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04.09.2020

Kaufberater USB/MIDI Keyboard Controller

Worauf muss man beim Kauf eines Keyboard Controllers achten?

Die wichtigsten Funktionen und Infos im Überblick

Der Bereich der USB/MIDI Keyboard Controller bietet eine riesige Auswahl, was eine Kaufentscheidung zu einer komplizierten Angelegenheit werden lässt. In unserem Kaufberater erfährst du, worauf man beim Kauf eines Keyboard Controllers achten sollte, damit der gewünschte Einsatzzweck optimal erfüllt wird.

Kaum ein Gerät aus dem Bereich der elektronischen Musik ist so wandlungsfähig und vielseitig wie ein guter Keyboard Controller, auch Controller-Keyboard genannt. Je nach Ausstattung lassen sich mit diesen anpassungsfähigen Controllern Software-Synthesizer ansteuern und bedienen, die DAW fernsteuern, Apps auf dem iPad zum Klingen bringen und vieles mehr. Umso wichtiger ist es, dass ein Keyboard Controller optimal auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Damit du den Überblick behältst und schnell den passenden Controller für deine Zwecke findest, haben wir hier einige wichtige Infos zusammengestellt.

  • Ausführliche Testberichte zu vielen aktuellen USB/MIDI Keyboard Controllern und unsere aktuellen Empfehlungen findest du in unserem Testmarathon.
  • Eine Marktübersicht zu den beliebtesten USB/MIDI Keyboard Controllern gibt es am Ende dieser Kaufberatung.

USB/MIDI Keyboard Controller: Quick Facts

Was ist ein USB/MIDI Keyboard Controller?

Ein USB/MIDI Keyboard Controller, Controller-Keyboard oder Masterkeyboard ist ein Keyboard, das zum Senden von MIDI-Daten an externe Klangerzeuger (Software-/Hardware-Synthesizer, Soundmodule), DAWs, Apps auf Mobilgeräten und andere MIDI-Empfänger verwendet wird. Es besitzt keine eigene Klangerzeugung (keine eigenen Sounds), sondern dient zum Fernsteuern anderer Geräte mittels MIDI-Daten.

Welche Funktionen bieten aktuelle USB/MIDI Keyboard Controller?

Keyboard Controller sind unterschiedlich ausgestattet und eignen sich für verschiedenste Einsatzzwecke. Alle können die auf der Tastatur gespielten Noten als MIDI-Daten ausgeben. Darüber hinaus bieten viele Keyboards weitere Bedienelemente wie programmierbare Drehregler und Fader, Drumpads, Arpeggiator / Step Sequencer und ggf. eine direkte Einbindung (Integration) in bestimmte DAWs oder Software-Synthesizer.

Worauf muss man beim Kauf eines USB/MIDI Keyboard Controllers achten?

Welche Merkmale eines Keyboard Controllers wichtig sind, hängt stark vom geplanten Einsatzzweck ab. Man sollte sich als erstes überlegen, was man mit dem Keyboard genau machen möchte, was die Auswahl in der Regel schon erheblich einschränkt. Davon ausgehend kommt es neben der Größe der Tastatur ggf. auch auf andere Merkmale wie programmierbare Regler, Drumpads oder eine integrierte DAW-Steuerung an.

Wie findet man den richtigen Keyboard Controller?

Wer auf der Suche nach einem geeigneten USB/MIDI Keyboard Controller ist, sollte sich zuerst eine Reihe von Fragen stellen:

  • Welche Tastaturgröße benötige ich?
  • Wird das Keyboard viel transportiert oder stationär eingesetzt?
  • Brauche ich programmierbare Bedienelemente wie Fader und Drehregler zur Steuerung von Parametern in einer DAW oder einem Software-Synthesizer?
  • Brauche ich Drumpads?
  • Brauche ich neben dem USB-Anschluss einen herkömmlichen MIDI-Ausgang im 5-Pol-DIN-Format?
  • Benötige ich ein Keyboard mit einer tiefen Software-Integration in eine bestimmte DAW?
  • Benötige ich ein Keyboard, das mehrere programmierbare Tastaturzonen zur gleichzeitigen Steuerung mehrerer MIDI-Geräte bietet?

