Anzeige

Aktuelle Buchtipps für DJs und Musikfreaks

Der Urlaub steht vor der Tür? Egal, ob ihr am Strand, am See oder im Garten sitzt oder weiterhin zu Hause bleibt und soziale Distanz bewahrt. Ein bisschen Zerstreuung kann nicht schaden – Bücher sind da eine schöne Abwechslung. Und natürlich sollte es dabei um das Thema Musik gehen. Hier ein paar Vorschläge für euch: Das neue Standardwerk über die Geschichte des Hip-Hop in Deutschland, die globale Entwicklung der Electronic Dance Music (EDM), die Erlebnisse von Paul van Dyk nach seinem Unfall und die etwas andere Biografie der Beastie Boys.

Buchtipps_fuer_den_Sommer-Urlaub

Könnt ihr uns hören? Eine Oral History des deutschen Rap 

Das im Februar 2019 erschienene Buch „Könnt ihr uns hören“ hat es bereits zum Spiegel-Bestseller gebracht. Und das nicht ohne Grund. In den O-Tönen der Protagonisten aus der deutschen Hip-Hop- und Rap-Bewegung erzählt, wird dies Geschichte dieser Musik in Deutschland sehr spannend skizziert. Wer sich auch nur halbwegs für das Thema interessiert, muss dieses Buch gelesen haben. Sehr kurzweilig und extrem spannend! Wer lieber eine ähnlich erzählte Geschichtsstunde über Techno in Berlin lesen will, greift zum Buch Klang der Familie. Und wenn ihr noch mehr Lust auf Bücher zum Thema Hip-Hop habt, solltet ihr den Artikel „9 Top Hip-Hop Bücher, die in keiner Sammlung fehlen sollten“ von unserem Autoren DJ Rick Ski lesen, der übrigens auch in „Könnt ihr uns hören?“ zu Wort kommt. 
Davide Brotot und Jan Wehn: „Könnt ihr uns hören? Eine Oral History des deutschen Rap“ ist bei Ullstein erschienen
464 Seiten – ISBN-13: 978-3961010189 – Preis 20 Euro 

Rave On – Eine globale Reise durch die Electronic Dance Music 

Bereits 1997 war Matthew Collin Mitautor des Buchs „Altered State – Im Rausch der Sinne“. Mittlerweile ein Klassiker, der über die Ursprünge der Dance Music berichtet. 30 Jahre nach dem sogenannten „Sommer of Love“ guckt sich der Autor an, wie sich die elektronische Tanzmusik und die Dance-Kultur gewandelt hat. Es gibt Abstecher nach Detroit und Berlin, legt aber mehr den Fokus auf all die Länder, in denen Club-Musik gerade im Aufmarsch und zum Teil auch zum großen Geschäft geworden ist. Egal ob Las Vegas, Shanghai, Südafrika, Frankreich oder die Vereinigten Arabischen Emirate – der Autor berichtet direkt vom Geschehen und verschließt den Blick nicht vor den Schattenseiten. Dabei geht es nicht so sehr um klassische House- oder Techno-Musik, sondern eher um die neuen Stile wie EDM und die entsprechenden Protagonisten. Wer doch lieber mehr über die hiesige Szene und Kultur in einem aktuellen Buch lesen möchte, sollte mal in „Electronic Germany“ hineingucken. 
Matthew Collin: Rave On – Eine globale Reise durch die Electronic Dance Music ist im Hannibal Verlag erschienen.
384 Seiten – ISBN-13: 978-3854456476 – Preis 25 Euro 

The Second Summer of Love: How Dance Music Took Over the World 

Der Beginn der englischen Rave-Kultur Ende der 80er, Anfang der 90er wurde von vielen als der zweite „Summer of Love“ bezeichnet – in Anlehnung an die Hippie-Zeit der 60er in San Francisco. In dem Buch „The Second Summer of Love: How Dance Music Took Over the World“ versucht der Autor und Dance-Music-Promoter Alon Shulman die Geburtsstunde der britischen House- und Acid-Musik festzuhalten. Es beginnt im Jahr 1987, als die vier Freunde Paul Oakenfold, Danny Rampling, Nicky Holloway und Johnny Walker für eine Woche Urlaub auf der Insel Ibiza machen. Die dort gesammelten Erlebnisse verändert das Leben der Freunde für immer. Der mittlerweile als einer der berühmtesten DJs der Welt geltende Paul Oakenfold hat übrigens auch das Vorwort beigesteuert. Neben bisher unveröffentlichten Fotos finden sich in dem Buch auch Gastbeiträge von Carl Cox, Fatboy Slim, Moby, The Prodigy, Boy George und vielen weiteren prägenden Künstlern. 
Alon Shulman: The Second Summer of Love: How Dance Music Took Over the World ist bei John Blake Books erschienen. 
352 Seiten – ISBN-13: 978-1789460759 – Preis 16 Euro  

