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Top Synthesizersounds der Musikgeschichte

Welche sind eigentlich die bislang bekanntesten Synthesizersounds der Musikgeschichte, von welchem Instrument stammen sie und wer hat sie verwendet? Nach mehr als 50 Jahren Synthesizer-Geschichte ist es Zeit für eine Zwischenbilanz. Dazu haben wir einmal unsere persönlichen Sound-Favoriten aus der Pop- und Filmmusik zusammengestellt. Dabei war die Entscheidung gar nicht so leicht, denn immerhin ist die Frage nach den besten Synthesizersounds der Musikgeschichte eine subjektive Frage. Und jeder Hörer hat logischerweise seine eigenen Favoriten. Dennoch, es gibt einige Synthesizerklänge, die aufgrund ihrer Einzigartigkeit und ihres Einflusses auf die Musikgeschichte als besonders bedeutend gelten.

Feature: Top Synthesizersounds der Musikgeschichte. (Quelle: Michael Geisel)
Feature: Top Synthesizersounds der Musikgeschichte. (Quelle: Michael Geisel)

Seit mehr als fünf Dekaden hat der Sound des Synthesizers die Musikgeschichte geprägt. Von seiner Erfindung in den 60er Jahren, über experimentellen Progressive-Rock der 70er, 80er Jahre Pop, 90s Dance bis hin zur Filmmusik. Dabei haben die vielen Synthesizer-Modelle und deren unterschiedliche Syntheseformen immer wieder neue kreative Ideen hervorgebracht. Und damit auch die Art, wie man Musik komponiert, stark beeinflusst.

Bekannteste Synthesizersounds der Musikgeschichte

Inhalte
  1. „Blade Runner Brass“ aus dem Film Blade Runner von Vangelis
  2. „Jump“-Sound aus dem gleichnamigen Song von Van Halen
  3. „Take On Me“-Melodie aus dem gleichnamigen Song von a-ha
  4. „Beat It“ Synclavier-Sound von Michael Jackson
  5. Intro-Sound aus dem Song „Running Up That Hill“ von Kate Bush
  6. Orchestra Hit aus dem Song „Finesse“ von Bruno Mars
  7. Synth-Brass aus dem Song „Final Countdown“ von Europe
  8. Don’t You Want Me“-Sound aus dem Song von The Human League
  9. „House-Orgel“ aus dem Song „Show Me Love“ von Robin S
  10. Leadsound aus dem Song „Lucky Man“ von Emerson, Lake & Palmer
  11. „Tom Sawyer“-Sound aus dem Song von Rush
  12. „Axel F“-Sound von Harold Faltermeyer aus Beverly Hills Cop
  13. Pizzicato-Sound aus dem Titel „Orinoco Flow“ von Enya
  14. Korg M1 Piano aus dem Song „I’ve Been Thinking About You“ von Londonbeat
  15. Funk-Brass Sound aus dem Song „1999“ von Prince
  16. „Shakuhachi“ aus dem Song „Sledgehammer“ von Peter Gabriel
  17. Melltron-Sound aus dem Song „Strawberry Fields“ der Beatles
  18. „ARR1“ Vocal Sample aus dem Song „Shout“ von Tears For Fears

„Blade Runner Brass“ aus dem Film Blade Runner von Vangelis

Der Yamaha CS80 aus dem Jahre 1976 war übrigens das Hauptinstrument, welches die Filmmusik zu Blade Runner geprägt hat. Komponiert wurde sie von keinem geringeren als Vangelis, der den Soundtrack zu Ridley Scotts Meisterwerk tatsächlich live am Synthesizer eingespielt hat.

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„Jump“-Sound aus dem gleichnamigen Song von Van Halen

Mit dem Jump-Sound hat Van Halen ein Synthesizer-Riff geprägt, das Musikgeschichte geschrieben hat. Auch der verwendete Sound ist ein echter Klassiker und stammt aus dem Oberheim OB-Xa, gespielt von Eddie Van Halen. Dabei handelt es sich um zwei überlagerte Sägezahn-Wellen, die ganz leicht gegeneinander verstimmt sind.

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„Take On Me“-Melodie aus dem gleichnamigen Song von a-ha

Nachdem der kanadische Künstler The Weeknd die Sounds von a-ha wieder auferstehen lassen hatte, ist es an der Zeit dem Original Tribut zu zollen. Schließlich wurde die charakteristische Melodie der norwegischen Gruppe a-ha aus dem Song „Take On Me“ auf einem Roland Juno-60 gespielt. 

