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Tolles Zeitzeugnis: Jaco Pastorius spielt Jimi Hendrix (1986)

Dass der legendäre Jaco Pastorius (1951 – 1987) in seinen Basssoli gerne den nicht minder genialen Jimi Hendrix zitierte, ist kein Geheimnis. Bruchstücke von Hendrix-Songs wie “Third Stone From The Sun” hatten stets einen Platz in den ausschweifenden Soli des wohl größten Innovators des elektrischen Basses. In diesem Video von 1986 seht ihr, wie Pastorius Teile des Klassikers “Purple Haze” mit seinem eigenen unverwechselbaren Stil verwebt!

(Bildquelle: www.youtube.com/watch?v=xYE-tm8UBSM)
(Bildquelle: www.youtube.com/watch?v=xYE-tm8UBSM)

Der Clip entstammt der Dokumentation “Brian Melvin’s Reflections: On Music & Friendship with Jaco Pastorius” des US-amerikanischen Schlagzeugers Brian Melvin. Melvin arbeitete bereits mit Jazzgrößen wie Joe Henderson, Mike Stern, John Scofield, Michael Brecker, Randy Brecker, Toots Thielemans oder Richard Bona zusammen und war ein guter Freund des 1987 verstorbenen Jaco Pastorius. Auf vier (zum Teil erst nach dem Tode Pastorius’) veröffentlichten Alben sind die beiden Musiker als tightes Rhythmusgespann zu hören.
Anlässlich des 60. Geburtstages von Jaco Pastorius brachte Melvin seine Dokumentation heraus. Darin gibt es haufenweise interessante, lustige und traurige Anekdoten sowie selten zuvor gesehene Live-Mitschnitte von Pastorius. Eine Promoversion des 1,5-stündigen Films gibt es sogar auf YouTube zu sehen.

Als Jaco-Fan finde ich es vor allem schön zu sehen, wie Pastorius “Purple Haze” mit seinem ganz eigenen Stil zu einer hochinteressanten Mischung werden lässt. Hier wird nicht bloß eine Melodie nachgespielt, es finden sich ebenso die typischen Staccato-Funk-Sechzehntelfiguren und Bebop-artige Solophrasen, für die der viel zu früh aus dem Leben gerissene Ausnahmebassist so bekannt war!
Außerdem ist zu bedenken, dass Pastorius zur Zeit der Entstehung dieses Clips nur noch ein gutes Jahr bis zu seinem gewaltsamen Tode bleiben sollte. Folglich wurde der Mitschnitt gefilmt, als er bereits stark von seiner Krankheit gezeichnet und daher nicht mehr auf dem Höhepunkt seines eigenen Spiels war. Die Genialität der Basslegende spricht für mich dennoch aus jeder Note!
Viel Spaß mit dem Clip!

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von Lars Lehmann

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