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Audix DP5a Test

Details

Die Mikrofone kommen in einem stabilen, kompakten Alukoffer. Große Erwartungen nach dem Öffnen der Verschlüsse: In dem Koffer befinden sich die fünf, auf der Verpackung angekündigten Mikros sicher in passgenauen Aussparungen eines „Schaumstoffbettes“. Da auch die Oberseite des Koffers mit Noppenschaumstoff verkleidet ist, sitzen die Mikrofone sicher ummantelt im Koffer, sodass das Package durchaus tourtauglich verpackt ist. Was die Mikrofone angeht, so machen sie auf den ersten Blick einen sehr robusten Eindruck. Es fällt ein ungewöhnliches Größenverhältnis auf: Während die Tom-Mikrofone (D2 und D4) ein Stück größer sind als gewöhnliche Clip-Mikrofone, die man von anderen Herstellern kennt (beispielsweise die „Opus“-Reihe von Beyerdynamic oder die „D“-Reihe von AKG), wirkt das Bassdrum-Mikrofon sehr kompakt und lässt die Frage aufkommen, ob es halten kann, was der Hersteller verspricht: nämlich einen voluminösen Bassdrum-Sound mit hohem Bass-Anteil und klar definiertem Attack.
Bei Betrachtung des Tom-Mikrofons D2 kommen Befürchtungen anderer Natur auf: stellt die gewöhnungsbedürftige Schwanenhals-Halterung mit Mikrofon direkt am Fell eines 10“-Toms nicht ein massives Spielhindernis dar? Es wirkt jedoch so stabil, als könnte es den einen oder anderen „Treffer“ ganz gut wegstecken.
Das Snaredrum-Mikrofon i5 erinnert an die Äußerlichkeiten eines Shure SM-57: etwas kompakter, aber genauso stabil.

Fotostrecke: 5 Bilder Die Mikros kommen im soliden Alu-Koffer

Hier ein paar Fakten zu den Mikrofonen:

D6 (Bassdrum-Mikrofon):
Typ: Dynamisch
Kapsel: Niere
Frequenzgang: 30Hz – 15kHz
Impendanz: 200 Ohm
Empfindlichkeit: bei 80 Hz 0,8mV/Pa

D2 (Tom-Mikrofon):
Typ: Dynamisch
Kapsel: Hyperniere
Frequenzgang: 80Hz – 18kHz
Impendanz: 250 Ohm
Empfindlichkeit: bei 1 kHz 1,2mV/Pa

D4 (Stand Tom-Mikrofon):
Typ: Dynamisch
Kapsel: Hyperniere
Frequenzgang: 40Hz – 18kHz
Impendanz: 200 Ohm
Empfindlichkeit: bei 1 kHz 1,4mV/Pa

i5 (Snaredrum-Mikrofon):
Typ: Dynamisch
Kapsel: Niere
Frequenzgang: 50Hz – 16kHz
Impendanz: 150 Ohm
Empfindlichkeit: bei 1 kHz 1,5mV/Pa

Das Schaumstoffbett des Koffers lässt sich leicht herausheben. Darunter befindet sich Platz für alle Halterungen und Klemmen (inklusive einer Ersatzklemme!!!) sowie für Gebrauchsanweisung und Garantieschein. Die Halterungen wirken auf den ersten Blick etwas gewöhnungsbedürftig. Sie bestehen aus je einem Kunststoffteil, das an den Spannreifen der Trommel befestigt wird und einem kurzen Schwanenhals, der dank eines Gewindes innerhalb der Kunststoffhalterung durch Drehen in der Länge, also im Abstand zum Fell variieren kann. Auf den Schwanenhälsen sind mit einem Standard-Gewinde sehr kompakte Mikrofonklemmen geschraubt, die für die dünnen Enden der Mikrofone gefertigt wurden. Man kann auf die Schwanenhälse dank der Standardgröße der Gewinde natürlich auch jede andere Klemme schrauben. Dies ist im Falle des i5 auch notwendig, denn dieses wird mit einer mitgelieferten, ebenfalls passgenauen, aber naturgemäß größeren Klemme befestigt. Für das Bassdrum-Mikrofon liegt lediglich eine der kompakten Klemmen ohne Halterung bei, denn dies muss wie üblich auf ein Bassdrum-Mikrofonstativ geschraubt werden und kann dort durch die kompakte Größe sehr einfach positioniert werden.
Nun machen wir uns an das Montieren der restlichen Halterungen. Vom Prinzip her  sind die Clips sehr leichtgängig und komfortabel. Es tut sich aber ein Problem auf: Die Toms meines Tama Starclassic-Sets sind mit dem Star Mounting-System aufgehängt. Es gelingt nicht, die Mikrofonhalterungen an den Stellen des Rims zu montieren, an denen die Halterung das Tom fixiert. Dies zwingt mich dazu, das Mikro an einer Stelle aufzuhängen, an der es mich – wie ich vermute – beim Spielen behindern wird. Zumindest werde ich beim Spielen Rücksicht nehmen müssen.
Nachdem alle Halterungen montiert und die Mikrofone positioniert sowie verkabelt sind, kann es mit dem Praxistest losgehen.

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Profilbild von Michael Fischer

Michael Fischer sagt:

#1 - 01.08.2011 um 20:11 Uhr

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Zum Thema Platzbedarf:
Schwanenhals etwas höher ziehen und nach außen biegen. Mikros dann genau zwischen Fellmitte und Rand ausrichten (beim Floortom genau in die Mitte). Dann klingt es und Platz zum spielen ist auch. So klingt es jedenfalls grauenhaft - wie ein 129,- Euro no Name Koffer. So nimmt man doch schon gar kein Standtom auf, mit dem Mikro senkrecht genau auf den Rand. Ihr testet hier Drum-Mikros die zu den besten überhaupt gehören und präsentiert das Ganze mit Aufnahmen, die die eher abschreckend klingen. Das ist für Leute die sich informieren wollen schlechter als gar kein Test.

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