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“Vinyl ist ein Luxusprodukt”: Ableton-Gründer Robert Henke setzt lieber auf CDs

In einem öffentlichen Facebook-Post hat sich Ableton-Gründet Robert Henke für die Compact Disc stark gemacht. Vor allem angesichts der aktuellen Energiekrise und aufgrund von Umweltaspekten ist die CD derzeit die bessere Alternative zur Schallplatte.

© Anna Tarazevich

Die Diskussion zwischen CDs und Vinyl, zwischen digital und analog, ist in etwa so alt wie der Release von Michael Jacksons ‘Thriller’. Unter DJs ist die Debatte schon ziemlich verpönt und die meisten Reaktionen gehen Richtung Augenrollen. Robert Henke geht es aber nicht um irgendwelche “Realness” beim Auflegen oder um die schöne analoge Wärme. Vielmehr bekrittelt er den großen Vinyl-Boom, der aufgrund von Umweltaspekten und aktuellen Krisen nicht mehr zeitgemäß ist.

Dabei betont Robert Henke, dass er ein großer Fan von physischen Musik-Medien ist. Er hat bisher stets für eigene Releases Schallplatten und CDs genutzt und ist kein großer Fan von Streaming. Den Energieverbrauch sieht er beim Streaming auch nicht als unerheblich. Letztlich geht es in der Diskussion aber um die Vorteile von CDs gegenüber Vinyl.

Ökologischer Fußabdruck und technische Überlegenheit

Demnach ist der Produktionsprozess bei Schallplatten einfach viel aufwendiger und kostspieliger, was einerseits am hohen Materialverbrauch und andererseits an der hohen Auslastung der Presswerke liegt. Wenn dann Major-Labels dann auch noch 500.000 Adele-Alben gepresst haben wollen, führt das zu riesigen Staus in den Werken. Aber vor allem der Versand ist bei Platten deutlich problematischer: “Der Versand ist ein großer Teil des Problems und wird es noch mehr werden, wenn die Treibstoffpreise steigen. Die Schifffahrt hat auch ihren ganz eigenen ökologischen Fußabdruck, angefangen bei der notwendigen Infrastruktur. Wir müssen weniger Dinge rund um den Globus transportieren” schreibt Henke auf Facebook.

Auch sonst sieht Henke die CD als besten Kompromiss. Eine CD hält rund 30 Jahre und hat ein “besseres Signal-Rausch-Verhältnis, eine bessere Kanaltrennung und einen besseren Frequenzgang”. Henke hat kein Problem mit Vintage Vinyl-Handel und möchte den ganzen Vinyl-Markt nicht an sich in Frage stellen. Er sieht einfach in der CD das bessere Gesamtpaket, welches zu wenig Anerkennung bekommt. Vinyl ist hingegen ein “Luxusprodukt”, welches gemessen an der Gesamtzahl an Wiedergaben das am wenigsten bedeutende Medium ist. “Compact Disk, du wirst unterschätzt und wirst immer einen Platz in meinem Herzen haben”, schließt Henke den ersten Absatz ab.

In den Kommentaren zu seinem Post schreibt Henke sogar, dass er ein Comeback der CD-ROM-Player kommen sehe. Wenn man bedenkt, wie sehr der Trend seit Jahren komplett weg von CD-Playern geht, eine gewagte These. Erst kürzlich beim Kauf eines PC-Gehäuses musste ich feststellen, dass es kaum noch Modelle mit einem Schacht für ein Laufwerk gibt. Wie seht ihr die Diskussion? Sind Vinyl aufgrund der aktuellen Krisen noch die bessere Alternative zur CD? Oder wird in Zukunft sowieso nur noch gestreamt?

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Cd und Vinyl

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von Mathias Walter

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Profilbild von Eighty/Twenty

Eighty/Twenty sagt:

#1 - 15.07.2022 um 00:13 Uhr

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Wenn die CD denselben Seltenheitsstatus mit Vintage-Faktor erreicht wie Vinyl wird einem Comeback nichts im Wege stehen.