Im Folgenden werden wir auf alle diese Bereiche detailliert eingehen, um euch bei der Beantwortung dieser Fragen zu helfen. Wenn man sich genau überlegt, was man von einem USB/MIDI Keyboard Controller erwartet und welche Funktionen einem wichtig sind, lässt sich die Auswahl stark eingrenzen und wirkt nicht mehr ganz so überwältigend. Genauere Informationen zu den einzelnen Keyboards findet ihr dann in den ausführlichen Tests in unserem Testmarathon.

Welche Tastatur-Größen gibt es bei USB/MIDI Keyboard Controllern?

USB/MIDI Keyboard Controller werden in verschiedenen Größen angeboten. Häufig ist das gleiche Modell in mehreren Größen erhältlich. Üblich sind die Tastaturgrößen 25 Tasten (2 Oktaven), 49 Tasten (4 Oktaven), 61 Tasten (5 Oktaven) und 88 Tasten (Klaviergröße, oft mit Hammermechanik). Seltener findet man auch Keyboards mit 37 Tasten (3 Oktaven) und 76 Tasten. 

Bei der Entscheidung für ein USB/MIDI Keyboard Controller steht oft zuerst die Frage an, wie viele Tasten es besitzen sollte. Viele Keyboards werden in mehreren Größen angeboten, vom kleinen Mobilgerät mit 25 Tasten bis hin zu einem 88-tastigen Modell mit Hammermechanik. Welches die passende Größe ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wer mit beiden Händen pianistisch spielt, braucht logischerweise ein größeres Keyboard mit 61, 76 oder 88 Tasten und freut sich vermutlich auch über eine Hammermechanik, die es fast nur bei Keyboard Controllern mit 88 Tasten gibt.

Auch zur Steuerung größerer Live-Setups mit mehreren Keyboard-Zonen ist ein großes Keyboard empfehlenswert. Für das Spielen von Synthesizer-Parts mit einer Hand reicht hingegen oft eine kleinere Größe aus oder ist sogar die bessere Wahl. Wichtig ist auch: Wer weniger Klavier und E-Piano, sondern hauptsächlich Synthesizer, Orgel oder viele verschiedene Sounds spielt, ist mit einer leicht gewichteten Tastatur im Synthesizer-Stil in der Regel besser bedient als mit einer schwergängigen Hammermechanik, die beim Spielen typischer Synth-Parts eher hinderlich sein kann.

Ein weiterer Faktor ist die Transportfreundlichkeit. Ein typisches 25-Tasten-Keyboard mit Minitasten nimmt nur in etwa die Grundfläche eines DIN-A4-Blattes ein, wiegt nur wenige Kilogramm und passt in jeden Rucksack. Es lässt sich also problemlos mitnehmen, während größere Keyboards sperrig und schwer sein können und ggf. ein gesondertes Case erfordern. Hier muss man abwägen, wie oft man das Keyboard transportieren wird und welche Tastaturgröße für das, was man spielen möchte, minimal erforderlich ist.

Weitere Infos zum Thema Tastaturen gibt es hier:

Sind Keyboard Controller mit Minitasten eine gute Wahl?

Heutzutage werden auch kompakte und mobile Keyboard Controller mit Minitasten angeboten. Diese recht kleinen Keyboards lassen sich sehr leicht transportieren und eignen sich gut zum Triggern von Samples und Loops und zum Spielen einfacher Passagen. 

Die schmaleren, kürzeren Tasten waren lange Zeit nur bei Spielzeug-Keyboards zu finden, sind spätestens seit dem überwältigenden Erfolg des Korg microKORG Synthesizers aber auch im professionellen Bereich salonfähig geworden. Wenn man normal große Tasten gewöhnt ist, erfordert das Spielen auf Minitasten etwas Übung – schließlich müssen sich die Hände und das Muskelgedächtnis an ganz andere Intervalldistanzen anpassen. Gerade am Anfang greift man da oft daneben. Ungewohnt ist auch der geringere Tastenhub (Niedermaß) einer Tastatur mit Minitasten. 

Andererseits sind die Vorteile so kleiner Keyboards nicht zu leugnen: Sie bieten auf kleinem Raum eine vergleichsweise große Tastatur, sind echte Fliegengewichte und lassen sich auch im Zug oder im Flugzeug nutzen, ohne den Nachbarn zu stören. Auch hier gilt: Letztlich kommt es darauf an, was man spielen möchte. Wer das Keyboard hauptsächlich zum Triggern von Loops und Samples verwendet oder nur gelegentlich mal eine Bassline einspielen möchte, wird kein Problem mit Minitasten haben. Wer vom Klavier kommt und pianistisch spielt, wird sich allerdings auf einem Instrument mit normal großen Tasten deutlich wohler fühlen.

