Schrottpresse
Feature
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24.03.2020

Die besten Musikdokumentationen auf Netflix

Wir zeigen unsere Top 5

Ob Rock, Blues oder EDM - bei dieser Auswahl ist für jeden was dabei. Unglaubliche Hintergründe über Tragödien sind genauso Teil wie wunderschöne Erfolgsgeschichten mancher Karrieren. Über all dem steht jedoch die Qualität der Produktionen, die selbst Personen ohne direkten Bezugspunkt fesseln werden. 

FYRE: The Greatest Party That Never Happened

Es sollte die Party des Jahres 2017 werden - Luxusunterkünfte, Top-DJs und das ganze auf einer exklusiven Insel auf den Bahamas. Das und noch viel mehr hat Billy McFarland für sein Fyre-Festival versprochen. Tausende Dollar zahlten die rund 10.000 Ticketkäufer, um dieses einzigartige Event zu besuchen. Der Jungunternehmer wollte mit dem pompösen Festival seine neue Künstlervermittlungsapp „Fyre“ vermarkten. Von Größenwahn getrieben, kündigt Billy Stars an, mit denen es nie Kontakt gab und investierte Millionen in Marketingaktionen, während der Aufbau des Festivals auf der dünn besiedelten Insel kaum vorankam. Diese Dokumentation zeigt nicht nur die chaotischen Stunden um das Festival, sondern gibt Einblicke, wie es jemals so weit kommen konnte.

 

Avicii - True Stories

"Ich habe immer wieder gesagt, dass ich nicht mehr auftreten kann und das mich das umbringt.“

Die tragische Dokumentation über das Leben von Tim Bergling aka „Avicii“ ist nicht nur für Fans aus dem EDM-Bereich sehenswert. Jahrelang wird der Star-DJ sowohl auf seiner Welttournee als auch bei intimeren Momenten begleitet. Dabei zeigt sich schnell, wie schwer sich der introvertierte Schwede mit all dem Erfolg und der damit einhergehenden Aufmerksamkeit zurechtfindet. Um die große Last zu tragen und hunderte Shows auf der ganzen Welt zu spielen, scheint für Tim der Konsum von Alkohol und Tabletten ein Ausweg zu sein. Die physischen und psychischen Gräben die sich durch den Lebensstil des talentierten Musikern festsetzen, scheinen Avicii aber mit der Zeit zu viel zu werden. Trotz zahlreicher Absagen von Shows und einer längeren Auszeit, ist der Weg zurück zur Normalität schwer. Die tragische Geschichte Tims zeigt eindrucksvoll, wie schwer das Leben eines Weltstars sein kann, vor allem wenn die eigene Persönlichkeit nicht dafür geschaffen wurde.

Anmerkung: Die Dokumentation wurde aus dem Netflix Programm in Deutschland genommen, zu sehen ist die Doku aber noch auf Facebook.

 

Devil at the crossroads

Brian Oakes Dokumentation erzählt die Geschichte des legendären Bluesman Robert Johnson. Der US-Amerikaner Johnson galt als durchschnittlicher Gitarrist, ehe er auf einmal für über ein Jahr in den Tiefen Mississippis verschwand. Als er wieder aus dem Nichts auftauchte, ist Johnson plötzlich ein Großmeister der Blues geworden, der selbst seinen eigenen Mentor um längen übertrumpfte. Einer der Mythen besagt, dass Johnson mit dem Teufel einen Packt eingegangen ist und er seine Seele für das Meistern der Gitarre eingetauscht hat. Der Tod im Alter von 27 Jahren ist bis heute nicht geklärt.

 

The Defiant Ones

Diese Dokureihe handelt von der unvergleichlichen Geschichte Dr. Dres und des Musikproduzenten Jimmy Lovine. Der Einfluss der beiden auf die Popkultur lässt sich heute noch verfolgen. Dabei wird sowohl die Geschichte des Aufstiegs Dres vom Gangsterrapper aus Compton zum Weltstar erzählt, als auch die vielen entstandenen Beziehung im Business beleuchtet. Dabei kommen zahlreiche bekannte Persönlichkeiten aus dem Musikgeschäft zu Wort, unter anderem Snoop Dogg, Eminem, Kendrick Lamar und Lady Gaga. Auch bisher unveröffentlichtes Videomaterial aus Studiosessions mit Bruce Springsteen und U2 gibt es in dieser großartigen Dokuserie zu sehen. Über 3 Jahre hat die Produktion letztendlich gedauert, dabei sind 4 Folgen entstanden, die jeweils ca. eine Stunde lang sind.  

 

Rolling thunder revue

Nach über 15 Jahren hat sich der bekannte Regisseur Martin Scorsese erneut an sein Idol Bob Dylan herangewagt und eine zweite Dokumentation gedreht. Der Film fasst dabei Szenen aus Dylans Leben, neuen Interviews und unzähligen Archivaufnahmen zusammen. Dabei werden erstmals Szenen aus der legendären Tour 1975-1976 gezeigt, von der bisher nur viel zu lesen war. Neben vielen bekannten Weggefährten wie Sam Shepard und Allen Ginsberg kommt auch Bob Dylan selbst zu Wort. Nach über zehn Jahren tritt Dylan wieder vor die Kamera und gibt ein Interview, mit der ein oder anderen Überraschung. 

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