Hersteller_Roland
Test
3
04.02.2020

Fazit
(4.5 / 5)

Der Roland Jupiter-Xm bringt bewährte Klangmodelle aus der Firmenchronik in eine attraktive Bauform und fokussiert überwiegend den Retro-Bereich. Das Besondere: Er ist ein gestandener Profi-Synth in Roland-Tradition, kommt aber in einem sehr kleinen Gehäuse inklusive Lautsprecher und Bluetooth-Anbindung. Klanglich begeistert der ‚Xm‘ sicherlich nicht nur Roland-Fans, denn was geboten wird ist von ansprechender Qualität und passt praktisch in alle Spielarten der elektronischen Musik. Vielversprechend ist die Erweiterbarkeit der Zen-Core Soundengine um weitere Synthese-Modelle sowie die Datenkompatibilität mit anderen Roland-Geräten. Für den Mix der insgesamt fünf Parts aus Synthklängen und Drums wünscht man sich Mischpult-Funktionen oder Einzelausgänge.

In der Praxis zeigt sich der 'Xm' als eine hochwertige und handliche Synthesizer-Workstation, die nach kurzer Einarbeitung bei Sessions und Jams richtig Laune macht. Roland könnte noch einige deutschsprachige Tutorial-Videos und noch mehr Klänge (Scenes) spendieren. Die Arrangiermöglichkeiten unterscheiden den Xm vom Plug-out-Synthesizer Roland System-8, der sehr ähnlich klingen kann. Mit dem i-Arpeggio des Jupiter-Xm muss man aber erst warm werden. Einige Begleitmuster, die per künstlicher Intelligenz entstehen, entsprechen nicht immer den eigenen Vorstellungen, was aber auch ein Ansatz zur Inspiration darstellen kann

Dank der geringen Abmessungen passt er gut ins kleine Projektstudio oder zu Musikern, die mit einem mobilen Studio unterwegs sind. Die kleine Tastatur ist gewöhnungsbedürftig für Keyboarder, die mit einer normalgroßen Fünf-Oktaven-Klaviatur ein tolles Soundangebot auszuloten wissen. Die passende Lösung heißt dann Jupiter-X. Sofern Platz und Geld keine Rolle spielen, macht er das Rennen. Oder man nimmt gleich beide – einen X im Hardcase für die Tour und den 'Xm' für die Suite oder für den Strand. Kurzum: Der geforderte Preis ist zwar für den einen oder anderen Freizeitmusiker eher happig, geht aber angesichts des überzeugenden Gesamtkonzepts in Ordnung. Denn schließlich erhält man einen sehr mobilen, kommunikativen und hoffentlich um weitere Sound-Modelle erweiterbaren Synthesizer mit erstklassigen Vintage-Klängen, die sich flexibel einsetzen lassen. Antesten lohnt sich! 

  • Pro
  • Kultsounds in toller Qualität
  • Interessantes Arpeggio-System
  • Expansionsmöglichkeiten (ZEN-Core)
  • Bluetooth
  • Handhabung
  • Kompaktes Design
  • Contra
  • Mini-Tasten ohne Aftertouch
  • Features
  • ZEN-Core Sound Engine
  • 4 Synthesizer-Parts und 1 Rhythm-Part
  • Emulation der Jupiter-8, Juno-106 und SH-101 Synthesizer pro Part wählbar
  • Rhythm-Part bietet Emulationen der TR-808, TR-909, TR-707 und CR-78 Drumcomputer
  • 37-Tasten Mini-Keyboard (anschlagdynamisch)
  • Pitch- und Modulationsrad
  • 2 programmierbare Fader
  • Intelligenter I-Arpeggiator pro Part
  • Effekte: EQ, Overdrive und Multieffekt pro Part (90 verschiedene Effekttypen)
  • Master-Effekte: Kompressor, EQ, Hall, Delay und Chorus
  • Über 4.000 Preset Sounds und mehr als 90 Drum Kits
  • Grafik-Display (128 x 64 Pixel)
  • Integrierte Lautsprecher (2x 4 Watt)
  • Bluetooth 4.2
  • Integriertes USB Audio/MIDI-Interface
  • Abmessungen (B x T x H): 576 x 308 x 93 mm
  • Gewicht: 4.4 kg
  • Inkl. externes Netzteil (PSB-5U) und Netzkabel
  • Anschlüsse:
  • Stereo-Out: XLR
  • Stereo-Out: 6.3 mm Klinke
  • Stereo Kopfhörerausgang: 6.3 mm Klinke
  • Mikrofon-Eingang: XLR/TRS-Combo Buchse
  • Stereo Aux-In: 3.5 mm Klinke
  • Pedal- und Fußschalter-Eingang: 6.3 mm Klinke
  • MIDI In/Out
  • USB-B Port zur Computeranbindung
  • USB-A Port für Speichermedien
  • Preis
  • Roland Jupiter-Xm: Ca. 1.479 € (Straßenpreis, Stand: 04.02.2020)

Weitere Informationen zu diesem Produkt gibt es auf der Webseite des Herstellers.

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