Lakland Skyline 55-02 Deluxe SMT VIB Test

Die US-Company Lakland zählt seit den 1990er-Jahren zu den festen Größen auf dem Bassmarkt. Während die US-Serie bis heute in der eigenen Werkstatt in Chicago entsteht, richtet sich die 2001 eingeführte Skyline-Serie durch die Fertigung in Indonesien an preisbewusstere Bassleute – die Qualitätskontrolle sowie das finale Setup erfolgen jedoch nach wie vor im Lakland-Headquarter. Eines der beliebtesten Lakland-Modelle ist ohne Frage der 55-94 mit seinem J-Style-Tonabnehmer am Hals mit einem Humbucker an der Brücke, dessen Spulen sich per Dreiwegschalter auswählen lassen. Zusammen mit der aktiven Elektronik deckt der Fünfsaiter damit ein breites Klangspektrum ab und vereint mehrere legendäre Bassklassiker in einem Instrument. In diesem Test untersuchen wir einen Lakland Skyline 55-02 in der Deluxe-Variante mit schicker Spalted-Maple-Decke, einer „Violet Burst“-Lackierung und goldfarbener Hardware.

Lakland Skyline 55-02 Deluxe Bass
Schicker Fünfsaiter: Der Lakland Skyline 55-02 Deluxe Bass im ausgiebigen Test

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Unser Fazit:
4 / 5
Pro
  • enorme klangliche Vielseitigkeit
  • hervorragende Bespielbarkeit
  • exzellente Plek-Bundabrichtung
  • geringes Gewicht für einen aktiven 35“-Fünfsaiter
  • attraktive Optik
  • insgesamt ordentliche Verarbeitung
Contra
  • großer Lautstärkeunterschied zwischen Aktiv- und Passivbetrieb
  • etwas kopflastig
  • leichte Verarbeitungsschwächen (Hals, Potiknöpfe)

Lakland Skyline 55-02 Deluxe SMT VIB – das Wichtigste in Kürze

  • Fünfsaiter mit 35“-Mensur
  • Korpus aus Esche mit Top aus Spalted Maple
  • „Violet Burst“-Hochglanzlackierung
  • Ahornhals mit Ahorngriffbrett
  • geplekte Bundierung mit 22 Neusilber-Bünden
  • Lakland LH55 Dual Coil und Lakland LH55 Quad Coil Soapbar, Spulenschalter (alle, vorn, hinten)
  • aktive Lakland LH3 3-Band-Elektronik mit optionalem Passivbetrieb
  • goldfarbige Hardware, Hipshot Ultralite Mechaniken, Lakland Dual Acces Brücke
  • Saiten: D’Addario EXL170-5 .045 -.130
  • Made in Indonesia

Welchen ersten Eindruck vermittelt der Lakland Skyline 55-02 Deluxe?

Beim Deluxe-Modell zieht Lakland optisch gleich mehrere einige Register: Gegenüber der Standardversion wirkt der Bass deutlich edler und macht mit seiner exklusiven Ausstattung so richtig was her!

Unser Testmodell trägt eine attraktive Decke aus Spalted Maple, deren markante Maserung unter der „Violet Burst“-Hochglanzlackierung eindrucksvoll zur Geltung kommt. Komplettiert wird der Boutique-Look durch eine goldene Hardware-Ausstattung. Der geneigte Edelbass-Connaisseur kommt optisch also ohne Frage auf seine Kosten!

Bei den übrigen Spezifikationen geht es dagegen klassisch zu: Der Korpus besteht aus Esche, während der fünffach verschraubte Ahornhals mit einem Ahorngriffbrett mit seinen 22 Neusilber-Bünden und schwarzen Dots auf dem Griffbrett und der Halsflanke kombiniert wird.

Zur Bundierung muss man noch ergänzen, dass der deutsche Vertrieb W-Distribution die in Fernost hergestellten Skyline-Bässe noch zusätzlich mit einer Plek-Maschine bearbeitet. Man kann sich daher darauf verlassen, dass alle Bünde genauso akkurat abgerichtet sind wie bei den kostspieligen USA-Versionen von Lakland – ein toller Service des deutschen Vertriebes aus dem sächsischen Vogtland!

