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Robert Plant: “Led Zeppelin befriedigt meine Bedürfnisse nicht mehr wirklich”

In einem Interview mit LA Times wiederholte Robert Plant, dass er kaum ein Interesse habe, wieder mit der Band aufzutreten. Pläne habe er auch so schon genug.

© Shutterstock / Sterling Munksgard

Wenn Kiss-Gitarrist Paul Stanley seine Meinung zu Musikern abgibt, dann sollte man zuhören. Kaum jemand kennt die Branche so gut, sowohl auf als auch hinter der Bühne. Auf Social Media teilte er dabei ein Ranking seiner Top Leadsänger aller Zeiten. Den obersten Platz auf dem Podest erhielt dabei niemand geringeres als Robert Plant. Der frühere Leadsänger von Led Zeppelin gab kürzlich der LA Times ein Interview. Darin erzählt er über zukünftige Pläne, seine Liebe zu Vinyl und wie sich seine Stimme entwickelt hat.

“Ich weiß, dass das volle, offene Falsett, das ich 1968 aus dem Hut zaubern konnte, mich durchhielt, bis ich es leid war”, sagt Plant. “Dann wandelte sich diese Art von übertriebener Persönlichkeit der stimmlichen Leistung und ging in eine andere Richtung.” Dann redet Plant über einen Auftritt in Island, bei dem er seine Gesangskünste noch einmal austesten konnte. “Tatsächlich habe ich vor etwa drei Jahren, kurz vor COVID, in Reykjavík, in Island, gespielt. Es war Mittsommernacht und es gab ein Festival, und ich holte meine Band und sagte: ‘OK, lasst uns Immigrant Song spielen.’ Sie hatten ihn noch nie zuvor gespielt. Wir haben einfach losgelegt, und peng – da war es. Ich dachte: ‘Oh, ich hätte nicht gedacht, dass ich das noch kann.'”

Plant braucht keine Übungen für seine Stimme

Dabei achtet er im Vergleich zu anderen Sängern nicht so sehr auf seine Stimme. Von Aufwärmritualen oder Übungen hält er nichts, “Ich gehe einfach raus und singe”, sagt er ganz trocken. Dabei hat er hinter der Bühne schon anderes erlebt. Dann verriet er etwas über die Aufwärmroutine von Def Leppard-Frontmann Joe Elliott: “Ich kenne einen Typen von einer berühmten Band, der hinter der Bühne ein totales Tohuwabohu veranstaltet. Einmal war ich dort hinten und er machte so einen verdammten Krach. Ich fragte: ‘Warum machst du das?’ Er sagte: ‘Ich wärme mich auf.’ Ich sagte: ‘Nun, du wirst nichts mehr haben, wenn du dort ankommst.'”

Und er braucht auch keine ‘Ionic Originals’

Dann wurde Plant zu dem neuen Audioformat ‘Ionic Originals’ von T Bone Burnett befragt. Dieses soll laut dem Gründer ein “Durchbruch der analogen Klangwiedergabe” sein. Im Juli wurde mit ‘Blowin’ In The Wind’ von Bob Dylan die erste offiziell Platte vorgestellt. Bei einer Auktion wechselte sie um stolze 1,7 Millionen Euro den Besitzer. Überzeugt hat ihn das ganze Trara allerdings nicht. “Ich bevorzuge etwas, das knistert und knallt. Es macht mir nichts aus, wenn es klingt, als hätte es früher eine bessere Zeit gehabt. Ich möchte einfach hören, was die Musiker, der Tontechniker und der Produzent zu der Zeit vorhatten.”

Derzeit ist Plant mit Alison Krauss in den USA auf Tournee. Im Oktober folgen Auftritte zusammen mit Saving Grace in Irland und Schottland. Ob er sich ein Comeback mit Led Zeppelin vorstellen könne, negierte er rasch. Der Reiz ist einfach nicht mehr da, auch wenn tausende Fans ihm auf der Bühne zujubeln würden: “Zurück auf die Bühne zu gehen, um eine Art massiven Applaus zu bekommen – das befriedigt nicht wirklich mein Bedürfnis, stimuliert zu werden.”

In diesem Artikel erzählen wir die Geschichten hinter den Bandnamen bekannter Bands wie Led Zeppelin, The Doors und Grateful Dead.

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von Mathias Walter

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