Stirnseite bieten einen Input sowie einen Stereo-Output, jeweils im 6,3-mm-Klinkenformat, sowie einen Miniklinken-Kopfhöreranschluss. Die beiden USB-C-Ports rechts daneben dienen zum einen der Stromversorgung beziehungsweise dem Laden des Akkus und zum anderen der Verbindung zu einem Rechner und dem Zugriff auf den Editor.
Mooer GE100 Pro Li: NAM-Support, flexible Effektkette und eigene Impulsantworten
Das Mooer GE100 Pro Li bietet zehn Effektblöcke, die sich in ihrer Reihenfolge frei verschieben und auch mehrfach belegen lassen. Insgesamt stehen 72 Amp- und 67 Cab-Modelle zur Auswahl, und auch die weiteren Algorithmen für FX, Distortion, Noise Gate, Equalizer, Modulation, Delay und Reverb decken eine große Bandbreite ab. Der Amp-Block erlaubt zudem das Laden der hauseigenen MNRS-Files und kann sogar NAM-A1-Dateien in das Mooer-Format konvertieren. Das brandneue NAM-A2-Format wird derzeit noch nicht unterstützt, soll jedoch mit einem zukünftigen Firmware-Update ermöglicht werden. Auch der Cab-Block zeigt sich flexibel und erlaubt das Laden von bis zu 20 eigenen Impulsantworten.
Alle Einstellungen lassen sich in 150 Preset-Slots abspeichern, die in 50 Bänken angeordnet sind. Darüber hinaus verfügt das GE100 Pro Li über einen Drum-Computer sowie einen 80-sekündigen Looper. Via Bluetooth können auch Audio-Playbacks über das Pedal gespielt werden. Der Einsatz als 44,1-kHz/24-Bit-Audiointerface ist ebenfalls möglich, wobei jeweils zwei Ein- und Ausgänge zur Verfügung stehen.
Mooer GE100 Pro Li: Presets per Editor, Cloud-App und KI-Assistent erstellen
Einstellungen lassen sich sehr intuitiv direkt am Gerät, über den übersichtlichen Editor oder über die Mooer Cloud-App vornehmen. Letztere erlaubt auch das Organisieren von Presets, das Teilen von Sounds und das Erstellen neuer Presets mithilfe eines KI-Assistenten. Das funktioniert über schlichte Texteingabe – etwa „Van Halen Jump“ –, woraufhin die App passende Vorschläge ausspuckt. Als Editierbasis klappt das überraschend gut, allerdings sollte man hier keine Wunder erwarten.
Ein weiteres sinnvolles Feature ist die AI Stem Separation, mit der sich beispielsweise Gitarrenparts innerhalb eines Songs gezielt hervorheben oder entfernen lassen. In der Praxis funktioniert diese Funktion erstaunlich gut und macht das Mooer GE100 Pro Li zu einem hervorragenden Übe-Tool.