Im Gegensatz zum hochglänzend lackierten Korpus besitzt der Hals lediglich eine matte Versiegelung, was für eine angenehm natürliche Haptik sorgen soll. Der Sattel besteht aus Delrin – einem hochwertigen, verschleißfesten Kunststoff mit guten Gleiteigenschaften – und führt die Saiten zur klassisch gestalteten Kopfplatte mit Lakland-Skyline-Schriftzug.

Lakland Skyline 55-02 Deluxe Bass
Fotostrecke: 4 Bilder Was für ein schicker Bass:

Welche Hardware kommt beim Lakland Skyline 55-02 Deluxe  zum Einsatz?

Am Headstock sitzen die leichten Stimmmechaniken aus dem Hause Hipshot. Vermutlich handelt es sich dabei um die lizenzierten Fernost-Modelle, die qualitativ den amerikanischen Modellen kaum hinterher stehen. Für den nötigen Auflagedruck auf den Sattel sorgt ein Saitenniederhalter, der alle fünf Saiten erfasst.

Am Korpus werden die Saiten von der sogenannten Lakland Dual Access Bridge gehalten. Im Grunde handelt es sich um eine klassische Winkelkonstruktion mit Einstellmöglichkeiten für Intonation und Saitenlage, die allerdings ausgesprochen massiv und solide ausgeführt ist. Als zeitgemäßes Feature bietet die Brücke zudem eine String-Through-Body-Option, sodass die Saiten wahlweise auch durch den Korpus geführt werden können. Die Saitenabstände sind nicht verstellbar und betragen 19 mm – das wohl am weitesten verbreitete Fünfsaiter-Spacing, mit dem die meisten Bassleute gut klarkommen dürften.

Lakland Skyline 55-02 Deluxe Bass
Fotostrecke: 6 Bilder Die Bünde unseres Testasses wurden hervorragend abgerichtet!

Welche Pickups und welche Elektronik beherbergt der Lakland Skyline 55-02 Deluxe?

Damit wären wir beim wohl markantesten Merkmal der Lakland 55-02-Bässe angekommen: der Tonabnehmer- und Elektronikausstattung, die konsequent auf größtmögliche klangliche Flexibilität ausgelegt ist und komplett aus eigener Fertigung stammt.

Die Pickup-Bestückung setzt sich aus einem Lakland LH55 Dual Coil in der Halsposition sowie einem Lakland LH55 Quad Coil Soapbar an der Brücke zusammen. Damit ist allerdings noch nicht Schluss, denn der Stegtonabnehmer bietet gleich mehrere Betriebsarten, die über einen Dreiwegschalter angewählt werden. In der Mittelstellung arbeiten alle vier Spulen, in den beiden äußeren Schalterpositionen jeweils nur die beiden linken beziehungsweise rechten Spulen.

Für die Verstärkung und Klangbearbeitung sorgt schließlich Laklands aktiver LH3-Preamp mit Dreiband-EQ. Entsprechend stehen Regler für Lautstärke, Tonabnehmerbalance sowie Bässe, Mitten und Höhen zur Verfügung. Der als Push/Pull-Schalter ausgelegte Volume-Regler ermöglicht zudem den Wechsel in den Passivbetrieb, sodass sich der 55-02 bei Bedarf auch ohne Batterie spielen lässt. Für den aktiven Betrieb wird hingegen eine 9-Volt-Batterie benötigt, die in einem separaten Klappfach auf der Rückseite untergebracht ist.

Lakland Skyline 55-02 Deluxe Bass
Fotostrecke: 6 Bilder Blick auf die beiden Pickups, die …

Was ist zum generellen Fertigungsniveau des Lakland Skyline aus Indonesien zu sagen?

Die Verarbeitungsqualität meines Testbasses aus Fernost bewegt sich insgesamt auf einem durchaus hohen Niveau. Der Hals sitzt absolut spielfrei in der Halstasche, die geplekte Bundierung ist erwartungsgemäß hervorragend abgerichtet, und auch an der Hochglanzlackierung gibt es nichts auszusetzen. Lediglich die matte Versiegelung auf der Halsrückseite weist einige kleinere Unebenheiten auf, die ich beim Spielen durchaus als störend empfinde. Ob diese vom Holz oder von der Versiegelung selbst stammen, kann ich nicht wirklich sagen.

