Cort GB Short Scale Test

Die GB-Serie von Cort steht für moderne Interpretationen des klassischen Jazz-Bass-Konzepts und bietet mittlerweile zahlreiche Varianten an. Eine kurze Mensur fehlte bislang allerdings noch im Sortiment – und das, obwohl Shortscale-Bässe aktuell einen erstaunlichen Trend erfahren! Mit dem neuen GB Short Scale schließt Cort diese Lücke und bringt einen kompakten Bass auf den Markt, der technisch und optisch nicht (wie so oft) im Vintage-Style, sondern eher modern daherkommt. Die Korpusform erinnert zwar noch an den Jazz Bass, in Sachen Sound setzt Cort jedoch auf einen einzelnen schaltbaren Music-Man-artigen Humbucker, der das Signal an einen aktiven Markbass-Preamp mit Dreiband-EQ schickt. Aber auch bei den Lackierungen beschreitet der Cort GB Short Scale eigene Wege: Mit „Yellow Crush“, „Forest Green“ und „Fandango Purple“ stehen drei ausgesprochen knallig-kräftige Farben zur Auswahl, die auf jeder Bühne definitiv auffallen.

Cort GB Short Scale
Der Cort GB Short Scale im ausgiebigen Test

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Unser Fazit:
4,5 / 5
Pro
  • Druckvoller, erwachsener Sound
  • vielseitige Klangmöglichkeiten dank schaltbarem Humbucker und Markbass-Preamp
  • hoher Spielkomfort
  • gute Verarbeitung
  • attraktiver Preis
Contra
  • deutliches Schnarren der E-Saite beim Testexemplar
  • sehr hoher Output (kann mit Effektgeräten problematisch werden)

Cort GB Short Scale – das Wichtigste in Kürze

  • Shortscale-E-Bass mit 30″-Mensur (762 mm)
  • Pappelkorpus mit Offset-Design
  • geschraubter Hals und Griffbrett aus geröstetem Ahorn
  • 22 Medium-Jumbo-Bünde
  • Cort Powersound Humbucker mit Coil-Switch: seriell, parallel und Singlecoil
  • aktiver Markbass MB-1-Preamp mit 3-Band-EQ
  • „Fandango Purple“-Lackierung
  • Vintage-Brücke und offene Mechaniken

Welchen ersten Eindruck vermittelt der Cort GB Short Scale?

Der deutsche Vertrieb hat uns ein Exemplar des niedlichen Shorties in der ausgesprochen knalligen Farbe „Fandango Purple“ zur Verfügung gestellt, die mich an das Farbschema eines bekannten deutschen Telekommunikationsunternehmens erinnert.

Das ist schon eine sehr selbstbewusste Farbe für einen Bass, aber bei einem so kleinen Instrument geht das schon in Ordnung, wie ich finde – das Instrument sieht einfach „poppig“ aus! Wer es übrigens noch knalliger mag, kann auch zu „Yellow Crush“ greifen. Für Freunde zurückhaltenderer Farben gibt es erfreulicherweise aber auch eine passende Variante: „Forest Green“.

Cort hat bei seinem GB Shortscale-Modell natürlich nicht einfach nur die Mensur verkürzt, sondern auch den Offset-förmigen Korpus der GB-Bässe entsprechend geschrumpft, damit die Proportionen stimmen. Für ein rundum stimmiges Gesamtbild dürfte meiner Meinung nach allerdings auch die Kopfplatte noch etwas kleiner ausfallen. Das ist aber Geschmackssache, denn insgesamt finde ich den kleinen Cort optisch durchaus gelungen und bin mir ziemlich sicher, dass er Fans finden wird.

Cort GB Short Scale
Fotostrecke: 4 Bilder Rein von der Korpusform erinnert …

Welche Hölzer kommen beim Cort GB Short Scale zum Einsatz?

Preislich rangiert der Shorty im Budget-Segment, in dem viele Hersteller auf die Verwendung von Hölzern wie Linde oder Pappel setzen. Aus Letzteren besteht auch der Body unseres Testkandidaten.

