Test
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20.03.2019

Praxis

Die Vorbereitung

Wurde die Maschine an der Rückseite eingeschaltet und das Pure Groove Fluid in den Vorratsbehälter per Trichter eingefüllt, kann es eigentlich schon losgehen: Die obere Hälfte des kombinierten Reinigungs- und Absaugarms leicht anheben und zur Seite wegdrehen, dabei senkt sich auch der untere Arm. Die Platte darf eingespannt, das heißt, in die Spindel eingeführt werden. Anschließend fixiere ich sie mit der Seal-Klemme. Dann noch ordentlich die Schraube der Klemme festzurren, damit sich die Platte trotz hohem Sog beim Absaugen weiterdreht. 

Die Prozedur

Je nachdem, ob ich den Auto-Knopf einmal, zweimal oder drei Sekunden lang drücke, wählt man einen der drei automatischen Reinigungsmodi. Dabei vibriert – sehr gut an dem hohen Surren zu hören – und rotiert die Platte, das Fluid wird zugleich beidseitig sparsam auf einem Viertel der Plattenfläche aufgetragen, danach gleichmäßig verteilt und anschließend wieder kurz abgesaugt. Je nach Modus wiederholt die Maschine den Wechsel zwischen Fluid auftragen und absaugen unterschiedlich oft. Nur beim fluidsparenden und zeitverkürzten ECO-Modus benetzt die Maschine die gesamte Platte einmalig in einer kompletten Umdrehung mit Flüssigkeit und saugt sie anschließend ab. Das dauert nur 1,1 Minute. Der normale Auto-Modus braucht schon reichlich zwei Minuten, Super Clean nochmals eine Minute mehr. Bei allen Modi ist die abschließende Absaugzeit eine Minute. Danach ist die Platte komplett trocken, ohne optische Rückstände.

Zum Schluss leitet man entstandene elektrostatische Ladungen ab. Dazu wird der obere Arm der Reinigungs- und Absaugeinrichtung wieder geöffnet und nach links gedreht. Anschließend den Antistatik-Arm auf die Platte schwenken und schon dreht sich die Platte erneut, allerdings ohne Vibration.

Double Matrix Autowaschgang

Bei hartnäckigen Fällen oder partiell sehr stark verschmutzen Platten empfiehlt sich die manuelle Reinigung. Per Power-Knopf beginnt die Rotation und Vibration. Mit dem Liquid-Taster kann das Fluid manuell genau richtig dosiert und positioniert aufgetragen werden. Um kritische Stellen auf der Platte mit dem Fluid genau zu treffen, orientiert man sich an der Markierung auf der Seal-Klemme. Die Reinigung verspricht auch mehr Erfolg, wenn nach drei oder vier Umdrehungen die Richtung, mitunter auch mal die Geschwindigkeit geändert wird. Zudem kann man auch mit der Drehgeschwindigkeit experimentieren. Zum Schluss saugt das Gerät per Knopfdruck die Flüssigkeit beliebig lange ab.

Mit dieser Waschmaschine wird die Reinigung regelrecht zum Event. Sehr ästhetisch und präzise macht sie ihr Ding wie keine andere, dazu komplett autonom. Da sie akustisch von den Vibrations- und Absauggeräuschen nicht sehr aufdringlich ist, darf man ihr auch dank ihrer wunderschönen Optik einen Platz im Wohnzimmer einräumen.

Das Ergebnis

Von der Double Matrix Professional SONIC gereinigte Schallplatten können sich wirklich sehen und hören lassen. Keine Spuren oder Rückstände einer Reinigung, sodass unzerkratzte Platten den Near-Mint-Status wiedererlangen. Auch klanglich holt die SONIC aus dem Vinyl das Beste heraus. Knackser durch Staub, Schmutz, Getränkespritzer und statische Ladungen bereinigt die Maschine souverän. Nerviges Hintergrundrauschen wird selbst bei Near-Mint-Platten etwas gedämpft. Aber gegen sichtbare und deutlich hörbare Kratzer ist leider auch dieses technische Wunderwerk machtlos.

Die Pflege

Clearaudio empfiehlt, die Mikrofaserbürsten alle 100 Reinigungen zu wechseln. An die unteren Bürsten des Absaugarms kommt man sehr gut ran: Einfach die Träger am Ende mit dem Finger anheben, herausnehmen, Bürsten abziehen und die neuen draufkleben. Für die oberen Bürsten muss der Absaugarm mit dem Innensechskantschlüssel abgeschraubt und nach oben abgezogen werden

Auch den Auffangbehälter für die abgesaugte Flüssigkeit muss man regelmäßig reinigen. Einfach 250 ml warmes Leitungswasser in das Absaugrohr vom oberen abgeschraubten Arm einfüllen, zwanzig Minuten einwirken und danach über den Schlauch ablaufen lassen.

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