Schrottpresse
Feature
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28.12.2019

Die Zukunft elektronischer Musikinstrumente

Telekom Electronic Beats interviewt die Szene

Eine Dekade geht zu Ende. Der Blick zurück auf das Jahrzehnt wirft gleichzeitig Fragen nach den Entwicklungen im nächsten Jahrzehnt auf. Nach ihrer Meinung zur Zukunft elektronischer Musikinstrumente fragte Telekom Electronic Beats verschiedene Hersteller und Künstler. Deren Antworten werden in einem stimmungsvollen Video zusammengefasst.

„Wir haben sowohl innovative Firmen wie Elektron, Arturia, Novation, Erica Synths, Bastl Instruments und Verbos Electronis als auch Künstler und namenhafte Denker wie Richie Hawtin, Stimming, Henrik Schwarz, Tim Exile und CDMs Peter Kirn nach deren Gedanken zur Entwicklung elektronischer Musik in der Zukunft sowie revolutionären Erwartungen befragt,“ schreibt Telekom Electronic Beats in der Videobeschreibung. Die Online-Plattform versteht sich als Ort des Austauschs, wenn es um elektronische Musik geht. In dem publizierten Video soll die beständig fortdauernde Beliebtheit klassischer analoger Sounds erkundet und der Frage, wieso Produzenten nach all den Jahren immer noch so davon fasziniert sind, nachgegangen werden.

Grundlegend würden alle Instrumente und Klänge schon existieren, äußert sich Richie Hawtin. Vaclav Pelousek (Bastl Instruments) stimmt ihm zu. Die Ressourcen wären vorhanden – die Frage stelle sich nun nach der Art und Weis der Performance damit.

Girts Ozolins (Erica Synths) sieht in den kurzen Herstellungszyklen eine Gefahr der Stagnation. Denn nur wenige große Firmen, welche sich die Investition in Langzeitforschung leisten könnten, könnten dadurch neue innovative Ideen auf den Markt bringen. Auch Mark Verbos (Verbos Electronics) bestätigt diese Anschauung, wünscht sich jedoch neue spannende Produkte anstelle haufenweiser Klons.

Henrik Schwarz sieht eine digitale Zukunft vor sich und stimmt dabei mit Martin Stimming überein. Geht es jedoch um künstliche Intelligenz, ist die Zuversicht nicht ganz so hoch. Weil dieses Gebiet noch eher von Programmierern dominiert würde, vermutet Henrik Schwarz, fehle dem Ganzen der künstlerische Aspekt.

Aber bildet euch selbst eine Meinung. Hier könnt ihr das komplette Video ansehen: 

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