Profilbild von DJ Ronny

DJ Ronny sagt:

#2 - 15.07.2022 um 17:34 Uhr

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Schallplatten ist was für alte Männer, bin selbst einer. Was habe ich mich gefreut, als die CD raus kam. Streaming nutze ich auch. Warum da immer die Energie Rechnung aufgemacht wird verstehe ich nicht. Bei Artikeln die ich dazu gelesen habe, war nie alles mit eingerechnet, was für CD, noch schlimmer LP verbraucht wird, bis sie beim Kunden ist. Ich habe nur noch 5 LP aus Nostalgie und einen billigen Plattenspieler von Dual, der nun schon über 10 Jahre funktioniert. Als DJ arbeite ich seit 1998 mit mp3.

Profilbild von Martin

Martin sagt:

#3 - 17.07.2022 um 14:09 Uhr

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Hauptsache schön eine Laserdisc im Foto anstatt ne CD :D

Profilbild von Luka

Luka sagt:

#4 - 20.07.2022 um 18:38 Uhr

Empfehlungen Icon 0

Ich mag beides, CDs und Vinyl, je nach Musikrichtung und Einsatzzweck. Den Snobismus einiger Vinyl-Liebhaber ("igitt, CDs") finde ich auch Scheiße. In den Anfangsjahren der CD war ich so was von froh, Vidna Obmana, Zoviet France und andere "leisere" und Ambient-Musik endlich sauber und ohne Knistern hören zu können, und das genieße ich auch heute noch. Gitarrenbasierte Rockmusik und Drumfunk/DnB gehört aber meiner Meinung nach auf Vinyl. Ich bin auch kein Freund von Verzichtsideologien. "Luxus" gönne ich mir sonst so gut wie keinen, fahre kein Auto etc. Aber auf Schallplatten zu verzichten bin ich nicht so ohne Weiteres bereit.

    Profilbild von DJ MST

    DJ MST sagt:

    #4.1 - 21.07.2022 um 21:23 Uhr

    Empfehlungen Icon 0

    CDs werden der Schallplatte immer überlegen sein...zumindest was den möglichen Klang betrifft. Eine fein gemasterte Audioquelle, egal ob ruhige Klassik oder bewegender Pop/Rock usw...wird sich auf CD immer brillanter und detailreicher anhören, als auf einer Platte. Dazu und wie auch schon erwähnt, völlig frei von Knacksern, Nebengeräuschen und Rauschen. Es kommt halt auf das verwendete Master an bzw. auch auf das Mastering der CD an sich. Das zu laute und zu tode gemasterte CDs klanglich mit gut gemasterten und sauber gepressten Schallplatten, allerdings auch nicht immer mithalten können, sollte eigentlich auch klar und verständlich sein. Im übrigen und wie ja auch bekannt sein dürfte, ist die Platte ein analoger und die CD halt ein digitaler Tonträger...so haben beide Medien also völlig andere Herstellungsprozesse, obwohl das Master heutzutage und in beiden Fällen, wohl digital ist. Fakt ist aber auch, dass sich analoge Medien einfach "wärmer" anhören, als digitale. Auch analoge Aufnahmen hören sich grundsätzlich "wärmer" an als digitale, sind aber, der analogen Technik entsprechend, nie so perfekt wie digitale. Wer noch ältere CDs besitzt, sollte einmal den Selbstversuch wagen...denn alte CDs, erkennbar am AAD oder auch ADD Symbol, hatten noch analoge Master als Grundlage. Diese Aufnahmen hören sich selbst auf CD noch "warm" an, obwohl das Endmastering bei CD ja immer digital ist. Belohnt wird man dabei auch noch mit einem richtig guten Klang, sofern das analoge Master auch gut geklungen hat. Und wer die Lautstärke heutiger CDs vermisst, Dem sei der Rat gegeben, einfach am Endgerät Etwas lauter zu stellen...denn dann wird man meist mit einem wunderbar klingenden Sound, in dem die Aufnahme noch lebt und leben durfte, sowie mit einer brillanten Dynamik, überzeugt. Das ist es dann vermutlich auch, was letztendlich die Freunde der Schallplatten, weiter an dieses Medium glauben lässt und in den letzten Jahren sogar den Absatz/Umsatz erhöht hat...die Freude am "warmen" Klang. Natürlich ist es auch eine reine Formsache...denn Platten sieht man beim Abspielen und alleine das "Auflegen" ist oder kann sein...ein Erlebnis für sich. Dazu die Bedienung des Tonarms, entweder manuell oder auch vollautomatisch...ist für manch einen Musikliebhaber, alleine schon das Salz in der Suppe. Und was die Haltbarkeit von Platten oder CDs betrifft, so ist es wohl auch eine Frage der Pflege und der Lagerung. Ich selbst besitze Platten noch aus den 1960ern...und selbst diese hören sich noch wunderbar an, sofern man einen Diamanten als Nadel und natürlich nicht den billigen Kristalltonabnehmer, verbaut in den meisten der heutigen Billiglaufwerke, benutzt. Je teurer der Player, desto besser die meist mitgelieferte Nadel und um so besser der Klang...aber das ist auch so eine Glaubensfrage. Denn selbst preiswerte, neue Diamant Player, bringen bereits einen ausreichenden Klang mit, um die alten oder auch neuen Scheiben, gut klingen zu lassen. Ja und was die CDs betrifft, so kann ich auch nur aus meiner Erfahrung sprechen bzw. hier kommentieren, dass ich Silberlinge besitze, welche noch in den Anfängen der CD, also in den 1980er Jahren, hergestellt wurden und also, mittlerweile gut 35 Jahre alt sind. Sie laufen auf sämtlichen Laufwerken noch immer einwandfrei, keine Leseprobleme und auch keine Wiedergabeprobleme. Das CDs also "nur" gut 30 Jahre haltbar sind, halte ich für übertrieben, genauso was die angebliche Alterung von Schallplatten betrifft. Natürlich altern alle Tonträger...aber sich hier genau auf eine exakte Jahreszahl zu berufen, ist wohl wenig Sinnvoll und kann so auch nicht verallgemeinert werden. Tatsache ist aber auch, dass bei analogen Medien wie eben auch den Schallplatten, der Klang im Laufe der Jahrzehte doch Etwas abnimmt...damit sollte man aber Leben können und kann man auch, denn wie heißt es so schön??? Nichts ist für die Ewigkeit...;-)

