Gear Wish Liste 2024: DJ + PA

Dieser Artikel entstand zur NAMM 2024, als wir uns in der DJ und PA Redaktion umgehört haben, was sich die Autoren an neuem DJ-Equipment, Sound-Hardware, Klangerzeugern oder sonstiger Gear wünschen würden. Die Show in Anaheim haben wir mittlerweile hinter uns gelassen, aber unsere Wunschliste steht nach wie vor.

Hier also die Gear-Wish Liste für 2024 aus der bonedo.de DJ/PA/Licht Redaktion. Vielleicht klappt es ja zur nächsten Messe…

Gear Wish Liste 2024: DJ + PA

Mijks Gear Wish (DJ-Bereich)

Pioneer DJ Pocket-Mix

Pioneer’s rekordbox-Format und der Club-Player CDJ-3000 sind De-Facto-Standard auf den DJ-Bühnen dieser Welt. Die Set-Vorbereitung mit der rekordbox DJ-Software ist auch clever gelöst. Im Hotel und auf Reisen hingegen bediene ich rekordbox auf dem Laptop nur mit Tastatur und Mouse, denn wer möchte schon einen vergleichsweise großen Controller á la DDJ FLX4 mit sich führen. 

Mir als reisendem DJ fehlt ein sehr kleiner Controller mit allen wichtigen Funktionen zur Steuerung von rekordbox in der Größe eines Numark DJ2GO, natürlich mit eingebauter Soundkarte. Vielleicht sogar standalone mit Slot für den USB-Stick? Nehm‘ ich!

Pioneer DJ Walkman

Und wo wir schon dabei sind, hätte ich gerne noch einen Player im Walkman-Format mit 1TB Flash-Memory, den ich wie einen USB-Stick mit meiner rekordbox-Collection synchronisieren kann. So würde ich meine DJ-Tracks unterwegs auch ohne Laptop hören, editieren und im Club an die Player anschließen. 

Das geht zwar prinzipiell auch mit der rekordbox App, aber mein Smartphone benötige ich schließlich noch für andere Dinge. Der Pioneer DJ-Walkman käme im Sony PSP-Format, mit horizontalem Display für die Wellenform, einem Endlosregler zum Browsen und einigen Hardware-Buttons für Navigation, Transport, Loops und Hotcues.

Vielleicht noch mit einem Extra-USB-Eingang zum Aufnehmen des Sets vom USB-Ausgang des Pioneer-Mixers? Nehm‘ ich! 

Mijks Gear Wish (Live Performance-Bereich)

Akai APC64 Standalone 

Kurz nachdem Ableton den Push 3 als Standalone-Gerät vorgestellt hatte, hoffte ich auf entsprechende Konkurrenz, z.B. ein APC mit Standalone-Funktion. Denn live auf der Bühne zog ich bislang den performancebezogenen Approach meiner Akai APC40 dem auf Komposition optimierten Push-Controller vor.

Als ich dann von einem APC64 hörte, war ich zunächst wie elektrisiert und hoffte auf Standalone-Funktionalität. Hat nicht sollen sein. Aber vielleicht besinnt sich Akai ja noch mal und stellt der schon recht Ableton-mäßigen Force noch eine komplett Ableton-kompatible Standalone-APC zur Seite.

Akai APC64 Standalone 
Hier im Bild: Akai APC64 – nicht standalone versteht sich

KORG KAOSS Replay MkII/ Update

Schon lange wünsche ich mir ein Standalone-Hardware-Gerät zum MIDI-Clock-synchronen Abspielen langer Stems mit der Möglichkeit, Loops und Hotcues zu programmieren oder auch spontan zu setzen, so wie bei Pioneer rekordbox oder dem völlig unterschätzten STEM-Format von Native Instruments.

Der neueste Zugang zur KAOSS-Pad-Serie KORG KAOSS Replay kann Hotcues, kann 100 Projekte verwalten und verfügt über einen DJ-Mode á la SP-404 MK.II. Aber der Replay hat keinen Sequenzer. Nur USB-Micro für den Datentransfer. Und nutzt das großzügige Touch-Display (noch) kaum vernünftig aus. Der Boss-Kult-Sampler musste auch erst durch mehrere Versionen gehen, um zu der supervielseitigen LoFi-Geheimwaffe zu werden, die er jetzt ist. Hallo KORG, geht da noch was beim KAOSS Replay?

KORG KAOSS Replay MkII/ Update - Gear Wish Liste 2024: DJ + PA
Hier im Bild: KORG KAOSS Replay (Bild von Korg)

Peters Gear Wish

RANE Rotary Mischpult

Mich würde eine Neuauflage des RANE MP2015 freuen! Und das liegt daran, dass mir das Konzept dieses Rotary-Pults einfach sehr zugesagt hat, weil RANE hier vieles anders gemacht haben, als es sonst oftmals bei Rotary-Mixern üblich ist. 

