Full Bucket Music hat es schon wieder getan: Die nächste Hardware-Emulation von Björn Arlt ist am Start. Dieses Mal hat er sich einen Synthesizer von Kawai vorgenommen. Man darf gespannt sein.

- Super Sound
- 64 Stimmen
- Wave-Generator und Datei-Import
- 100 Presets
- kein Contra
DETAILS & PRAXIS
Freeware in ihrer reinsten Form
Wer bereits Plugins von Full Bucket Music hat, weiß, wie unbürokratisch der Download bei den Freeware-Tools des Herstellers läuft. Genau wie die die anderen Tools findet ihr auch den FB3 auf der Produktseite. FB gibt es für Windows und macOS sowie in den Formaten CLAP, VST2, VST3, AAX und AU. Zudem findet ihr dort ein zusätzliches Preset-Pack von Kraftraum und ein ausführliches Handbuch in englischer Sprache.
Neu aufgelegtes 80er-Synth-Schmankerl von Kawai
Das kostenlose Plugin Full Bucket Music FB3 emuliert den Kawai K3 beziehungsweise dessen tastenlose Version K3m. Die Idee dazu entstand in einem Gespräch mit Musiker und YouTuber Espen Kraft.

Mit dem K3 baute Kawai in den 80er Jahren seinen ersten hybriden Synthesizer, der einen digitalen 8-Bit-Wave-Generator mit analogen Filtern und Verstärkern kombinierte. Diese interessante Mischung galt es nun für Full Bucket Music detailgetreu einzufangen. Darüber hinaus bildet das Plugin die grundlegende Architektur und den Wave-Editor des Originals ab.
Die 51 Schaltflächen dienen zur Programmwahl, aber auch zum Einstellen der Parameterwerte. Insgesamt wurden 100 Presets implementiert und auf die beiden Patch-Gruppen Internal und Cartridge verteilt, darunter auch originale Factory-Presets. Bis zu 64 Stimmen sind beim FB3 möglich, und die skalierbare Oberfläche passt sich flexibel an.
Klang super, Presets könnten besser sein
Unter den Presets befinden sich schwächere Exemplare, von denen die meisten Factory-Patches sein dürften. Das Digi Piano klingt dafür fantastisch – ein bisschen nach dem Soundtrack eines Films mit Michael J. Fox aus den 80er Jahren. Veredelt habe ich das Preset mit dem Hall des Software-Synths Nakst Integrate, seine Effekte gibt es nämlich auch als eigenständiges FX-Plugin. Auch die Synth-Strings klingen ziemlich hochwertig mit leichtem Lofi-Touch. Es folgt ein klassischer Synth-Brass-Sound, der klanglich ebenfalls keine Wünsche offenlässt. Zum Schluss hört ihr dann noch das Pressure Orchestra.
FAZIT: Full Bucket Music FB3 Test
Für mich gehört Full Bucket Music FB3 zu den besten Hardware-Emulationen des Herstellers. Klanglich überzeugt das Synthesizer-Plugin auf ganzer Linie. Erstaunlich, dass der Programmierer für seine Emulation scheinbar nicht einmal Zugriff auf die originale Hardware hatte. Der Workflow des FB3 ist ein wenig gewöhnungsbedürftig, weil recht authentisch. Die Polyphonie wurde auf ausreichende 64 Stimmen erweitert – 100 Presets sind für den Einstieg ebenfalls mehr als genug. Selbst der Wave-Generator und Datei-Import wurden implementiert. Respekt, Herr Arlt!
Features
- Emuliert Kawai K3/K3m
- Enthält Factory-Patches
- 64 Stimmen
- Hardware kann über Plugin-Interface gesteuert werden
- Wave Generator
- User Wave Import
- Skalierbares GUI
- Für Windows und macOS
- Erhältliche Formate: CLAP, VST2, VST3, AAX und AU
- WEBSEITE: fullbucket.de/music/fb3.html
- PREIS: Full Bucket Music FB3 ist kostenlos