Beim Hals und Griffbrett geht es währenddessen klassischer zu: Beide bestehen aus Ahorn – genauer gesagt: geröstetem Ahorn. Die Behandlung verleiht dem Holz einen deutlich dunkleren Farbton, der schon auf den ersten Blick ins Auge fällt und gut mit dem modernen Erscheinungsbild des Basses harmoniert.

Auf dem Griffbrett sitzen 22 Bünde im Jumboformat. Zur Orientierung gibt es schlichte Dot-Marker, sowohl auf der Oberseite als auch an der Griffbrettflanke. Eine praktische Lösung hat Cort ebenfalls von den übrigen Modellen der GB-Serie übernommen: Die Halskrümmung lässt sich bequem über ein Einstellrad am Ende des Griffbretts justieren. Das ist nicht nur komfortabel, sondern erspart auch die Suche nach dem passenden Werkzeug – top! Klasse ist außerdem die Passgenauigkeit des Halses, denn dieser wurde mit fünf Schrauben am Korpus befestigt und sitzt absolut stramm in der Ausfräsung.

Cort GB Short Scale
Fotostrecke: 4 Bilder Der Ahornhals des Cort GB Short Scale wurde …

Welche Hardware besitzt der Cort GB Short Scale?

Die Kopfplatte ist glänzend schwarz lackiert und trägt neben dem prominenten Cort-Schriftzug vier offene Stimmmechaniken. Angesichts des günstigen Preises sollte man hier keine High-End-Hardware erwarten; die Tuner erledigen ihre Sache aber durchaus ordentlich, lassen sich leichtgängig bedienen und halten die Stimmung zuverlässig. Auch an einen Saitenniederhalter für die beiden höheren Saiten hat Cort natürlich gedacht.

Auch bei der Brücke gibt sich Cort eher klassisch: Die Saiten werden von einer einfachen Winkelkonstruktion gehalten, die Einstellmöglichkeiten für Intonation und Saitenlage bietet. Die Saitenabstände betragen – wie bei den meisten Longscale-Bässen – 19 mm, sodass eine Umstellung der gewohnten Spieltechnik nicht erforderlich ist.

Cort GB Short Scale
Fotostrecke: 5 Bilder Die Vintage-Style Tuner erfüllen …

Was für Pickups und welche Elektronik werden beim Cort GB Short Scale verbaut?

Bei den Tonabnehmern hätte man von einem „eingedampften“ GB-Modell eigentlich zwei Singlecoils erwartet, schließlich orientieren sich die großen GB-Modelle konzeptionell am klassischen Jazz Bass. Cort schlägt beim Shorty allerdings eine andere Richtung ein und spendiert dem Modell einen Music-Man-artigen Humbucker mit kräftigen Magneten, der auf den Namen „Powersound Humbucker“ hört. Damit ist die klangliche Grundlage schon einmal eine andere als bei den großen Brüdern. Über einen Coil-Switch lassen sich die Spulen seriell, parallel oder im Singlecoil-Modus mit der vorderen Spule betreiben. Auf diese Weise stehen bereits am Tonabnehmer drei unterschiedliche Klangvarianten zur Verfügung!

Doch damit ist das Thema „Flexibilität“ allerdings noch längst nicht erledigt, denn Cort hat dem Shorty zusätzlich einen Markbass-Preamp vom Typ MB-1 mit Dreiband-Equalizer spendiert. Die Bedienung erfolgt über vier Potis mit großen Dome-Knöpfen: Neben dem Lautstärkeregler stehen separate Regler für Bässe, Mitten und Höhen bereit. Angesichts dieser Ausstattung lässt sich gut erkennen, wohin die klangliche Reise gehen soll: druckvoll-moderne Sounds und vielseitige Möglichkeiten zur Klangformung stehen hier klar im Mittelpunkt.

Für den aktiven Preamp wird natürlich eine 9V-Batterie benötigt. Sie sitzt auf der Rückseite des Basses in einem separaten Batteriefach mit praktischem Klappdeckel und ist damit bei einem nötigen Wechsel schnell erreichbar. Eine Passiv-Option gibt es leider nicht – eine Ersatzbatterie im Gigbag ist daher Pflicht, wenn man beim Gig keine unangenehme Überraschung erleben möchte.