Profilbild von DJ MST

DJ MST sagt:

#5 - 21.07.2022 um 21:39 Uhr

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Bonedo Suche nach Artikel, Marken & mehr Anzeige Home Magazin Feature “Vinyl ist ein Luxusprodukt”: Ableton-Gründer Robert Henke setzt lieber auf CDs “Vinyl ist ein Luxusprodukt”: Ableton-Gründer Robert Henke setzt lieber auf CDs Mathias Walter 14.07.2022 Leserbewertung 4,0 / 5 Kommentare vorhanden 5 In einem öffentlichen Facebook-Post hat sich Ableton-Gründet Robert Henke für die Compact Disc stark gemacht. Vor allem angesichts der aktuellen Energiekrise und aufgrund von Umweltaspekten ist die CD derzeit die bessere Alternative zur Schallplatte. © Anna Tarazevich Die Diskussion zwischen CDs und Vinyl, zwischen digital und analog, ist in etwa so alt wie der Release von Michael Jacksons ‘Thriller’. Unter DJs ist die Debatte schon ziemlich verpönt und die meisten Reaktionen gehen Richtung Augenrollen. Robert Henke geht es aber nicht um irgendwelche “Realness” beim Auflegen oder um die schöne analoge Wärme. Vielmehr bekrittelt er den großen Vinyl-Boom, der aufgrund von Umweltaspekten und aktuellen Krisen nicht mehr zeitgemäß ist. Anzeige Dabei betont Robert Henke, dass er ein großer Fan von physischen Musik-Medien ist. Er hat bisher stets für eigene Releases Schallplatten und CDs genutzt und ist kein großer Fan von Streaming. Den Energieverbrauch sieht er beim Streaming auch nicht als unerheblich. Letztlich geht es in der Diskussion aber um die Vorteile von CDs gegenüber Vinyl. Ökologischer Fußabdruck und technische Überlegenheit Demnach ist der Produktionsprozess bei Schallplatten einfach viel aufwendiger und kostspieliger, was einerseits am hohen Materialverbrauch und andererseits an der hohen Auslastung der Presswerke liegt. Wenn dann Major-Labels dann auch noch 500.000 Adele-Alben gepresst haben wollen, führt das zu riesigen Staus in den Werken. Aber vor allem der Versand ist bei Platten deutlich problematischer: “Der Versand ist ein großer Teil des Problems und wird es noch mehr werden, wenn die Treibstoffpreise steigen. Die Schifffahrt hat auch ihren ganz eigenen ökologischen Fußabdruck, angefangen bei der notwendigen Infrastruktur. Wir müssen weniger Dinge rund um den Globus transportieren” schreibt Henke auf Facebook. Anzeige Auch sonst sieht Henke die CD als besten Kompromiss. Eine CD hält rund 30 Jahre und hat ein “besseres Signal-Rausch-Verhältnis, eine bessere Kanaltrennung und einen besseren Frequenzgang”. Henke hat kein Problem mit Vintage Vinyl-Handel und möchte den ganzen Vinyl-Markt nicht an sich in Frage stellen. Er sieht einfach in der CD das bessere Gesamtpaket, welches zu wenig Anerkennung bekommt. Vinyl ist hingegen ein “Luxusprodukt”, welches gemessen an der Gesamtzahl an Wiedergaben das am wenigsten bedeutende Medium ist. “Compact Disk, du wirst unterschätzt und wirst immer einen Platz in meinem Herzen haben”, schließt Henke den ersten Absatz ab. Anzeige In den Kommentaren zu seinem Post schreibt Henke sogar, dass er ein Comeback der CD-ROM-Player kommen sehe. Wenn man bedenkt, wie sehr der Trend seit Jahren komplett weg von CD-Playern geht, eine gewagte These. Erst kürzlich beim Kauf eines PC-Gehäuses musste ich feststellen, dass es kaum noch Modelle mit einem Schacht für ein Laufwerk gibt. Wie seht ihr die Diskussion? Sind Vinyl aufgrund der aktuellen Krisen noch die bessere Alternative zur CD? Oder wird in Zukunft sowieso nur noch gestreamt? Schreibt es in die Kommentare! 