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„Beat It“ Synclavier-Sound von Michael Jackson

Jeder kennt den fetten Intro-Sound aus Michael Jackson’s Hit „Beat It“. Tatsächlich stammt dieser Musikgeschichte schreibende Synthesizersound aus dem Synclavier II. Diesen Sound kann man genau in dieser Form auch auf der Demo „The Incredible Sounds Of Synclavier II“ von Denny Jaeger hören.

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Intro-Sound aus dem Song „Running Up That Hill“ von Kate Bush

Erzählungen nach hatte Kate Bush einen Fairlight CMI für etwa 18.000 britische Pfund erworben. Den Song „Running Up That Hill“ schrieb sie allerdings nur mit zwei Instrumenten: dem Fairlight CMI und der Linn Drum. Das charakteristische Sample aus dem Intro verhalf dem Song dabei zu einem großen Erfolg. Erneut an die Chartspitze verhalf die Serie „Stranger Things“, welche den Song in ihren Soundtrack aufnahm.

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Orchestra Hit aus dem Song „Finesse“ von Bruno Mars

Der ursprüngliche Orchester-Hit ist ein Sample namens „ORCH5“ aus dem Fairlight CMI. Der Ursprung dieses Samples geht auf eine Aufnahme der „Firebird Suite“ von Igor Stravinsky zurück. Deren abschließender „Abschlag“ wurde später gesampelt und ist aus der Popmusik nicht mehr wegzudenken. Wird das Sample schneller abgespielt, klingt die Tonhöhe nicht nur höher, sondern auch deutlich perkussiver. Bekannt wurde das Sample nicht nur durch unzählige Hiphop-Titel, sondern auch durch erfolgreiche Popsongs wie „Owner Of A Lonely Heart“ von Yes, „Love Don’t Cost A Thing“ von Jennifer Lopez und „Finesse“ von Bruno Mars.

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Synth-Brass aus dem Song „Final Countdown“ von Europe

Nicht selten wurde versucht, echte Instrumente mit einem Synthesizer nachzubilden. Dazu gehört auch der Synthesizer-Brass, der aus einer Kombination von Roland JX-8P und Yamaha TX816 entstand und die Fanfare aus dem Song „Final Countdown“ zu einem unvergesslichen Hit machte. Ein Klassiker unter den Synthesizersounds der Musikgeschichte.

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Don’t You Want Me“-Sound aus dem Song von The Human League

Neben der durchgehend programmierten Basslinie kennt man die charakteristischen Synthesizersounds aus dem Refrain des Songs. Dabei stammen fast alle Riffs aus „Don’t You Want Me“ aus dem Roland Jupiter-4

.  

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„House-Orgel“ aus dem Song „Show Me Love“ von Robin S

Manchmal muss man einfach mutig sein und einen Klang in einem völlig neuen Kontext verwenden. Folglich wurde der klassische Hammond-Orgel-Sound mit 3rd Harmonic Percussion zu dem Stilelement, das dem Song „Show Me Love“ seinen Wiedererkennungswert gibt.

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Leadsound aus dem Song „Lucky Man“ von Emerson, Lake & Palmer

Einer der frühesten Leadsounds mit dem Synthesizer ging als Solo-Sound in die Musikgeschichte ein. Hören kann man ihn übrigens mit dem Titel „Lucky Man“ aus dem Jahre 1970. Vermutlich handelt es sich hierbei um einen Moog Minimoog. Keith Emerson hat das Solo sogar in einem Take eingespielt – sehr wahrscheinlich auch mit einem Moog Minimoog.

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„Tom Sawyer“-Sound aus dem Song von Rush

Charakteristischer geht es kaum noch, denn der prägnante Synthesizer-Sweep mit hoher Filter-Resonanz im Intro des Songs „Tom Sawyer“ von Rush stammt aus dem Oberheim OB-X. Geddy Lee, der Sänger der Band, experimentierte während dieser Zeit ausgiebig mit diesem Synthesizer. 

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„Axel F“-Sound von Harold Faltermeyer aus Beverly Hills Cop

Wenn es um berühmte und unverkennbare Synthesizersounds der Musikgeschichte geht, dann darf der Song „Axel F“ keinesfalls fehlen. Komponiert wurde der Titel von Harold Faltermeyer, welcher mit sechs Synthesizern arbeitete und die Hauptmelodie mit dem Roland Jupiter-8 einspielte.