RANE MP2015 konnte nicht nur mit seinem Sound und der Anschlussvielfalt in unserem Test von (ihr ahnt es) 2015 punkten. Er bot auch ein integriertes 10/14 USB-Audiointerface, sodass man direkt aus der DJ-Software mit diesem Pult auflegen konnte, ohne ein externes DVS-Interface nutzen zu müssen. Sogar DJ-Wechsel oder Doppel-Setups waren dank zweier USB-Ports möglich. 

Zudem bot er neben ausgefuchsten Klangoptionen wie einem stimmbarem Isolator  auch einen Dreifach-Filter. Dazu einen FX-Loop und Controller-Funktionalität  sowie eine hervorragende Klangqualität und Haptik. Und er war eine wahre Augenweide. Und wenn es dieses Jahr wieder nichts wird – wie wäre es dann mit einem RANE MP2025 zum 10-jährigen Jubiläum?

Hier im Bild: RANE MP2015

Pioneer RMX-Effektgerät

Die letzte Pioneer RMX-500 (Remix Station) kam im Jahr 2014 auf den Markt. Also auch hier wäre eine Neuauflage zum 10-jährigen Jubiläum denkbar. Ein paar neue FX gibt es ja bereits in den Mischpulten und wenn es dazu noch ein VST/AU-Plugin gäbe, wäre dies absolut begrüßenswert.

NI Traktor Standalone-Controller

Diesen Wunsch habe ich schon öfter mal in Testberichten für DJ-Equipment und diversen News geäußert und ich finde nach wie vor, dass eine Traktor Standalone-Hardware eine feine Sache wäre. Selbst wenn Pioneer und Denon hier quasi „mit Siebenmeilenstiefeln“ unterwegs sind. Als Player könnten die Kontrol D2-Units Pate stehen, wobei ich gern ein kleines Jogdial statt Touchstrip integriert hätte. Als All-in-One wären der Kontrol S8 oder S4 MK3 eine Basis. NI Maschine gibt es ja bereits als Standalone-Version. 

Carstens Gear Wish

Multi-Mic Activator

Mein Gear Wish für 2024 stammt ursprünglich vom Metallica-Gitarristen und -Sänger James Hetfield und lässt sich am ehesten als “Multi-Mic Activator” bezeichnen. Der Metallica-Frontmann steht bei Live-Gigs vor einem Dilemma. Denn das Mikrofon, das er als Sänger benötigt, kann er nicht in den Händen halten, weil er gleichzeitig Gitarrist ist. OK, dieses Problem lösen manche Musiker mit einem Headset. Doch zum einen lässt sich dabei nicht mit der Distanz zum Mikrofon spielen. Und zum anderen greifen Headsets häufig auch Räusperer, Atmungsgeräusche und ab und an einen Fluch auf, wenn einmal etwas schief läuft. Dennoch möchte sich James Hetfield als Sänger auf der Bühne frei bewegen können. 

Sein Lösungsansatz ist für mich DIE Produktidee für 2024: Auf der Bühne sollen sich an verschiedenen Punkten verteilt stummgeschaltete Mikrofone auf Stativen befinden. Ein kleiner Funkempfänger sorgt dafür, dass diese Stummschaltung für ein einzelnes Mikrofon aufgehoben werden kann, sobald sich der Musiker mit einem Transmitter, den er trägt, diesem Mikrofon bis auf eine kurze Distanz nähert. Auf diese Weise müssen die Tonverantwortlichen nicht ständig auf der Hut sein, die Signale der parallel geschalteten Mikrofone rechtzeitig freizugeben oder stumm zu schalten. Auch der Einsatz von heftig zupackenden Noise Gates für jedes der Mikrofone könnte so vermieden werden. Und wer es besonders einfach haben möchte, könnte die Mikrofone in einem Submix zusammenfassen und in einen einzigen Lead Vocal-Kanal einspeisen. Denn schließlich werden niemals zwei dieser Mikrofone zugleich genutzt. So bliebe dann der Main-Mix trotz mehrerer Lead Vocal-Mikrofone übersichtlich.