Welche Anschlüsse sind bei Keyboard Controllern wichtig

Die wichtigsten Anschlüsse eines Keyboard Controllers sind die USB-Schnittstelle, ein eventuell vorhandener klassischer 5-Pol-DIN MIDI-Ausgang und ein Sustainpedal-Anschluss. Bei einigen Keyboards findet man weitere Anschlüsse, die das Keyboard für bestimmte Zwecke besonders geeignet machen.

Per Definition erzeugen Keyboard Controller nicht selbst Klänge, sondern dienen als Fernsteuerung für andere MIDI-Klangerzeuger oder DAWs. Deshalb findet man bei ihnen keine Audio-Ausgänge. Umso wichtiger ist aber der Weg, den die MIDI-Daten aus dem Keyboard herausgehen. Alle heutigen Keyboard Controller verfügen über einen USB-Anschluss, mit dem das Keyboard direkt an einen Computer oder an ein Mobilgerät angeschlossen werden kann. Oft kann darüber auch die Stromversorgung des Keyboards erfolgen. Der USB-Anschluss überträgt MIDI-Daten, wodurch man kein gesondertes MIDI-Interface benötigt, um das Keyboard an einen Computer anzuschließen.

Wenn das Keyboard die bidirektionale Kommunikation mit bestimmter Software unterstützt, können vom Computer kommende Informationen, zum Beispiel Parameterwerte eines Software-Synthesizers, am Keyboard dargestellt werden (auf dem Display, mit LED-Kränzen an den Reglern o. ä.). Wie weit diese Integration geht, hängt von der Software-Integration des Keyboards ab. Hersteller wie AKAI, Alesis, Native Instruments und Nektar bieten Keyboard Controller an, die mit speziellen Protokollen tief in aktuelle DAWs und Software-Synthesizer integriert sind und eine Vielzahl von Informationen direkt am Keyboard verfügbar machen.

Gelegentlich hört man, ein Keyboard sei “USB class compliant”. Das bedeutet, dass es die im USB-Standard festgelegten Kriterien vollständig erfüllt und an einem aktuellen Rechner ohne Installation eines gesonderten Treibers funktionieren sollte. Auch der Anschluss an ein aktuelles Tablet sollte mit einem entsprechenden optionalen Adapter problemlos klappen. Inzwischen gilt das für die meisten USB/MIDI Keyboard Controller.

Die klassische MIDI-Schnittstelle mit 5-poligen DIN-Steckverbindern ist auf dem Rückzug und gerade bei einfachen oder kleinen Keyboard Controller kaum noch zu finden. Dennoch hat sie nach wie vor ihre Berechtigung, weshalb vor allem größere Keyboards im professionellen Segment auch heute noch über mindestens eine herkömmliche MIDI-OUT-Buchse verfügen. Man braucht sie zur Steuerung externer Klangerzeuger wie Synthesizer oder Soundmodule ohne einen dazwischen geschalteten Computer.

Wer das Keyboard also beispielsweise live einsetzen möchte, um ein Synthesizer-Soundmodul zu steuern, sollte darauf achten, dass ein traditioneller MIDI OUT in Form einer 5-Pol-DIN-Buchse vorhanden ist. Zudem bevorzugen viele Nutzer auch im Studio nach wie vor die klassische MIDI-Verbindung, weil die USB-Leitung in der Regel nicht galvanisch getrennt ist und eine Quelle für äußerst nervige Störgeräusche sein kann.

Bei einem Keyboard Controller, der ohne einen Computer genutzt werden soll, ist neben dem MIDI Out auch die Stromversorgung ein wichtiges Thema. Viele aktuelle USB/MIDI Keyboard Controller werden standardmäßig über den USB-Port mit Strom versorgt. Wenn das Keyboard nicht über USB an einen Computer angeschlossen wird, muss man den nötigen Saft anderweitig zuführen – entweder über einen evtl. vorhandenen Netzteilanschluss oder mit einem handelsüblichen USB-Netzteil, wobei letzteres nicht immer einwandfrei funktioniert. Wer beabsichtigt, das Keyboard ohne Computer zu betreiben, sollte sich also genau über die Möglichkeiten der Stromversorgung informieren.