Cort GB Short Scale
Fotostrecke: 5 Bilder Als Tonabnehmer kommt ein Humbucker aus eigener Fertigung …

Wie ist die allgemeine Verarbeitung des Cort GB Short Scale?

Keine Überraschungen gibt es bei der Verarbeitung des kleinen Viersaiters: Cort liefert bekanntermaßen Top-Qualität zu moderaten Preisen, und der Cort GB Short Scale bildet hier definitiv kein Ausnahme. Zugegeben, das einlagige schwarze Pickguard ist vielleicht etwas schlicht, davon abgesehen wirkt der Bass jedoch alles andere als billig – und das bei einem Preis von gerade einmal knapp 350,- Euro.

Cort GB Short Scale
Angesichts des günstigen Preises ist die Verarbeitungsqualität unseres Testbasses sehr gut.

Wie ist das Handling des Cort GB Short Scale?

Als ich mir den Cort GB Short Scale zum ersten Mal umgehängt und eine Weile darauf gespielt habe, hatte ich schnell das Gefühl, einen geschrumpften Jazz Bass in den Händen zu halten. Das ist auch kein Wunder, denn der Korpus orientiert sich hinsichtlich seiner Form und der Shapings an der GB-Serie, also an modernen Jazz-Bässen. Auch das flache c-förmige Halsprofil erinnert an den großen Bruder – nur eben in „kurz“. Kurz gesagt: der kurzmensurige Cort ist ausgesprochen wendig und lässt sich super bequem spielen.

Trotz seiner kompakten Form hängt der kleine Cort stabil am Gurt und fühlt sich keineswegs wie ein Spielzeug an, wozu auch das Gewicht beiträgt: Mein Exemplar wiegt knapp unter 3,7 kg und ist damit nicht unbedingt leichter als ein Longscale-Viersaiter. Die Balance ist zwar nicht perfekt, am Gurt hängt der Bass aber in einer guten Spielposition und bleibt dort auch stabil. Shortscale-Fans muss ich sicher nicht erklären, wie herrlich entspannt sich auf einer 30″-Mensur alle Lagen erreichen lassen. Und beim Cort Shorty geht das dank der modernen Korpusform und des tiefen Cutaways erfreulicherweise auch bis zum höchsten Ton genauso leicht.

Der Hals ist, wie schon angesprochen, relativ flach und misst am Sattel Jazz-Bass-typische 38 mm. Wer Jazz-Bässe gewohnt ist, fühlt sich auf dem flinken Profil also sofort wohl. Außerdem ist der Hals ein regelrechter Handschmeichler und fühlt sich ungemein geschmeidig an. Ein Faktor dabei ist das matte und ziemlich glatte Finish auf der Rückseite, das in dieser Qualität in der Budget-Klasse nicht unbedingt Standard ist. Aber auch andere Details stimmen: Die Griffbrettkanten wurden leicht abgerundet und die Bundenden sehr schön gefeilt, sodass man bei Lagenwechseln von den Bünden wirklich rein gar nichts spürt.

Beim Thema „Bundierung“ gibt es an meinem Exemplar allerdings auch etwas Kritik: Die E-Saite schnarrt nämlich deutlich, weil offenbar ein oder mehrere Bünde nicht optimal abgerichtet wurden. Unspielbar ist der Bass damit zwar nicht, bei mittelstarken Anschlägen rasselt die Saite in der Werkseinstellung aber schon recht deutlich. Das  ist ärgerlich, aber immerhin sollte jeder anständige Händler ein solches Exemplar problemlos umtauschen können.

Cort GB Short Scale
Ein Vorteil aller Shortscale-Bässe ist die mensurbedingte ausgezeichnete Bespielbarkeit – eine gute Saitenlage vorausgesetzt!

Sound: Wie klingt der Cort GB Short Scale?

Spannend wird nun die Frage, was der kleine Cort klanglich zu bieten hat. Mit seinem Music-Man-artigen Humbucker und dem aktiven Markbass-Preamp bringt er jedenfalls einiges mit – schauen wir also, was der GB Short Scale am Verstärker draufhat!