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Antworten Melden Empfehlen Profilbild von DJ Ronny DJ Ronny sagt: #2 - 15.07.2022 um 17:34 Uhr Empfehlungen Icon 1 Schallplatten ist was für alte Männer, bin selbst einer. Was habe ich mich gefreut, als die CD raus kam. Streaming nutze ich auch. Warum da immer die Energie Rechnung aufgemacht wird verstehe ich nicht. Bei Artikeln die ich dazu gelesen habe, war nie alles mit eingerechnet, was für CD, noch schlimmer LP verbraucht wird, bis sie beim Kunden ist. Ich habe nur noch 5 LP aus Nostalgie und einen billigen Plattenspieler von Dual, der nun schon über 10 Jahre funktioniert. Als DJ arbeite ich seit 1998 mit mp3. Antworten Melden Empfehlen Profilbild von Martin Martin sagt: #3 - 17.07.2022 um 14:09 Uhr Empfehlungen Icon 1 Hauptsache schön eine Laserdisc im Foto anstatt ne CD :D Antworten Melden Empfehlen Profilbild von Luka Luka sagt: #4 - 20.07.2022 um 18:38 Uhr Empfehlungen Icon 0 Ich mag beides, CDs und Vinyl, je nach Musikrichtung und Einsatzzweck. Den Snobismus einiger Vinyl-Liebhaber ("igitt, CDs") finde ich auch Scheiße. In den Anfangsjahren der CD war ich so was von froh, Vidna Obmana, Zoviet France und andere "leisere" und Ambient-Musik endlich sauber und ohne Knistern hören zu können, und das genieße ich auch heute noch. Gitarrenbasierte Rockmusik und Drumfunk/DnB gehört aber meiner Meinung nach auf Vinyl. Ich bin auch kein Freund von Verzichtsideologien. "Luxus" gönne ich mir sonst so gut wie keinen, fahre kein Auto etc. Aber auf Schallplatten zu verzichten bin ich nicht so ohne Weiteres bereit. Antworten Melden Empfehlen Profilbild von DJ MST DJ MST sagt: #4.1 - 21.07.2022 um 21:23 Uhr Empfehlungen Icon 0 CDs werden der Schallplatte immer überlegen sein...zumindest was den möglichen Klang betrifft. Eine fein gemasterte Audioquelle, egal ob ruhige Klassik oder bewegender Pop/Rock usw...wird sich auf CD immer brillanter und detailreicher anhören, als auf einer Platte. Dazu und wie auch schon erwähnt, völlig frei von Knacksern, Nebengeräuschen und Rauschen. Es kommt halt auf das verwendete Master an bzw. auch auf das Mastering der CD an sich. Das zu laute und zu tode gemasterte CDs klanglich mit gut gemasterten und sauber gepressten Schallplatten, allerdings auch nicht immer mithalten können, sollte eigentlich auch klar und verständlich sein. Im übrigen und wie ja auch bekannt sein dürfte, ist die Platte ein analoger und die CD halt ein digitaler Tonträger...so haben beide Medien also völlig andere Herstellungsprozesse, obwohl das Master heutzutage und in beiden Fällen, wohl digital ist. Fakt ist aber