Die meisten Keyboard Controller verfügen darüber hinaus über einen Anschluss für ein Sustainpedal. Bei sehr kleinen Keyboards für den mobilen Einsatz wird gelegentlich darauf verzichtet; stattdessen gibt es manchmal ein Sustain-Pad auf dem Bedienfeld. Ob das für den anvisierten Einsatzzweck in Frage kommt, muss jeder Nutzer für sich selbst entscheiden. Bei umfangreicher ausgestatteten Keyboards findet man zudem gelegentlich einen Anschluss für ein Expressionpedal.

Einige Keyboard Controller bieten Anschlüsse, die speziellen Zwecken dienen und das Keyboard für ganz bestimmte Einsatzzwecke geeignet machen. Beispielsweise ist das Arturia Keystep Pro mit analogen Sync-Ein- und Ausgängen sowie mit CV/Gate-Outputs ausgestattet, was es zu einer idealen Wahl macht, wenn es um die Steuerung analoger Synthesizer oder Modularsysteme geht.

Welche Funktion haben Pads bei einem Keyboard Controller?

Die Sampler/Sequencer der AKAI MPC Serie haben seit mittlerweile über 30 Jahren einen nachhaltigen Einfluss auf die elektronische Musik; ohne sie klänge vor allem Hip Hop heute nicht so, wie wir ihn kennen. Ein Merkmal, das alle Modelle in der langjährigen Geschichte der AKAI MPCs (Music Production Center) eint, sind die rechteckigen Gummipads zum Triggern von Samples. Für viele Produzenten elektronischer Musik sind sie das Werkzeug der Wahl für das „Finger Drumming“, also das Einspielen von Beats per Hand.

Deshalb statten viele Hersteller ihre Keyboard Controller mit solchen Pads aus, darunter auch AKAI selbst. In der Regel sind sie in einer 4x4-Matrix angeordnet, bei kleineren Keyboards findet man manchmal acht Pads in einer 2x4-Anordnung. Heutzutage sind die Pads immer anschlagdynamisch, oft können sie auch Aftertouch-Daten senden. Bei manchen Keyboards sind die Pads zudem verschiedenfarbig hintergrundbeleuchtet, wodurch sie ihren jeweiligen Status visuell darstellen können.

Der Nutzen von Pads bei einem Keyboard Controller geht aber deutlich über das „Eintrommeln“ von Beats hinaus. Die Pads können oft frei konfiguriert werden und statt MIDI-Noten zum Beispiel auch Controllerwerte oder Programmwechselbefehle senden. So kann man sie auch zum Umschalten von Sounds auf den angeschlossenen Geräten verwenden, oder je nach gesteuerter Software mit entsprechenden Controllerbefehlen, beispielsweise als Mute-Buttons o. ä., konfigurieren. Besonders in Verbindung mit der Software Ableton Live haben sich Pads auch zum Triggern von Clips und Loops bewährt.

Wofür braucht man Fader und Drehregler bei einem Keyboard Controller?

Viele USB/MIDI Keyboard Controller verfügen über eine Reihe programmierbarer Fader (Schieberegler) und/oder Drehregler, mit denen man Werte in einer DAW oder einem Software-Synthesizer steuern kann. Welche Controllerwerte diese senden, lässt sich in der Regel individuell konfigurieren. Einige Keyboards bieten auch vorgefertigte Mappings zur Steuerung bestimmter DAWs oder Software-Synthesizer

Fader bieten sich zuallererst zur Fernsteuerung eines DAW-Mixers an. Mit ihnen kann man die Lautstärke einzelner Spuren am Keyboard kontrollieren, ohne zur Maus greifen zu müssen, was viele Anwender bevorzugen. Oftmals bieten damit ausgestattete Keyboard Controller auch einen oder mehrere Buttons zum Wechsel zwischen mehreren Faderbänken, wodurch man beispielsweise umschalten kann, ob die Fader die Spuren 1-8 oder 9-16 etc. steuern. Darüber hinaus eignen sich Fader als Orgelzugriegel. Für diesen Einsatzzweck sollte man sie idealerweise so konfigurieren können, dass sie umgekehrt arbeiten (Maximalwert unten, Minimalwert oben). Um ein komplettes Drawbar-Set eines Hammond-Klons zu steuern, benötigt man neun Fader.

Bei Drehreglern muss man unterscheiden zwischen Potentiometern (Potis) und Encodern. Potentiometer sind variable Widerstände, die einen festen Regelbereich haben; man kann sie also nicht endlos drehen. Die Elektronik des Keyboards liest ihren Wert aus und wandelt ihn in digitale MIDI-Daten um. Da ein Poti absolute Werte sendet, kommt es ggf. zu Parametersprüngen, wenn der Wert des gesteuerten Parameters nicht mit der Reglerstellung am Keyboard übereinstimmt.

