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Ovation UCS10P-KOAE Ukulele Test

Praxis

Die Ovation UCS10P-KOAE ist sicherlich nicht die erste Wahl für absolute Einsteiger, da das Handling aufgrund des runden Korpus etwas gewöhnungsbedürftig ist. Das Instrument ruht nicht so stabil auf dem Oberschenkel, wenn man im Sitzen ohne Gurt spielt. Hier ist also etwas Übung gefragt, bis man die optimale Spielposition gefunden hat. Ist man gewohnt, die Ukulele durch das Auflegen des Unterarms auf der Zarge zu stabilisieren, gerät diese bei zu großem Druck etwas in Schieflage. Nach kurzer Eingewöhnungsphase sollte das aber kein Problem mehr darstellen. Der Hals ist recht flach und die Saitenlage wunderbar tief. Bei heftigen Strummings bekommt man neben dem knackigen Attack auch eine gute Portion Percussion-Sounds frei Haus mitgeliefert. Im ersten Moment empfinde ich den Sound als sehr brillant, mit einem etwas kühlen Timbre, viel Attack und erstaunlich viel Sustain. Die Töne kommen präzise auf den Punkt, und dass wenig Bassfundament vorhanden ist, verwundert nicht, immerhin haben wir es mit einer Sopran-Ukulele zu tun. Hart gespielte Akkorde feuern aus der kleinen Lady, dass es eine Wonne ist. Was mich aber am meisten überrascht, ist das lange Sustain einzeln gespielter Töne, das ich so nicht erwartet hätte. Das klangliche Konzept geht hier voll auf. Besonders im Kollektiv wird die Ovation wohl die erste Flöte spielen. Sie positioniert sich mit ihrem aufgeräumten und klaren Biss, den klar akzentuierten Mitten, wenig Bass und geschmeidigen Höhen ganz vorne im Gesamtkontext, vor allem, wenn man ordentlich in die Saiten langt. Nimmt man sich etwas zurück, setzt sie sich dennoch mit spielerischer Leichtigkeit durch. Der Tonabnehmer gibt die Charakteristik naturgetreu wieder und arbeitet absolut nebengeräuschfrei und ohne Rückkopplungen perfekt über Akustikverstärker und PA-Anlage.

Der Sound ist sehr brillant, mit einem etwas kühlen Timbre, viel Attack und erstaunlich viel Sustain.
Der Sound ist sehr brillant, mit einem etwas kühlen Timbre, viel Attack und erstaunlich viel Sustain.

Einmal nach oben auf die D-Stimmung gebracht, entwickelt die Ovation-Ukulele aufgrund des höheren Saitenzuges noch mehr Klangpotential. Die werksmäßig aufgezogenen Saiten empfinde ich als etwas zu lasch, starke Fluorcarbonsaiten würden dem Instrument noch besser stehen. Die Konstruktion erlaubt aufgrund des Bracings und des Lyrachord-Korpus natürlich auch kräftigere Saiten, mit denen sie vor allem unverstärkt an Klangtiefe und Sustain gewinnen würde.

Audio Samples
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Mikrofonabnahme Beispiel 1 Mikrofonabnahme Beispiel 2 Mikrofonabnahme Beispiel 3 Mikrofonabnahme Beispiel 4 Pickup Beispiel 1 Pickup Beispiel 2 Pickup Beispiel 3 Pickup Beispiel 4 Mikrofon + Pickup Beispiel 1 Mikrofon + Pickup Beispiel 2 Mikrofon + Pickup Beispiel 3 Mikrofon + Pickup Beispiel 4
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