auch, dass sich analoge Medien einfach "wärmer" anhören, als digitale. Auch analoge Aufnahmen hören sich grundsätzlich "wärmer" an als digitale, sind aber, der analogen Technik entsprechend, nie so perfekt wie digitale. Wer noch ältere CDs besitzt, sollte einmal den Selbstversuch wagen...denn alte CDs, erkennbar am AAD oder auch ADD Symbol, hatten noch analoge Master als Grundlage. Diese Aufnahmen hören sich selbst auf CD noch "warm" an, obwohl das Endmastering bei CD ja immer digital ist. Belohnt wird man dabei auch noch mit einem richtig guten Klang, sofern das analoge Master auch gut geklungen hat. Und wer die Lautstärke heutiger CDs vermisst, Dem sei der Rat gegeben, einfach am Endgerät Etwas lauter zu stellen...denn dann wird man meist mit einem wunderbar klingenden Sound, in dem die Aufnahme noch lebt und leben durfte, sowie mit einer brillanten Dynamik, überzeugt. Das ist es dann vermutlich auch, was letztendlich die Freunde der Schallplatten, weiter an dieses Medium glauben lässt und in den letzten Jahren sogar den Absatz/Umsatz erhöht hat...die Freude am "warmen" Klang. Natürlich ist es auch eine reine Formsache...denn Platten sieht man beim Abspielen und alleine das "Auflegen" ist oder kann sein...ein Erlebnis für sich. Dazu die Bedienung des Tonarms, entweder manuell oder auch vollautomatisch...ist für manch einen Musikliebhaber, alleine schon das Salz in der Suppe. Und was die Haltbarkeit von Platten oder CDs betrifft, so ist es wohl auch eine Frage der Pflege und der Lagerung. Ich selbst besitze Platten noch aus den 1960ern...und selbst diese hören sich noch wunderbar an, sofern man einen Diamanten als Nadel und natürlich nicht den billigen Kristalltonabnehmer, verbaut in den meisten der heutigen Billiglaufwerke, benutzt. Je teurer der Player, desto besser die meist mitgelieferte Nadel und um so besser der Klang...aber das ist auch so eine Glaubensfrage. Denn selbst preiswerte, neue Diamant Player, bringen bereits einen ausreichenden Klang mit, um die alten oder auch neuen Scheiben, gut klingen zu lassen. Ja und was die CDs betrifft, so kann ich auch nur aus meiner Erfahrung sprechen bzw. hier kommentieren, dass ich Silberlinge besitze, welche noch in den Anfängen der CD, also in den 1980er Jahren, hergestellt wurden und also, mittlerweile gut 35 Jahre alt sind. Sie laufen auf sämtlichen Laufwerken noch immer einwandfrei, keine Leseprobleme und auch keine Wiedergabeprobleme. Das CDs also "nur" gut 30 Jahre haltbar sind, halte ich für übertrieben, genauso was die angebliche Alterung von Schallplatten betrifft. Natürlich altern alle Tonträger...aber sich hier genau auf eine exakte Jahreszahl zu berufen, ist wohl wenig Sinnvoll und kann so auch nicht verallgemeinert werden. Tatsache ist aber auch, dass bei analogen Medien wie eben auch den Schallplatten, der Klang im Laufe der Jahrzehte doch Etwas abnimmt...damit sollte man aber Leben können und kann man auch, denn wie heißt es so schön??? Nichts ist für die Ewigkeit...;-)

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