Encoder sind digital arbeitende Drehregler, die keine absoluten, sondern inkrementelle Werte senden. Dreht man den Regler nach rechts, erzeugt der Regler also beispielsweise nicht die Information „Wert = 48“, sondern „Wert +1“. Meistens sind Encoder als Endlosdrehregler ausgeführt und haben den Vorteil, dass sich Parametersprünge vermeiden lassen. Einige Keyboards mit tiefer Software-Integration, welche die bidrektionale MIDI-Kommunikation unterstützen, besitzen Encoder mit LED-Kränzen. In diesem Fall kann der in der Software eingestellte Wert visuell am Keyboard dargestellt werden.

Drehregler eignen sich für beinahe alles, was man bei Software- und Hardware-Klangerzeugern und in DAWs mit MIDI-Daten steuern kann. Die häufigsten Einsatzgebiete sind Panorama- und Aux-Regler eines Mixers, Steuerung diverser Plug-Ins wie EQs, sowie Fernsteuerung der Regler von Software-Synthesizern. 

Welche Funktionen zur DAW-Steuerung bieten Keyboard Controller?

Viele USB/MIDI Keyboard Controller sind mit einer Reihe spezieller Tasten zur Steuerung einer DAW ausgestattet, sodass man Funktionen wie Play, Stop, Record, Spurauswahl, Cycle/Loop, Metronom und ggf. weitere direkt am Keyboard bedienen kann.

Manche Hersteller bieten Keyboards an, deren DAW-Integration noch deutlich darüber hinaus geht. So sind für die Nektar Panorama Controller spezielle Protokolle verfügbar, mit denen der Keyboard Controller tief in die DAWs Cubase, Logic, Bitwig Studio und Reason eingebunden wird. Plug-Ins und Software-Synthesizer lassen sich mit den Bedienelementen des Keyboards komfortabel editieren, wobei die Parameternamen und Werte aus der DAW auf dem Display des Keyboards angezeigt werden. Außerdem bieten die Keyboards einen Motorfader, der dem Wert der jeweils ausgewählten DAW-Spur folgt, sodass keine Wertesprünge zu befürchten sind.

Einige ältere Keyboard Controller, wie das AKAI Advance und das Alesis VX wurden mit der Software „VIP“ ausgeliefert, die Mappings zur Steuerung vieler populärer Software-Synthesizer enthält. Auch hier gilt: Die Parameter und ihre Werte werden im Klartext im Display der Keyboards angezeigt und lassen sich komfortabel bearbeiten. Mit dem CTRL49 bot auch M-Audio ein solches Keyboard an; dieses wurde aber eingestellt, als der Hersteller den inMusic-Verbund verließ.

Native Instruments bieten mit dem Komplete Kontrol eine Reihe von Keyboards an, die speziell auf das hauseigene Software-Paket Komplete zugeschnitten sind. Natürlich kann man auch andere Programme damit steuern; die Integration ist bei der Verwendung von Komplete und auch der NI Maschine Software aber besonders tief.

Was sind Tastaturzonen und wofür braucht man sie?

Einige USB/MIDI Keyboard Controller, die eher den klassischen Masterkeyboard-Gedanken verfolgen, bieten mehrere programmierbare Tastaturzonen. Vor allem größere Keyboards sind damit ausgestattet. Solche Zonen sind wichtig, wenn man das Keyboard live einsetzt und damit einen größeren Gerätepark unabhängig von einem Computer steuern möchte. Für die Nutzung im Studio sind sie in der Regel irrelevant.

Bei der Verwendung eines Keyboard Controllers in Verbindung mit einer DAW ist es oft unerheblich, auf welchem MIDI-Kanal das Keyboard sendet; alle ankommenden MIDI-Daten werden von der DAW erfasst, formatiert und an die jeweils aktive Spur bzw. das aktive Software-Instrument weitergeleitet. Auch, wenn das Keyboard nur zur Steuerung eines einzelnen externen Geräts eingesetzt wird, braucht man keine Tastaturzonen.

