Test
5
04.07.2017

Praxis

Der Klang

... ist in meinen Ohren völlig in Ordnung. Der kleine Nuo versetzt mich jetzt nicht in Staunen, aber enttäuscht auch nicht. Schallplatten lassen sich mit dem Gain-Drehknopf ordentlich verstärken, um auch bei älteren Alben genug Lautstärke rauszuholen. Der Sound macht Druck und klingt dabei angenehm transparent. Rauschen oder andere ungewollte Nebengeräusche habe ich nicht wahrgenommen. Bei den Line-Signalen (in diesem Fall digitale Dateien über Traktor) ist mir auch nichts Störendes aufgefallen.Die Master- und Booth-Ausgänge sind jeweils auf 0dbV gepegelt, können aber über Jumper im Inneren des Mixers auf +6dbV „geboostet“ werden.

Die Equalizer

… klingen unaufgeregt und können den Bass, die Mitten und Höhen „killen“, wenn sie ganz nach links gedreht werden. Ich habe nachstehend einige Aufnahmen angefügt, die den Klang der Equalizer hoffentlich ganz gut illustrieren. Die Aufnahmen sind eher leise gemacht, damit genug Spielraum da ist, wenn die Regler komplett im Anschlag sind. Für einen ordentlichen Vergleich habe ich auch darauf verzichtet, die einzelnen Aufnahmen zu normalisieren. Vielen Dank an das Berliner Label Sonic Moiré, die mir gestattet haben, die Vinyl-Single „Journey“ von dem Künstler „Caldera“ für Testzwecke zu verwenden.

Die Haptik der EQs gefällt mir, wie bereits erwähnt, nicht so besonders. Die Knöpfe lassen sich nach meinem Empfinden ein bisschen zu leicht bewegen und fühlen sich deshalb ein wenig wackelig an. Aber am Ende ist das vielleicht nur eine Frage des Geschmacks und der ein oder andere User findet das gut, wie es ist.

Isolator?

Als ich den Mixer das erste Mal angeguckt habe, fielen mir sofort die drei Knöpfe unterhalb der üblichen Equalizer auf. Diese sind als „Isolator“ beschriftet. Wahrscheinlich auch durch den gegenwärtigen Hype um sogenannte „Rotary-Mixer“ beflügelt, waren meine ersten Assoziationen krasse Klangverbiegungen, wie man sie vielleicht schon mal bei DJs wie Derrick May oder Theo Parrish gehört hat (einfach mal bei YouTube checken!).

Ich will an dieser Stelle jetzt gar nicht groß in technische Details über Rotary-Mischer und Isolatoren gehen, sondern nur so viel sagen: Die Erwartungen wurden nicht erfüllt. Die Knöpfe sind im eigentlichen Sinn nämlich nichts anderes als „Kill Switches“, machen also genau das Gleiche, als wenn der entsprechende Equalizer ganz nach links gedreht wird (höre Audiobeispiele). Wenn alle drei Knöpfe gedrückt sind, ist der Sound komplett weg. Das „Killen“ der drei Frequenzbänder funktioniert also sehr zuverlässig.

Die Fader sind gut

… machen einen ordentlichen Eindruck und laden mit den kurzen Wegen regelrecht zum Cutten und Plattenkratzen ein. Wer möchte, kann den Crossfader gegen Eclers Eternal Fader tauschen, doch mir ist der von Werk verbaute gut genug und absolut brauchbar.

2 / 3
.

Verwandte Artikel

User Kommentare