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Pizzicato-Sound aus dem Titel „Orinoco Flow“ von Enya

Die 80er und 90er Jahre waren eine Hochzeit für kultige Synthesizersounds und solche stammen beispielsweise aus dem Roland D-50 Synthesizer. Letzterer war gewissermaßen Rolands Antwort auf den erfolgreichen Yamaha DX7. Schließlich verfügte der D-50 über nicht minder prägnante Presets wie das häufig verwendete „Pizzagogo“. Besonders bekannt wurde dieser Sound übrigens durch Enyas Hit „Orinoco Flow“. Natürlich mit einer ordentlichen Portion Hall, damit es in die Klangwelt des „New Age“ passt. Nebenbei bemerkt: Derselbe Sound ist aber auch im Intro von Queen „The Miracle“ zu hören.

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Korg M1 Piano aus dem Song „I’ve Been Thinking About You“ von Londonbeat

Noch ein Sound-Klassiker aus den 80er Jahren stammt aus der Korg M1 Music Workstation, welche zwischen 1988 und 1994 hergestellt wurde. Das Attack-reiche Piano-Sample war in dieser Zeit auf unzähligen House-Produktionen zu hören – meist allerdings in einem punktierten Achtel-Groove.

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Funk-Brass Sound aus dem Song „1999“ von Prince

Die typischen Synthesizersounds von Prince aus dieser Zeit stammen mit großer Wahrscheinlichkeit von einem Oberheim Synthesizer. Neben zwei oktavierten Wellenformen ist dort deutlich ein LFO zu hören, der für die leichte Tonhöhenmodulation sorgt. Gerade solche Funk-Sounds leben auch von der richtigen Spielweise, die man beispielsweise über die Velocity sowie Pitchbender und Modulationsrad sehr gut beeinflussen kann.

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„Shakuhachi“ aus dem Song „Sledgehammer“ von Peter Gabriel

Auch dieser Synthesizersound prägt die Musikgeschichte – das Shakuhachi-Sample aus dem Fairlight CMI. Die Shakuhachi ist eine japanische Bambusflöte, deren charakteristischer Sound dem Titel Sledgehammer eine unverkennbare Note verliehen hat. Der besondere Sound im Intro dieses Songs rührt übrigens daher, dass das Sample in einem Arpeggio – bestehend aus einem Sus4-Akkord – gespielt wird.

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Melltron-Sound aus dem Song „Strawberry Fields“ der Beatles

Ein weiterer unverkennbarer Sound stammt aus dem Mellotron, bei dem pro Taste ein Tonband abgespielt wird. Hiermit haben die Beatles das legendäre Intro des Songs „Strawberry Fields“ eingespielt. Im folgenden Video demonstriert Paul McCartney, wie man das Mellotron unter anderem einsetzen kann.

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„ARR1“ Vocal Sample aus dem Song „Shout“ von Tears For Fears

Ein weiterer sehr bekannter Synthesizersound stammt nebenher wieder aus dem Fairlight CMI und hört auf den Namen ARR1. Bekannt geworden ist er durch den Song „Shout“ von Tears For Fears, oder eben zusammen mit einem gelayerten Sound im „Crockett’s Theme“ von Jan Hammer.

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Im anschließenden Video erklärt Paolo von Synthmania, wie der Original-Sound aus dem Song „Crockett’s Theme“ von Jan Hammer zustande kommt. Hier vermischen sich ein Pluck-Sound aus dem DX7 zusammen mit dem ARR1-Sample.

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Zum Schluss

Diese Synthesizersounds haben nicht nur Musikgeschichte geschrieben, sondern wurden auch oft in anderen Songs und Produktionen zitiert und wiederverwendet. Einige der genannten Synthesizer, wie der Roland D50 oder der Yamaha DX7 waren zudem Bestseller, wodurch man sie in sehr vielen Produktionen eingesetzt hat. Schon deshalb sind sie auch in unzähligen Songs zu hören. Heute bietet der Markt von sehr vielen bekannten Synthesizern auch Sample-Libraries oder virtuelle Emulationen, die man beispielsweise per Software im Computer oder in Samplern verwenden kann. Darüber hinaus existieren viele gute Dokumentationen, die die Entstehung dieser Sounds und auch die Geschichte hinter den vielen Synthesizer-Pionieren dokumentieren. Eine kleine YouTube-Recherche lohnt sich auf jeden Fall!

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