Anders sieht es aus, wenn man live spielt und den Keyboard Controllers als Masterkeyboard als zentrale Schaltstelle eines Setups mit mehreren externen MIDI-Klangerzeugern einsetzt. In diesem Fall ist die Einstellung der MIDI-Kanäle und anderer Parameter umso relevanter, damit jeder Klangerzeuger mit den für ihn bestimmten Daten versorgt werden kann. Deshalb bieten viele größere USB/MIDI Keyboard Controller mehrere programmierbare Tastaturzonen. Bei aktuellen, damit ausgestatteten Keyboard Controllern sind vier bis acht Zonen üblich, große Keyboard-Workstations bieten oft noch mehr. Diese Funktion ermöglicht es, für jeden Song ein Preset zu erstellen, in dem das Masterkeyboard in verschiedene Tastaturbereiche aufgeteilt wird, die jeweils einen anderen Sound von einem externen Gerät steuern.

So könnte man zum Beispiel in der linken Tastaturhälfte einen Piano-Sound von einem Soundmodul auf MIDI-Kanal 1 ansteuern, während in der Mitte ein gelayertes String Pad von einem anderen Soundmodul und einem iPad auf den MIDI-Kanälen 2 und 3 erklingt und ganz rechts ein Lead-Sound von einem Desktop-Synthesizer auf MIDI-Kanal 6. Für jede MIDI-Zone lassen sich direkt im Masterkeyboard der Tastaturbereich, der MIDI-Kanal, die Transposition und weitere Parameter einstellen, zum Beispiel ob die Zone auf das Sustainpedal und andere Controller reagieren soll oder nicht.

Außerdem lässt sich für jede Zone ein Programmwechselbefehl programmieren, sodass die angeschlossenen externen Klangerzeuger beim Aufrufen des Presets am Masterkeyboard automatisch auf die gewünschten Sounds eingestellt werden. So kann man komplexe Setups aus mehreren Geräten erstellen, die zentral vom Masterkeyboard gesteuert werden, und muss im Idealfall beim Wechsel zum nächsten Song nur das jeweilige Preset am Keyboard aufrufen, statt alle Sounds der externen Klangerzeuger manuell zu wechseln. Ein solches Setup erfordert viel Planung und Vorbereitung, kann aber auf der Bühne enorm viel Zeit sparen.

Keytars und andere Exoten

Manche Keyboard Controller fallen aus dem Rahmen und eignen sich für ganz spezielle Zwecke. Mit Keytars können Keyboarder wie Gitarristen am Bühnenrand performen. Andere eröffnen mit mehrdimensionalen Tastaturen neue expressive Möglichkeiten.

Die Gattung der Keytars erlebte in den 1980ern einen Höhenflug, als sich Größen wie Jan Hammer und Herbie Hancock damit die ihnen gebührende Aufmerksamkeit verschafften. Auch wenn Modern Talking oder Nena in den 1980er Jahren im TV auftraten, war das Umhängekeyboard oft mit von der Partie. Das Konzept ist einfach: Mit einem Instrument zum Umhängen können Keyboarder ihre Burg verlassen und vorn am Bühnenrand zusammen mit den Gitarristen rocken. Eine Keytar benutzt man nicht, weil es sich darauf besonders gut spielen ließe. Auffallen ist hier die Devise!

Keytars werden meist mit der rechten Hand gespielt, während die linke Hand eine Reihe von Controllern bedient, die am „Hals“ des Keyboards angebracht sind. Oft ist darunter mindestens ein Ribbon-Controller, der sich gut für Gitarren-artige Bendings eignet. 

Heute fristen die Keytars eher ein Nischendasein, aber immerhin gibt es wieder einige Angebote auf dem Markt. Das Alesis Vortex Wireless 2 ist derzeit das einzige reine Controller-Keyboard zum Umhängen und passenderweise mit einer kabellosen MIDI-Schnittstelle ausgestattet. Außerdem verfügt es über einen Beschleunigungssensor, der beim Kippen bzw. Hochziehen des Keyboards Controller-Daten senden kann. Einige Hersteller bieten darüber hinaus Keytars an, die mit einer integrierten Klangerzeugung ausgestattet sind. Sie sind also keine reinen Keyboard Controllers im engeren Sinne. Allerdings kann man auch sie natürlich zum Ansteuern anderer Klangerzeuger verwenden und dabei die Keytar-typischen Bedienelemente einsetzen. Der Roland AX-Edge und der vor einiger Zeit eingestellte Korg RK-100S fallen in diese Kategorie. 