Was mir bereits beim ersten Ton auffällt, ist der extrem hohe Output des Modells. Der kleine Cort lässt tatsächlich alle meine anderen aktiven Bässe locker hinter sich – sogar meinen Music Man Stingray Special. Der Pegel ist derart kräftig, dass man bei einigen Effektgeräten die Lautstärke am Bass zurückregeln sollte, weil es sonst zu Verzerrungen kommen könnte – eine Möglichkeit, den Pegel des Markbass-Preamps intern anzupassen, gibt es leider nicht.

Auch bei meinen Audiobeispielen und insbesondere im seriellen Betrieb der Spulen musste ich den Volumen-Regler am Bass mitunter etwas zurückdrehen. Hier hört ihr den seriellen Betrieb; alle drei EQ-Regler stehen dabei in Mittelstellung, sodass der Sound quasi „flat“ ist:

Audio Samples
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Humbucker-Spulen seriell, EQ flat

Wow, mir gefällt ausgesprochen gut, was ich hier höre: Der kleine Cort liefert einen fetten, warmen Stingray-Sound und klingt dabei sehr modern und „erwachsen“. Klar, ganz so plastisch und knusprig wie ein echter Stingray kommt das Modell nicht rüber, was sicherlich auch mit der Qualität des Pickups zu tun hat. Für einen Bass für deutlich unter 400,- Euro geht das aber völlig in Ordnung, und im Bandmix relativiert sich der Unterschied ohnehin abermals deutlich.

Im parallelen und vor allem im Singlecoil-Betrieb klingt der Bass etwas schlanker und zurückhaltender in den Mitten, was ihm ebenfalls sehr gut zu Gesicht steht. Im nächsten Beispiel läuft der Pickup im Parallelmodus, wobei ich die Bässe am EQ etwas angehoben habe. Im zweiten Clip hört ihr den Singlecoil-Betrieb mit einem stärkeren Bass-Boost und einer zusätzlichen Höhenabsenkung um 50%.

Die Ergebnisse können sich hören lassen und geben einen Eindruck von der klanglichen Flexibilität des Basses. Der Markbass-Preamp passt wirklich hervorragend zum Pickup und zum Bass insgesamt: Der Equalizer ist eher subtiler Natur und lässt sich auch beherzt einsetzen, ohne dass der Ton verfremdet wird oder völlig aus der Spur gerät – hier wurde das Gesamtpaket wirklich toll und praxisgerecht abgestimmt!

Audio Samples
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Humbucker-Spulen parallel, Bass-Boost: 40% Singlecoil, Bass-Boost: 60%, Treble-Cut: 50%
Cort GB Short Scale
Cort GB Short Scale

Für den Slapsound habe ich den Parallelmodus verwendet und einfach Bässe und Höhen voll aufgedreht – et voilà! Natürlich klingt ein Shortscale-Bass nie ganz so crisp und obertonstark wie ein Instrument mit längerer Mensur, aber es knackt schon ganz ordentlich, wie ich finde.

Audio Samples
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Humbucker-Spulen parallel, Bass-Boost: 100%, Treble-Boost: 100%

Bei den nächsten Beispielen habe ich auch den Mittenregler mit ins Spiel gebracht. Für den rockigen Groove waren alle drei Bänder kräftig angehoben und der Pickup lief im Parallelbetrieb. Das zweite Beispiel zeigt einen gescoopten Sound im Singlecoil-Modus: Bässe und Höhen sind weiterhin stark geboostet, während ich die Mitten deutlich zurückgedreht habe. Das Ergebnis sind durchweg praxistaugliche Sounds, die zeigen, dass der EQ im besten Sinne „idiotensicher“ ist:

Audio Samples
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Humbucker-Spulen parallel, Bass-Boost: 100%, Mid-Boost: 80%, Treble-Boost: 80% Singlecoil, Bass-Boost: 80%, Mid-Cut: 40%, Treble-Boost: 100%
Cort GB Short Scale
Mit seinem einzelnen Humbucker ist dieses kleine Bassmodell klanglich flexibler, als man denken könnte!