Mini-Monitor-Mixer Beltpack

Wer kennt das Problem nicht? Sänger, Gitarrist, Bassist, Keyboarder und Schlagzeuger wünschen sich einen individuellen Monitorsound. Sagen wir, zumindest Vocals, Gitarre und Drums sollen individuell gemixt werden. Da steht der Tonverantwortliche schnell vor einem Problem, wenn kein komplexes Setup fürs Monitoring vorhanden ist. Hier setzt mein Gear Wish eines Mini-Monitor-Mixer Beltpacks an. Wäre es nicht eine tolle Idee, einen Taschen-Receiver zu haben, der nicht nur ein Stereosignal oder zwei ineinander überblendbare Monosignale empfängt, sondern eine Mehrkanal-Lösung, bei der sich drei oder vier Audiosignale individuell am Beltpack mischen lassen(?).

Hierzu könnten die analogen Audiosignale in ein einziges Digitalsignal mit sehr breitem Audiofrequenzgang gewandelt werden. Wobei die Audiofrequenzen des zweiten, dritten und vierten Kanal jeweils mit einem festen Faktor multipliziert und am Receiver wieder dividiert werden. Ob das technisch machbar ist, kann ich euch nicht sagen. Aber nützlich wäre eine solche Lösung allemal. Jederzeit problemlos am Taschenempfänger die Kanallautstärken nachregeln zu können, würde den Musikern einigen Stress ersparen und ihnen sicher das ein oder andere Mal bessere Performances ermöglichen.

Saschas Gear Wish

Ich würde mir ne Behringer Wing Compact oder besser ein x32 Compact MK2 wünschen. Idealerweise mit passender SD32MK2 Stagebox. Außerdem würde in einer perfekten Welt Yamaha ein DM4 mit zur NAMM bringen. Mit 32 Inputs und 16 Outs sowie zwei Cardslots für weitere in/Output Karten. Und das zu einem Preis, der unterhalb von 3000€ liegt. Man wird ja noch träumen dürfen.

Hier im Bild: Behringer Wing

Jörns Gear-Wish 2024

Lasst das Equipment leuchten

Licht ist pure Emotion. Gefühle lassen sich visualisieren. Das ist keine neue Erkenntnis; nur folgerichtig gibt es eine Flut von unterschiedlichsten Scheinwerfern, mit denen Räume, Objekte und Personen in Szene gesetzt werden. Unter dem Strich steht, dass Objekte und Flächen angestrahlt werden. Dabei macht die Innenarchitektur vor, wie effektvoll Einrichtungsgegenstände mit integrierten LEDs wirken und dabei selbst zum echten Eyecatcher werden. Selbst handelsübliche Fernseher werden inzwischen mit farbwechselnden LEDs hintergrundbeleuchtet. In der MI- und Equipment-Szene sind die Disziplinen hingegen immer noch klar voneinander getrennt. So wird die Backline auf der Bühne gerne dezent in unauffälligem Schwarz versteckt, obschon sie doch aufgrund der vorhandenen Flächen so unendlich großen Spielraum für visuelle Effekte bietet. Aber weshalb sollte die Technik auf der Bühne versteckt werden? Das ist geschmolzener Schnee von gestern.

Mein Wunsch ist, dass die Hersteller der unterschiedlichen Gewerke miteinander kooperieren und so aus Akustik und Licht eine Symbiose schaffen. Beispielsweise Gitarrenverstärker mit integrierten DMX-steuerbaren LEDs wären der Hammer. Drum-Kessel, die bereits werksseitig mit RGBW-UV-LEDs bestückt sind, werden noch deutlicher zum Blickfang.

Gleiches gilt für sämtliche Komponenten, die on Stage platziert werden. Ich wünsche mir, dass die Verstärker, Instrumente und mehr nicht nur beleuchtet werden, sondern selbst leuchten. Die notwendige Technik ist längst vorhanden. Etwa Gitarren-Amps könnten sogar so ausgestattet werden, dass die verbaute Lichttechnik die Dynamik eines Gitarren-Solos erkennt und die Lichtstimmung entsprechend anpasst als auch die Farben wechselt. 

Boris Gear Wish

DJ-Controller mit integrierter Serato DJ Pro Software

Ein DJ-Controller mit integrierter Serato DJ-Software wäre für mich das perfekte Standalone-System, da man so bequem zwischen verschiedenen Lösungen (mit oder ohne Computer) auswählen könnte, ohne auf gewohnte Bedienungen und Features verzichten zu müssen. 

DJ-Effektgerät mit offner Schnittstelle für VST/Studio-Effekte

Ein schon lange gehegter Wunsch ist ein DJ-Effektgerät, das über eine offene Schnittstelle zur Integration von VST-/Studio-Effekten verfügt. Somit wäre es möglich, die persönlichen Producer-Favorits oder besonderen Effekte mit auf die Bühne nehmen zu können, ohne einen zusätzlichen Computer verwenden zu müssen. 

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