Schrottpresse
Feature
9
01.12.2021

Nirvana-Baby: Neue Klage wirft Cobain pädosexuelle Tagebucheinträge vor

Spencer verlangt 150.000 USD von jedem Angeklagten

Spencer Elden hat bis heute nicht akzeptiert, dass sein Kleiner groß rausgekommen ist. Daher machte er im August mit einer kuriosen Klage auf sich aufmerksam. 30 Jahre nach dem Release von Nevermind hat der Coverstar Nirvana wegen Kinderpornografie verklagt. Jetzt kommt Elden mit einer neuen Klageschrift und neuen Vorwürfen daher. Darin bezichtigt er Cobain, dass dieser in seinem Tagebuch pädosexuelle Einträge verfasst haben soll. 

Es ist wohl das bekannteste Albumcover der Welt. 1991 wurde das vier Monate alte Baby Spencer unter Wasser nackt abgelichtet. Lange war Spencer Elden stolz darauf dieses Baby gewesen zu sein. Er bezeichnete sich mehrmals als großen Nirvana Fan, stellte das Foto auch im Erwachsenenalter nach und hat ein riesiges "Nervermind" Tattoo auf der Brust. Als er auf einmal das große Geld witterte - das werfen ihm seine Kritiker vor - reichte er Klage gegen Nirvana ein. Bei der ursprünglichen Klage geht es um Kinderpornografie sowie die sexuelle Ausbeutung von Kindern. 

Die Klage hat er jetzt geändert. Einige der zuvor angeklagten Personen und Institutionen werden in der neuen Klage nicht mehr angeführt. Der Fokus liegt nun noch stärker auf Kurt Cobain und dem Vorwurf pädosexueller Fantasien in Tagebucheinträgen.

Cobains Tagebuch im Fokus

In der angepassten Klage geht es unter anderem um "undatierte Tagebücher, die Cobain geschrieben hat und um eine Skizze des Albumcovers mit Sperma darüber." Die Tagebücher enthalten laut der Anklageschrift "verdrehte Visionen für das Albumcover". Angeblich soll Kurt Cobain "Ich mache gerne Einschnitte in den Bauch von Säuglingen, ficke dann den Einschnitt, bis das Kind stirbt" zu Papier gebracht haben. Der Vorwurf, dass weder er noch seine Eltern die Freigabe der Fotos schriftlich zugesagt haben, besteht weiterhin. Laut früheren berichten sollen die Eltern für das Foto damals 200 Dollar bekommen haben. 

Nirvana Baby als Hugh Hefner

Spencer wirft außerdem dem Fotografen Kirk Weddle, der das Cover-Shooting übernommen hatte, neue Sachen vor. Demnach soll Weddle ihn während des Shootings als Playboy-Gründer Hugh Hefner gestylt und fotografiert haben. In den Akten steht dann noch, dass Weddle "eine viszerale sexuelle Reaktion beim Betrachter auslösen" wollte und "Spencers Würgereflex auslöste, bevor er ihn für Posen unter Wasser warf, die Spencers Genitalien hervorhoben und betonten."

Laut Elden sei das Albumcover pädosexueller Natur. Er verlange nun von jedem Angeklagten mindestens 150.000 US-Dollar wegen "extremer und dauerhafter emotionaler Belastung". Die Anzeige richtet sich allerdings nicht mehr gegen den ehemaligen Nirvana-Schlagzeuger Chad Channing, Warner Music, Heather Parry und Guy Oseary, der Cobains Nachlass verwaltete. 

Verwandte Artikel