Natürlich ließe sich dieses Thema mit wenigen Handgriffen und etwas feinem Schleifpapier auf eigene Faust beheben. Bei einem Budget-Bass wäre das durchaus noch tolerierbar, in dieser Preisklasse möchte ich aber eigentlich nicht selbst Hand anlegen müssen.

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Potiknöpfe aus Gummi: Zum einen sitzen diese auf den sehr kurzen Potiachsen teilweise nicht besonders fest. Das macht sich vor allem beim Ziehen des Push/Pull-Volume-Reglers meines Testbasses bemerkbar, bei dem sich wirklich jedes mal der Knopf löst, während der Bass aktiv bleibt. Zum anderen habe ich bei mehreren älteren 55-02-Modellen beobachtet, dass dieses Poti-Material mit der Zeit etwas klebrig wird und Schmutz regelrecht anzieht. Hier könnte Lakland meiner Meinung nach gerne mal nachbessern. Klar ist aber natürlich auch: Gravierende Mängel sind dies logischerweise nicht!

Lakland Skyline 55-02 Deluxe Bass
FAST perfekt: Rainer WInd gab unserem Testbass “leichte Abzüge in der B-Note”.

Wie ist das Handling des Lakland Skyline 55-02 Deluxe?

Leichte Bässe sind nach wie vor in der Szene angesagt, und mein Testexemplar gehört ganz klar in diese Kategorie: Mit gerade einmal 3850 Gramm Gewicht bringt der Lakland für einen ausgewachsenen Fünfsaiter mit 35″-Mensur, zwei Tonabnehmern und aktiver Elektronik erfreulich wenig auf die Waage.

Wie so oft erkauft man sich das geringe Gewicht allerdings mit einer leichten Kopflastigkeit. Die Hipshot-Mechaniken helfen zwar dabei – ganz eliminieren können sie die dezente Tendenz der Kopfplatte in Richtung Fußboden aber dann doch nicht. Wirklich dramatisch fällt das jedoch nicht aus: Mit einem guten Gurt hängt der 55-02 immerhin relativ stabil, lediglich im Sitzen muss der Hals mit der linken Hand etwas in Position gehalten werden, was auf Dauer anstrengend werden kann.

Ansonsten gibt es beim Spielkomfort tatsächlich kaum etwas auszusetzen. Der Hals wirkt trotz der 35″-Mensur keineswegs klobig oder unhandlich, auch wenn er nicht zu den schmalsten Fünfsaiter-Hälsen zählt. Vor allem die tiefen Lagen sind überraschend mühelos zu erreichen – man hat hier zu keiner Zeit das Gefühl, sich übermäßig strecken zu müssen, wie es bei manchen anderen 35-Zöllern durchaus der Fall ist.

Dank des großzügigen Cutaways sind darüber hinaus die höchsten Lagen bis zum 22. Bund problemlos erreichbar. Weniger gut gefallen haben mir die bereits erwähnten kleinen Unebenheiten auf der Halsrückseite. Mit ein paar zusätzlichen Schleifdurchgängen würde sich der Hals schlicht noch etwas geschmeidiger anfühlen – zumal die Bundenden sehr sauber verrundet wurden. Apropos Bundierung: Die ist wirklich erstklassig! Dazu trägt sicherlich auch bei, dass jeder Lakland Skyline im Warwick-Headquarter in Markneukirchen durch die Plek-Maschine gejagt wird.

Mein Testbass war bereits ab Werk sehr komfortabel eingestellt und spielte sich ausgesprochen leicht. Wer es besonders sportlich mag, kann die Saiten sogar noch etwas tiefer legen, ohne störendes Schnarren in Kauf nehmen zu müssen – 1,5mm – 2mm von der G- zur H-Saite macht der Bass absolut entspannt mit. „Hut ab“ daher an Warwick für die extra Plek-Behandlung der Lakland-Bässe!

Lakland Skyline 55-02 Deluxe Bass
Die äußerst penible Bundabrichtung dank PLEK-Bearbeitung kann sich wirklich sehen lassen!

Sound: Wie klingt der Lakland Skyline 55-02 Deluxe?