Zum Schluss gibt es noch ein Beispiel im seriellen Betrieb der Spulen; diesmal mit einer jeweils 50%igen Anhebung der Bässe und Höhen:

Audio Samples
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Humbucker-Spulen seriell, Bass-Boost: 50%, Ttreble-Boost: 50%

Cort GB Short Scale – das sind die Alternativen

FeaturesCort GB Short ScaleSire Marcus Miller U5 ShortSadowsky MetroExpress 21-5
Mensur762 mm (30″)762 mm (30″)584 mm (23″)
ElektronikAktiv, Markbass MB-1, 3-Band-EQPassiv, Volume-/Tone-ReglerPassiv, 2 Volume- und 1 Tone-Regler
Tonabehmer1 Powersound-Humbucker, 3-fach schaltbarMarcus Super Jazz + Super Precision, Singlecoils2 Alnico-5 Single-Coils
KorpusPappelErle, RiegelahorndeckeGeröstete Pappel, geröstete Ahorndecke
Hals + GriffbrettGerösteter Ahorn + gerösteter AhornAhorn + AhornGerösteter Ahorn + gerösteter Ahorn
inklusive Gigbagnein  Neinja
Preis347,- Euro437,- Euro390,- Euro
Cort GB Short Scale – Alternativen

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Cort GB Short Scale – Fazit

Der Cort GB Short Scale hat mich sehr positiv überrascht und mir enorm viel Spaß bereitet! Für knapp 350,- Euro bekommt man hier einen modernen Shortscale-Bass, der nicht nur optisch aus der Reihe tanzt, sondern auch klanglich eine ganze Menge zu bieten hat. Der kräftige Humbucker liefert einen fett-warmen und sehr erwachsenen Sound, und der passend dazu abgestimmte Markbass-Preamp erweitert das Klangspektrum um zahlreiche praxistaugliche Varianten und ist wirklich einfach zu bedienen. Mit dieser Kombination lässt sich der kleine Cort erstaunlich vielseitig einsetzen.

Auch beim Spielkomfort kann der Cort GB Short Scale punkten: Die kurze Mensur, der kompakte Korpus und der geschmeidige Hals machen ihn zu einem ausgesprochen bequemen Begleiter, ohne dass er sich am Gurt wie ein Spielzeug anfühlt.

Auch Verarbeitung und Ausstattung gehen angesichts des günstigen Preises prinzipiell in Ordnung. Ein paar Abstriche muss man allerdings machen: Bei meinem Testexemplar gab es aufgrund einer mangelhaften Bundierung leider deutliches Schnarren auf der E-Saite. Zudem ist der extrem hohe Output des Basses nicht immer ein Vorteil – speziell, wenn man viel mit Effektpedalen arbeitet.

Trotz dieser kleineren Kritikpunkte ist der Cort GB Short Scale ein überzeugendes Angebot für alle, die keinen Vintage-Shorty, sondern einen modern ausgerichteten und klanglich flexiblen Shortscale-Bass suchen, für den sie kein Vermögen ausgeben möchten. Der Bass klingt erwachsen, spielt sich wunderbar bequem und bietet erstaunlich viel fürs Geld!

Cort GB Short Scale
Cort GB Short Scale
  • Technische Spezifikationen:
  • Hersteller: Cort
  • Modell: GB Short Scale
  • Herkunftsland: Indonesien
  • Korpus: Pappel, „Fandango Purple“-Lackierung
  • Hals: Gerösteter Ahorn, geschraubt, Griffbrett aus geröstetem Ahorn, 22 Medium Jumbo, Sattelbreite 38 mm
  • Mensur: 762 mm (30″)
  • Tonabnehmer: Cort Powersound Humbucker, schaltbar (seriell/parallel/Singlecoil)
  • Elektronik: Aktiver Markbass MB-1-Preamp, 3-Band-EQ
  • Hardware: Cort Vintage-Style-Brücke, offene Mechaniken
  • Saiten: Nickel .045 – .105
  • Gewicht: 3650 g
  • Preis: 347,- Euro (Ladenpreis im November 2026)
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