Im Leben bleiben 

Paul van Dyk, bürgerlich Matthias Paul, ist einer der berühmtesten DJs der Welt. Es gibt nur wenige, die vermutlich so viele Flugmeilen um die Welt gemacht haben. Immer im Rampenlicht, immer auf der Bühne – bis genau dort im Jahr 2016 ein schwerwiegender Unfall geschieht. Doppelter Bruch der Wirbelsäule, Schädel-Hirn-Trauma, Koma, Rollstuhl. Die Ärzte sagen ihm, dass er ein Pflegefall bleibt, ohne Erinnerung an sein früheres Leben. Wie wir wissen, haben sich die Dinge für ihn positiv entwickelt. Paul van Dyk erzählt in diesem Buch wie ihn Optimismus, Motivation und die Liebe zurück ins Leben gebracht haben. 
Paul van Dyk: Im Leben bleiben ist bei Benevento erschienen. 
200 Seiten – ISBN-13: 978-3710900310 – Preis 20 Euro  

Moby: Then It Fell Apart 

Während Paul van Dyk in seiner Biografie über den Sturz von einer Bühne und den Folgen dieses Unfalls schreibt, erzählt Moby von einer ganz anderen Sorte „Absturz“. Bei ihm sind es vor allem Drogen und Alkohol, die besonders nach dem großen Erfolg des Albums „Play“ zum Problem werden. Wer Richard Melville Hall aka. Moby immer für einen langweiligen Saubermann gehalten hat, wird hier jedenfalls eines Besseren belehrt. Der DJ und Musiker berichtet in kleinsten Details von seinem Rock´n´Roll-Lifestyle und hat pünktlich zur Veröffentlichung ganz publikumswirksam von einer Liaison mit einer prominenten Schauspielerin erzählt, die genau diese Geschichte öffentlich dementiert. Über Musik oder deren Entstehung wird es in diesem Buch nicht viel zu erfahren geben, stattdessen über das Seelenleben eines Künstlers, der vom Erfolg überrollt wird. Wer ein Fan von Moby ist, lernt den Mann hier von einer anderen Seite kennen. Am Ende siegt natürlich die Moral. 
Moby: Then It Fell Apart ist bei Faber Social Books erschienen.
320 Seiten – ISBN-13: 978-0571348893 – Preis 24 Euro 

Beastie Boys Buch 

Die Beastie Boys haben 1986 mit „Licensed to Ill“ eines der erfolgreichsten Rap-Alben aller Zeiten hingelegt. Alleine in den USA hat es sich bis 2015 über 10 Millionen Mal verkauft. Die Alben danach bewiesen, dass die Beastie Boys innovative Künstler sind und waren natürlich ebenfalls voll mit Hits. Wer kennt nicht „Sabotage“ oder „Intergalactic“? 2012 verstarb Gruppenmitglied Adam Yauch aka MCA viel zu früh. Seitdem ist die Band Geschichte. Und genau die haben die verbliebenen Mitglieder Michael Diamond und Adam Horovitz aufgeschrieben. Und wie es nun einmal ihr Stil ist, machen sie das auf originelle und erfrischende Art und Weise. Das Buch ist reichlich bebildert, mit Kommentaren von Weggefährten gespickt und enthält sogar Kochrezepte. Wer mehr über die Zeit der frühen 80er in New York und den kometenhaften Aufstieg von ein paar Punks in den Hip-Hop-Olymp lesen will, muss sich diese Lektüre kaufen. Ab dem 24. April zeigt Apple TV übrigens die Beastie Boys Story. Das hier ist das Buch dazu. 
Michael Diamond, Adam Horovitz: Beastie Boys Buch, deutsche Ausgabe ist im Heyne Verlag erschienen.
542 Seiten – ISBN-13: 978-3453272071 – Preis 40 Euro

Hot or Not
?
Buchtipps_fuer_den_Sommer-Urlaub Bild

Wie heiß findest Du diesen Artikel?

flame icon flame icon flame icon flame icon flame icon
Your browser does not support SVG files

von Dirk Behrens

Kommentieren
Kommentare vorhanden
Schreibe den ersten Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Für dich ausgesucht
Techniken und Tipps für den Cross Genre Mix für DJs
DJ / Workshop

Um verschiedene Musik-Stile und damit einhergehende BPM-Turbulenzen ohne holprige Breaks, sondern fließend gemixt zu bekommen, braucht es neben handwerklichen DJ-Geschick vor allem musikalisches Köpfchen, wie euch dieser neue Workshop verrät.

