NAMM_2020
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22.01.2020

NAMM 2020: Das beste Gitarren-Equipment der NAMM Show

NAMM 2020 – die wichtigsten Gitarren-Neuheiten auf einen Blick

Gitarren, Effektgeräte, Amps und mehr - Trends der NAMM 2020

Nachdem die NAMM 2020 ihre Tore geschlossen hat, bleibt Zeit für ein Resümee. Auch in diesem Jahr haben die Hersteller wieder einiges am Start. Der anhaltende Trend zu kompakten Lösungen für den Bühnen- und Studioalltag ist dabei nicht zu übersehen. Aber auch Freunde der 80er Jahre E-Gitarren-Ästhetik kommen voll auf ihre Kosten. Wir haben für euch einige Highlights zusammengestellt.  

NAMM 2020: Kompakte Amps und Modeler

Mit dem Line 6 POD Go kehrt ein alter Bekannter zurück! Das Modeling-Urgestein im neuen Gewand ist eine kompakte und leichte Mischung aus HX Stomp und Helix, mit Expression Pedal und Kultstatus gratis dazu.

Orange legt ebenfalls nach und präsentiert den Terror Stamp Verstärker fürs Pedalboard. Der Orange Terror Stamp vereint dabei den den hauseigenen Micro Terror und Micro Dark in einen kompakten Gehäuse und setzt auf ein Analoges Hybrid Design mit einer ECC 83 Röhre in der Vorstufe und einer 20 Watt Solid State Endstufe. 

Thomas Blug gilt als versierter Gitarrist und als Soundspezialist, der nach langen Jahren in der Produktentwicklung den Schritt hin zum eigenen Gitarren-Amp wagte - und gewann. Sein erfolgreicher BluGuitar Amp erlebt auf der NAMM 2020 eine Neuauflage in Form des BluGuitar Amp X, der die Amp-Sounds der Mercury- und Iridium-Edition an Bord hat und dazu analoge und digitale Pre- und Post-Effekte.

Der 2 kg leichte V4 The Duchess Pedal-Amp von Victory Amps kommt mit einem Kanal aus und setzt ähnlich wie der Terror Stamp Verstärker auf eine Solid State Endstufe. In der Vorstufe werkeln eine EC900 und drei CV401 Röhren.

Mooer präsentiert auf der NAMM außerdem das GE300 Lite. Auf das Expression-Pedal und die Synth-Engine des GE300 wird bei der reduzierten Variante verzichtet. 

NAMM 2020: Let's Shred! 80er Jahre Gitarren-Ästhetik bei Fender, EVH, Charvel und Kramer

Für Aufsehen sorgen die Fender HM Strats. Die Wiederauflage der von 1988 bis 1992 produzierten Modelle gibt es allerdings nur in einer limitierten Stückzahl. Schnell zuschlagen ist also angesagt! 

Auch EVH, Charvel und Kramer haben ebenfalls traditionsgemäß diverse Äxte für Shredder im Angebot. Hervorzuheben ist hier die Replika der „The Frankenstein“ von EVH, eine ziemlich detaillierte Nachbildung der berühmten ersten Gitarre Eddie Van Halens - stilecht mit Dummy-Single-Coil in der Halsposition und Dummy-Fünf-Wege-Wahlschalter in der Mitte. 

NAMM 2020: Gibson – Vollgas-Neustart mit klassischem Anspruch

Vor allem klassische Gitarrenformen und Ausführungen prägten das Bild der Gibson-Neuerscheinungen, und das ist auch keine Überraschung. Nach unruhigen Zeiten hat der amerikanische Traditionshersteller offensichtlich wieder in ruhiges Fahrwasser zurückgefunden und die schiere Zahl an neuen, überarbeiteten und neu aufgelegten Modellen zeugt von Kreativität und Motivation. Dabei bleibt man im gewohnten Vintage-Fahrwasser, konzentriert sich auf das, was die Marke seit jeher ausmacht und lässt die Zeiten ungewisser Experimente mit innovativer Technik hinter sich.

So sorgen Gibson Original Series Classic V und Explorer zwei handgewickelten 70's Tribute Burstbucker und "Orange Drop“-Kondensatoren, auf die übrigens auch Slash bei seinen Signature-Modellen schwört, für den amtlichen Sound. Zwei ewig junge Gitarrenformen, die seit über 60 Jahren für extravagante Auftritte stehen und heute so aktuell sind wie eh und je.

Die Gibson Original Collection konzentriert sich auf Instrumente, die ihre Wurzeln in den 1950er und 60er Jahren haben, wozu diverse SG, Les Paul, Flying V und Explorer-Modelle gehören – eine Kombination aus Vintage-Anspruch und modernster Fertigung.

Zu den Instrumenten der Original Collection gesellt sich in der Gibson Modern Collection ein Neuzugang in Form eine Les Paul Tribute, die wahlweise mit Humbuckern oder P90 erhältlich ist.

