Reloop RP-7000 Test

Fazit

Der Reloop RP-7000 Turntable ist ein direktangetriebener High-Torque-DJ-Plattenspieler, den ich ohne Einschränkungen allen DJs, Vinyl-Freaks und Tonstudio-Menschen empfehlen kann, nicht nur, weil er sich konzeptionell weitgehend an der Technics 1200/1210-MKII-Serie orientiert, sondern auch, weil er eine „modernere“ Ausstattung mitbringt. Er besitzt einen kollektorlosen Antrieb mit zwölf Spulen und einem rotierenden Ringmagneten, dazu einen Aluminium-Plattenteller nebst schwingungsdämpfender Gummi-Unterseite, einen S-Shaped-Tonarm mit Lift und Anti-Skating-Funktion und er ist dem legendären Vorbild absolut ebenbürtig. Zeitgemäße Zusatz-Features, beispielsweise eine Rückwärtslauf-Funktion, drei wählbare Pitch-Bereiche, eine stufenlos einstellbare Start/Stoppzeit und das regulierbare Drehmoment fahren weitere Sternzacken ein. Ein besonderes Goodie ist auch der integrierte Phono-Preamp, der das Plattenspielersignal auf Line-Pegel bringt, was einen externen Entzerrer-Vorverstärker quasi überflüssig macht. Zwar muss der potenzielle Käufer beim RP-7000 auf die Alu-Bodenwanne zugunsten eines Plastik-Chassis verzichten, was den Münsteraner gegenüber dem japanischen Vorbild unterm Strich gut zwei Kilo leichter macht, aber Hand aufs Herz: Der RP-7000 ist trotzdem ein Spitzen-Plattenspieler. Profis, Semi-Profis und Hobby-Plattenreiter – go and sweat the Technics!

Unser Fazit:
4,5 / 5
Pro
  • Kollektorloser, verschleißfreier Antrieb
  • Drei verschiedene Pitch-Bereiche und Rückwärtslauf-Funktion
  • Hochwertiger S-Shaped-Tonarm und Plattenteller
  • Integrierter Phono-Preamp
  • Start-/Stoppzeit und Drehmoment regelbar
  • Vertieft platziertes Backpanel
Contra
  • Abdeckhaube, Headshell und Single-Puck nicht im Lieferumfang enthalten
Artikelbild
Reloop RP-7000 Test
Für 329,00€ bei
Reloop RP-7000 DJ-Plattenspieler
Reloop RP-7000 DJ-Plattenspieler
Technische Spezifikation
  • Typ: manueller Quarz-Direktantriebs-Plattenspieler
  • Antrieb: quarzgesteuerter Upper Torque-Direktantrieb
  • Motor: kollektorloser (bürstenloser) Gleichstrommotor
  • 3 Geschwindigkeiten, voll manuell
  • Plattenteller-Drehzahlen: 33 1/3, 45 und 78 U/Min
  • Plattenteller: Aluminium-Spritzguss
  • Pitch: variabel einstellbar +/- 8 %, +/- 16 %, +/- 50 %
  • Startdrehmoment: einstellbar von min. 1600 – 4500 g/cm
  • Hochlaufzeit / Tempoänderung: Weniger als 0,2 Sek
  • Bremssystem: elektronische Bremse
  • Gleichlaufschwankungen: 0,01 % WRMS
  • S/N Ratio: mehr als -55 dB (1 kHz, 4mV Eingang)
  • Zulässiger Tonabnehmer-Gewichtbereich: 3,5 – 8,5 g
  • Anti-Skating Bereich: 0 – 3 g
  • 2x Start/Stopp-Taster
  • Einstellbare Start/Stoppzeiten (0,2 – 6 Sek.)
  • Leistungsaufnahme: 13 W
  • Spannungsversorgung: AC 115/230 V, 60/50 Hz (EU/US)
  • Maße: 458 x 144,6 x 354 mm (B/H/T)
  • Gewicht: 9,5 kg
  • UVP: 429 Euro

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Profilbild von Sascha

Sascha sagt:

#1 - 20.07.2014 um 16:45 Uhr

0

Kann der RP-7000 bzgl. Pitch und Gleichlaufschwankungen mit dem 1210er mithalten?

Profilbild von Detlef Rick (Autor)

Detlef Rick (Autor) sagt:

#2 - 21.07.2014 um 19:57 Uhr

0

@ Sascha: Laut der Herstellerangaben von Reloop verfügt der RP-7000 über bessere Gleichlaufwerte +/- 0,01 %, als die SL-1200/ 1210 Modelle von Technics (+/- 0,03%): Dabei handelt es sich natürlich um Herstellernagaben, die sich nur mit entsprechenden Messgeräten überprüfen lassen. Bedenkt man aber, das der RP-7000 über einen beinnahne identischen Antrieb wie die Technics-Modell verfügt, könnte das durchaus zutreffen. Auch der eigentlich Plattenteller gleicht sehr dem von Technics. Mich würde es nicht wundern, wenn der Antrieb des Reloop im gleichen Werk gefertigt wird.

Profilbild von Matze

Matze sagt:

#3 - 10.10.2015 um 21:00 Uhr

0

Hallo!
hoffe mir kann einer fix helfen.
laut der Beschreibung vom Tonarm soll ein recht schwaches Signal sein aber wenn man es auf Line Eingang umstellt soll es verstärkt werden, aber das ist beim mir nicht der fall das Signal ist immer noch sehr schwach so das ich den Gain regler auf Maximum machen muss so das er im 1. gelben Feld ist bei der Pegel anzeige. benutze ein Reloop RMX 60 Digital Mixer.
Wie bekomme ich ein gutes signal im mixer?Danke schon mal

Profilbild von mrmarbury

mrmarbury sagt:

#4 - 07.06.2016 um 13:52 Uhr

0

@matze: phonosignale müssen über den Phono-Eingang am Mixer gehen, da diese unverstärkt sind. Das Linesignal wird im RP7000 integrierten Verstärker verstärkt und muss dann am Mixer am Line-Eingang angeschlossen werden. Der Nachteil am Line ist aber folgender: sollte der Plattenspieler ausversehen ausgeschaltet werden, ist auch der Line-Verstärker Stromlos und der Sound sofort weg. Bei Phono passiert das nicht. Dafür kann man den RP wegen des Line aber an jeder Stereoanlage anschließen. Als DJ aber lieber am Phono, mMnGenerelles zum 7000er: Ich habe den RP zu hause und finde das Handling deutlich angenehmer als vom 1210. Das Anschieben oder abbremsen auch bei kleinem Drehmoment ist beim RP deutlich präziser möglich. Somit werden die Mixe noch sauberer. Die Gleichlaufschwankungen sind auch weniger. Lt meiner Seratoanzeige: 1210er bis +/- 0.4%, Beim 7000er bis +/-0.2%.
Das einzige was etwas unschön ist, ist das beim 7000er das antiskate komisch einzustellen ist.Ansonsten mein neuer Lieblings-TT, weit vor dem 1210er

    Profilbild von Delyan Karaslavov

    Delyan Karaslavov sagt:

    #4.1 - 06.03.2021 um 09:51 Uhr

    0

    hi mrmarbury,
    was meinst du damit, dass das antiskate komisch einstellbar ist? Funktioniert es überhaupt, wie gewollt? Ich überlege mir grad, ob ich mir den rp7000 mk2 gönne und will wissen, ob da alles richtig funktioniert. Danke.

    Antwort auf #4 von mrmarbury

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