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Bob Dylan trifft Papst Leo XIV.: Eine besondere Begegnung im Vatikan

Ein etwas außergewöhnliches Treffen im Vatikan sorgt für Aufsehen. Am Mittwoch stattete Folk- und Rockmusiker Bob Dylan Papst Leo XIV. einen Besuch ab. Neben Musik, dem Glauben und einigen Geschenken, geht es bei diesem Treffen insbesondere um die Botschaft für Frieden.

(©Wikimedia Commons: Edgar Beltrán / The Pillar – Raph_PH)

Es sind Bilder, die man nicht alle Tage zu sehen bekommt. Zum einen Papst Leo XIV. in weißer Soutane, zum anderen Bob Dylan in völlig schwarzen Klamotten und tief in einer dunklen Kapuze gehüllt. Es ist ein Moment, in dem zwei völlig unterschiedliche, aber zugleich bedeutende amerikanische Persönlichkeiten aufeinandertreffen. Begleitet wurden beide von Pater Antonio Spadaro, Chefredakteur der La Civiltà Cattolica, der das Zusammentreffen anschließend als bewegende und beinahe historische Erfahrung beschrieb.

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Geschenke und eine gemeinsame Botschaft

Nach der Begrüßung und einem ordentlichen Handschlag, wurden Geschenke zwischen den beiden ausgetauscht. Papst Leo XIV. überreichte dem Musiker hierfür einen Rosenkranz, während Dylan dem Kirchenoberhaupt eine Kopie seiner Autobiographie Chronicles: Volume One überreichte. Anschließend unterhielten sich die beiden ausgiebig, wobei nicht bekannt ist, worüber sie an dem Tag tatsächlich sprachen.

Leo XIV. sorgte bereits im Juli für Aufsehen, da er im Vorwort eines Buches über Krieg und Frieden auf Bob Dylan verwies. Er zitierte dabei aus Dylans Antikriegs- und Protestlied “Go Away You Bomb“, welches im Jahr 1963 entstand, jedoch nie offiziell veröffentlicht wurde. Inmitten des Kalten Krieges schrieb er den Song, um direkt die Aufrüstung, insbesondere Atomwaffen, zu kritisieren. Die Zeilen dienten dem Papst als musikalisch-literarischer Bezug, um sich erneut gegen Aufrüstung und für den Weltfrieden zu schreiben.

(©Wikimedia Commons: Rowland Scherman, National Archives and Records Administration)

Eben hier überschneiden sich die so verschiedenen Lebenswege der beiden Persönlichkeiten. Schon seit den 1960er-Jahren singt Dylan über soziale Ungerechtigkeit, Krieg und gesellschaftliche Probleme. Doch auch Auseinandersetzungen mit Glauben und Moral kehren in seinen Texten stets wieder. Ende der 70er wandte er sich zeitweise dem Christentum zu und veröffentlichte mehrere religiös geprägte Alben. Tatsächlich war dies auch nicht Dylans erstes Treffen mit dem Oberhaupt der katholischen Kirche. Bereits 1997 traf sich der Musiker mit Papst Johannes Paul II. Damals trat Dylan im Rahmen eines katholischen Jugendtreffens auf und spielte seine Musik vor einem Millionenpublikum.

Die schwarze Kapuze und Cap

Auch wenn die politischen und spirituellen Themen sehr bedeutend sind, zog ein völlig anderes Thema die volle Aufmerksamkeit der Medien auf sich. Das außergewöhnliche Auftreten Dylans, in völlig schwarzer Kleidung, stahl dem Papst fast die Show. Einige Leute scherzen, dass die tief ins Gesicht gezogene Kapuze und die Lederhandschuhe eher an einen Sith-Lord aus “Star Wars” erinnern. Der Kontrast zum weißen Robe des Papstes hätte wohl kaum größer sein können.

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Doch dieses Auftreten sollte wohl kaum überraschend sein. Bob Dylan bereits bekannt dafür, dass er sich nicht zu sehr um solche Konventionen kümmert. Auch bei seinen Auftritten, Interviews und Liedern hält er sich selten an die alten Regeln des Showgeschäfts. Doch wie verschieden der Papst und Bob Dylan auch scheinen mögen, beide verbindet eine Überzeugung, dass Frieden keine Selbstverständlichkeit ist.

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