Aber nicht nur neue E-Gitarren spielen auf der NAMM 2020 beim Traditionshersteller eine Rolle, auch der Gibson Acoustic Custom Shop zeigt sich prall gefüllt. Die Historic Collection widmet sich einer Reihe von Reproduktionen wie beispielsweise einer Pre-War SJ-200 Vintage Sunburst oder der 1960 Hummingbird Heritage. Diese und viele weitere Modelle aus den Jahren 1934 bis 1960 zeigen sich äußerst detailgetreu und so nah wie möglich am Original.

Die Gibson Acoustic Custom Shop Modern Collection dagegen verlegt sich auf aktuelle Interpretationen des Gitarrenbaus und kündigt beispielsweise eine J-45 Deluxe Standard oder die Songwriter Chroma Black Cherry an.

Auch die Gibson Slash Collection startet mit der stattlichen Anzahl von vier neuen Les Paul Signatures ins neue Jahrzehnt, eine Gitarre, die für das Image des legendären Rockgitarristen genauso unverzichtbar ist wie sein Zylinder. Dazu gesellen sich zum ersten Mal auch zwei J-45 Akustikgitarren.

NAMM 2020: PRS setzt Akzente von preiswert bis Luxus

PRS gehört inzwischen zu den wenigen Gitarrenbauern mit internationalem Ruf, die sich nicht immer wieder neu erfinden müssen. Immerhin feiert der amerikanische Hersteller in diesem Jahr sein 35jähriges Bestehen. 

Die PRS S2 Serie wird mit drei neuen S2 McCarty 594 Modellen aufgestockt, die sich nahtlos ins Portfolio einreihen. Allesamt unverkennbar Paul Reed Smith, ob als Double Cut, Single Cut oder Thinline, und alle mit 58/15 S-Pickups für authentische Humbucker- und nuancierten Singlecoil-Sounds bestückt.

Dass PRS trotz seiner Größe nach wie vor zu den Vorzeige-Boutique-Gitarrenbauer zählt und in der Lage ist, absolute Luxusklasse abzuliefern, beweist die PRS Private Stock 35th Anniversary Dragon, eine atemberaubende Schönheit, die von exzellenter Handwerkskunst zeugt und den Kultstatus quasi schon mitbringt.

Aber auch die andere Seite des Spektrums wird nahtlos und mit Akribie bedient, denn in der preiswerteren PRS SE-Serie stellen sich gleich sechs Newcomer vor, Gitarren, die teils klassisch, teils mit einer Portion Retro-Style oder mit exotischen Furnieren auffallen. Zum ersten Mal gehört auch eine SE Hollowbody Standard zum Reigen der Debütanten.

Mit der PRS John Mayer Silver Sky verwirklichte sich John Mayer nach eigenen Worten einen Traum. Auf der NAMM 2020 wurde die Silver Sky erstmals mit einem Ahornhals vorgestellt. Außerdem konnte das Modell in neuen Farbgebungen bewundert werden. 

NAMM 2020: Weitere Gitarren-News

Fender
Neben den knalligen HM Strats in 80er Jahre Optik hat Fender noch einige weitere Neuheiten zu vermelden. Polarisieren dürfte dabei die Fender Acoustasonic Stratocaster. Mit den Lead II & III Modellen gibt es zudem weitere Neuauflagen zu bestaunen. Wer's eher klassisch mag, kann sich an der Fender 60s Telecaster Thinline und der Fender 70s Telecaster Custom erfreuen. Außerdem gibt der Traditionshersteller die Player Series Mustang und Duo Sonic Modelle und drei weitere Signature-Gitarren für Tom Morello, Jim Root und Eric Johnson bekannt. 

Kemper
16 unterschiedliche Lautsprechercharakteristiken beherrscht der Kemper Kone Celestion Speaker, der von der DSP des Kemper Profilers angesteuert wird. Der neu entwickelte 12“ Speaker  verrichtet im Kemper Kabinet, der hauseigenen Lautsprecherbox für den Profiler, seinen Dienst, ist aber auch einzeln erhältlich.

Ibanez
Steve Vai steht wie kaum ein anderer Gitarrist für ein Instrument, das unverwechselbar sowohl den Künstler wie auch dessen Stil charakterisiert: Die JEM.
Mit der Ibanez Steve Vai PIA realisiert der Ausnahmegitarrist seine Vorstellung eines Instruments, das vor allem Kameradschaft und Zusammenhalt symbolisieren soll, und dieses auch in einer sehr aufwendigen Einlegearbeit im Griffbrett dokumentiert. Eine extravagante Gitarre ganz im Stil ihres Schöpfers.

Boss
Der Boss Katana Artist MKII Modeling-Combo ist das neue Flaggschiff der Erfolgsserie und steht nicht nur für deutlich mehr Amp-Modelle, sondern auch für die Möglichkeit, tiefer in den Sound eingreifen zu können und ihn bei Bedarf mit einem zweiten Amp für die Stereo-Wiedergabe einzusetzen.
Ein weiteres Highlight aus dem Hause Boss stellt der Boss SY-1000 Gitarrensynthesizer dar. Mit der sechsfachen Rechenleistung des DSP vom SY-300, steckt im neuen Boss Synth definitiv eine Menge Power. Man darf also gespannt sein. 

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