Eine weitere Sonderform sind mehrdimensionale Keyboard Controller. Verschiedene Hersteller bieten inzwischen Keyboard-ähnliche Instrumente an, die die Beschränkungen einer herkömmlichen Klaviatur aufbrechen und neue Möglichkeiten zur expressiven Klangformung eröffnen. Die Konzepte variieren von Hersteller zu Hersteller, das Ziel ist aber immer gleich: Es geht darum, Keyboardern Ausdrucksmöglichkeiten zu bieten, die auf einer herkömmlichen Klaviatur nicht möglich sind.

So lassen sich beispielsweise durch Verschieben des Fingers auf der „Taste“ Klangveränderungen steuern und der Druck auf die Taste wird für jede Taste einzeln analysiert und übertragen (polyphoner Aftertouch). Die Datenübertragung arbeitet oft mit dem MIDI MPE Standard (MIDI Polyphonic Expression), der daher auch von den gesteuerten Synthesizern bzw. Software-Synthesizern unterstützt werden muss, um alle Möglichkeiten eines solchen Controllers nutzen zu können.

In diese exotische Kategorie fallen zum Beispiel die ROLI Seaboard Serie und das Haken Continuum Fingerboard. Auch das kompakte Keith McMillan K-Board verfügt über Sensoren, die die vertikale Position der Finger auf den Tasten auswerten. Eine größere Variante mit mehr Möglichkeiten wurde mit dem K-Board Pro 4 bereits angekündigt.

Wie man erkennen kann, gibt es beim Kauf eines USB/MIDI Keyboard Controllers einiges zu beachten, damit die Wahl am Ende auf ein Gerät fällt, das optimal auf die jeweiligen Anforderungen zugeschnitten ist. Wenn ihr mit den Informationen aus diesem Artikel die eingangs gestellten Fragen für euch beantwortet, wird euch die Wahl hoffentlich deutlich leichter fallen. So könnt ihr aus dem umfangreichen Angebot einige Keyboards herausfiltern, die euren Ansprüchen nahekommen.

Marktübersicht USB/MIDI Keyboard Controller

Wir hoffen, dass euch dieser Artikel einen Überblick über die verschiedenen Kriterien beim Kauf eines USB/MIDI Keyboard Controller geben konnte und vielleicht die eine oder andere Frage im Vorfeld bereits beantwortet wurde. Doch eine bleibt: Welches ist denn nun der beste USB/MIDI Keyboard Controller? Und auf diese Frage gibt es – ihr ahnt es wahrscheinlich bereits – leider keine einfache Antwort. So, wie es jede Menge USB/MIDI Keyboard Controllers mit den verschiedensten Funktionen und unterschiedlichsten Ausführungen gibt, so gibt es auch unzählige verschiedene AnwenderInnen, und jede(r) hat  ganz eigenen Ansprüche. Letztlich führt also kein Weg daran vorbei, ein paar Modelle anzusehen, auszuprobieren und zu vergleichen, bis man den USB/MIDI Keyboard Controller gefunden hat, der den eigenen Vorstellungen, dem Anwendungsbereich und dem verfügbaren Budget entspricht.

Hier haben wir für euch einige beliebte Controller gelistet, um euch einen Startpunkt für eigene Tests zu geben. Wo immer es bereits einen bonedo-Test zu einem Modell gibt, haben wir ihn verlinkt. Alle unsere Testberichte zum Thema USB/MIDI Keyboard Controller findet ihr in unserem Testmarathon.

Wichtig: Diese Auflistung ist keine Rangliste! Die Controller sind nach Herstellern alphabetisch sortiert und nicht nach Qualität oder Preisklasse. Wegen der zum Teil sehr unterschiedlichen Ausstattung und den unterschiedlichen individuellen Anforderungen wäre eine Rangliste nicht aussagekräftig und könnte unmöglich allen Ansprüchen gerecht werden.