Techniken und Tipps für den Cross Genre Mix für DJs Artikelbild

DJing gleicht der Kochkunst: Damit es vielen Geschmäckern auf dem Dancefloor mundet, serviert der Genre-hoppende DJ ein Potpourri diverser Musik-Stile. Vor allem die Track-Auswahl und deren überlegte Aneinanderreihung, abgerundet von ein paar gekonnten Skills, sorgen für einen harmonischen und dramaturgisch gelungenen Set-Verlauf, was ich euch detailliert erklären möchte:       

9 Software-Tools, die für DJs unverzichtbar sind
DJ / Feature

DJs, egal ob sie analog oder digital auflegen, können sich mit den richtigen Werkzeugen das Leben einfacher machen. Hier stellen wir ein paar Programme vor, die unter diese Kategorie fallen. Einige sind sogar kostenlos!

9 Software-Tools, die für DJs unverzichtbar sind Artikelbild

Mit der richtigen Software kann man sich so einiges leichter machen. Fotos bearbeiten und sortieren, Filme schneiden, Briefe schreiben, Hausaufgaben machen, die Steuern abrechnen und so weiter. Und auch als DJ kann man von der richtigen Software profitieren. Hier geht es nun allerdings nicht um DJ-Apps, mit denen gemixt wird, sondern um das wichtige Drumherum. Mit den Tools in dieser Liste nehmt ihr Mixes, Podcasts oder Tracks auf, editiert und exportiert diese, wandelt bestehende Audiodateien in andere Formate um, lasst euch die Tonarten anzeigen, verseht Musikdateien mit ordentlichen Tags, macht Mashups, räumt eure Datenträger auf und noch viel mehr!

Der „Erste Hilfe Notfallkoffer“ für DJs
DJ / Feature

Als mobiler DJ kann es einem immer mal wieder passieren, dass mitgeführte Kabel nicht mit dem Mixer am Veranstaltungsort kompatibel oder zu kurz sind, spontane Wackelkontakte aufweisen oder das Equipment ausfällt. Wir haben ein Erste-Hilfe-Set zusammengestellt, damit beim DJ-Set so gut wie nichts mehr schiefgehen kann.

Der „Erste Hilfe Notfallkoffer“ für DJs Artikelbild

Notfallkoffer für DJs: Wenn man sich als DJ-Einsteiger betätigt, muss man anfangs wirklich eine Menge lernen, ja Lehrgeld bezahlen und damit meine ich nicht, dass man mal den Dancefloor innerhalb weniger Minuten „leer“ spielt oder unvorbereitet auf „neues" Equipment stößt. Vielmehr sind es die vielen kleinen „Katastrophen“, auf die man sich erst einstellen kann, wenn man sie erlebt hat.

Die besten Grooveboxen 2023 für Liveacts, DJs und Studio
Feature

Die neue Generation an Grooveboxen kann so einiges mehr als ihre Urväter aus den 90er-Jahren. Damit ihr den Überblick behaltet, haben wir für euch die besten Grooveboxen für jedes Budget zusammengestellt.

Die besten Grooveboxen 2023 für Liveacts, DJs und Studio Artikelbild

Als 1996 die MC-303 auf den Markt kam, eine Kombination aus Drummachine, Synthesizern und Hardware-Sequencer, nannte Roland dieses Produkt „Groovebox“ und definierte damit ein neues Musikinstrumentengenre. Viele Jahre lang brachten Roland und andere Firmen wie Yamaha und Korg immer neue „Grooveboxen“ auf den Markt, bis der Preisverfall von Laptops und die Veröffentlichung von Ableton Live im Jahre 2003 den Hype zum Abklingen brachten.

Bonedo YouTube
  • Red Panda Raster V2 Sound Demo (no talking) with Waldorf M
  • Meris LVX Modular Delay System Sound demo (no talking) with Waldorf M
  • Black Corporation Deckard's Dream MK II Sound Demo (no talking)