Produkt | Bonedo-Testbericht        Produkt bei thomann.de
Akai APC Keys 25        Produktseite auf thomann.de
Akai LPK 25        Produktseite auf thomann.de
Akai LPK 25 wireless        Produktseite auf thomann.de
Akai MPK Mini MK3        Produktseite auf thomann.de
Akai MPK Mini MK3 Black        Produktseite auf thomann.de
Akai MPK Mini MK3 White        Produktseite auf thomann.de
Akai MPK miniplay        Produktseite auf thomann.de
Akai Professional MPK 225        Produktseite auf thomann.de
Akai Professional MPK 249        Produktseite auf thomann.de
Akai Professional MPK 261        Produktseite auf thomann.de
Alesis V mini        Produktseite auf thomann.de
Alesis V25        Produktseite auf thomann.de
Alesis V49        Produktseite auf thomann.de
Alesis V61        Produktseite auf thomann.de
Alesis VI25        Produktseite auf thomann.de
Alesis VI49        Produktseite auf thomann.de
Alesis VI61        Produktseite auf thomann.de
Alesis Vortex Wireless 2        Produktseite auf thomann.de
Alesis Vortex Wireless 2 Red        Produktseite auf thomann.de
Alesis Q49 Keyboard Controller        Produktseite auf thomann.de
Arturia KeyLab 88 MkII        Produktseite auf thomann.de
Arturia KeyLab Essential 49        Produktseite auf thomann.de
Arturia KeyLab Essential 61        Produktseite auf thomann.de
Arturia KeyLab Essential 88        Produktseite auf thomann.de
Arturia KeyLab MkII 49 Black        Produktseite auf thomann.de
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Arturia KeyLab MkII 61 Black        Produktseite auf thomann.de
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Arturia Keystep        Produktseite auf thomann.de
Arturia Keystep Pro        Produktseite auf thomann.de
Arturia MicroLab Black        Produktseite auf thomann.de
Arturia MiniLab MKII        Produktseite auf thomann.de
Kawai PC1        Produktseite auf thomann.de
Korg microKEY 25        Produktseite auf thomann.de
Korg microKEY 37 MkII        Produktseite auf thomann.de
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Korg microKEY Air 25        Produktseite auf thomann.de
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Korg nanoKEY 2 black        Produktseite auf thomann.de
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Korg nanoKEY Studio        Produktseite auf thomann.de
Korg Triton taktile 49        Produktseite auf thomann.de
M-Audio Axiom Air Mini 32        Produktseite auf thomann.de
M-Audio Code 49 Black        Produktseite auf thomann.de
M-Audio Code 61 Black        Produktseite auf thomann.de
M-Audio Hammer 88        Produktseite auf thomann.de
M-Audio Keystation 49 MK3        Produktseite auf thomann.de
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M-Audio Oxygen 49 Mk4        Produktseite auf thomann.de
M-Audio Oxygen 61 Mk4        Produktseite auf thomann.de
Native Instruments Komplete Kontrol A25        Produktseite auf thomann.de
Native Instruments Komplete Kontrol A49        Produktseite auf thomann.de
Native Instruments Komplete Kontrol A61        Produktseite auf thomann.de
Native Instruments Komplete Kontrol M32        Produktseite auf thomann.de
Native Instruments Komplete Kontrol S49 MK2        Produktseite auf thomann.de
Native Instruments Komplete Kontrol S61 MK2        Produktseite auf thomann.de
Native Instruments Komplete Kontrol S88 MK2        Produktseite auf thomann.de
Nektar Impact GX 49        Produktseite auf thomann.de
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Nektar Impact LX49+        Produktseite auf thomann.de
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Nektar SE25        Produktseite auf thomann.de
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Novation 49SL MKIII        Produktseite auf thomann.de
Novation 61SL MKIII        Produktseite auf thomann.de
Novation Impulse 25        Produktseite auf thomann.de
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Novation Launchkey 25 MK3        Produktseite auf thomann.de
Novation Launchkey 37 MK3
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Novation Launchkey 49 MK3        Produktseite auf thomann.de
Novation Launchkey 61 MK3        Produktseite auf thomann.de
Novation Launchkey Mini MK3        Produktseite auf thomann.de
Roland A-300 Pro        Produktseite auf thomann.de
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Roland A-49 White        Produktseite auf thomann.de
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Roland A-800 Pro        Produktseite auf thomann.de
Roland A-88 MKII        Produktseite auf thomann.de
Roli Seaboard Rise 25        Produktseite auf thomann.de
Roli Seaboard Rise 49        Produktseite auf thomann.de
Studiologic SL73 Studio        Produktseite auf thomann.de
Studiologic SL88 Grand        Produktseite auf thomann.de
Studiologic SL88 Studio        Produktseite auf thomann.de
Swissonic EasyKey 25        Produktseite auf thomann.de
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Testmarathon USB/MIDI Keyboard Controller

In unserem Testmarathon findet ihr ausführliche Informationen zu den jeweiligen Keyboard Controllern sowie unsere aktuellen Empfehlungen.

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