Mindestens genauso spannend ist nun die Frage, ob der Lakland Skyline 55-02 seinem Ruf als bassistisches „Schweizer Taschenmesser“ gerecht wird – hören wir also gleich mal rein! Bei einem Bass mit optionalem Passivbetrieb starte ich traditionell exakt dort. Zunächst hören wir also den Fünfsaiter passiv mit dem Balance-Regler in der Mittelstellung und schalten anschließend nacheinander durch die drei Betriebsarten des Stegtonabnehmers: alle vier Spulen, lediglich die inneren beiden, sowie nur die beiden äußeren.

Eines wird hier sofort klar: Der Lakland 55-02 liefert unabhängig von der gewählten Verschaltung einen ausgesprochen vollen, ausgewogenen und vielseitigen Grundsound. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Modi sind deutlich hörbar. Mit allen vier Spulen des Bridge-Pickups klingt der Bass aufgrund der kräftigen Mitten am vollsten und wärmsten, ohne dabei den Hals-Pickup zu dominieren. Die inneren Spulen verleihen dem Sound eine drahtig-offenere Note, die klar in Richtung Jazz Bass geht.

Mit den äußeren Spulen rückt der Klang wieder etwas näher an den Quad-Coil-Modus heran. Dieser wirkt etwas gedeckter und weniger offen, gleichzeitig aber auch schlanker und knochiger. Unterm Strich sind alle drei Varianten absolut praxisrelevant und decken ein breites Spektrum ab, mit dem man sich in den unterschiedlichsten Bands problemlos zuhause fühlt. Und was ist mit der H-Saite? Die ist absolut überzeugend und liefert klar definierte Töne mit solidem Fundament.

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Passiv, beide PU: alle Spulen / äußere Spulen / innere Spulen
Lakland Skyline 55-02 Deluxe Bass
Die traditionelle Schraubhals-Konstruktion sorgt für einen satten Growl, der sich im Bandkontext gut durchsetzt!

Noch mehr Sounds im Passivbetrieb erntet man, wenn die beiden Pickups solo verwendet werden. Der Halstonabnehmer liefert einen etwas geradlinigeren, weniger komplexen Sound mit leichten Preci-Vibes und schöner Transparenz.

Den Stegtonabnehmer hört ihr anschließend mit den äußeren beiden Spulen. Die sitzen ungefähr sechs Zentimeter vor der Brücke – ähnlich wie beim 60’s Jazz Bass – und liefern damit ausreichend tiefe Frequenzen, damit der Sound auch im Bandkontext genügend Tragfähigkeit besitzt. Brummgeräusche waren beim Lakland 55-02 übrigens zu keiner Zeit ein Thema, unabhängig von der gewählten Spulenverschaltung oder davon, ob beide oder nur ein Pickup aktiv waren.

Audio Samples
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Passiv, Neck-PU Passiv, Bridge-PU, äußere Spulen
Lakland Skyline 55-02 Deluxe Bass
Lakland Skyline 55-02 Deluxe

Nun wechseln wir mal in den Aktivbetrieb und hören uns an, was der LH3-Preamp klanglich zu bieten hat. Zunächst fällt dabei ein enormer Lautstärkesprung gegenüber dem Passivbetrieb auf – so deutlich, dass man während eines Gigs nicht einfach zwischen beiden Modi wechseln sollte, ohne das Signallevel am Verstärker deutlich nachzuregeln.

Bei vielen aktiven Bässen lässt sich die Ausgangslautstärke des Preamps bekanntlich über ein kleines Trimmpoti im Elektronikfach an den Passivbetrieb anpassen. Auch der LH3-Preamp besitzt einen solchen internen Trim-Regler. Eine Angleichung der Lautstärke zwischen Aktiv- und Passivbetrieb gelang mir damit bei meinem Testbass allerdings nicht, denn der Regler lässt sich scheinbar endlos in beide Richtungen drehen. Zwar verändert sich dabei die Ausgangslautstärke des Basses, der deutliche Lautstärkeunterschied zwischen Aktiv- und Passivbetrieb bleibt jedoch bestehen. Woran das liegt, konnte ich leider nicht herausfinden. Auch im Internet fand ich keine Dokumentation, die dieses Verhalten schlüssig erklärt. Schade!

Auf der Warwick-Website wird der Regler übrigens als Input Trim Control bezeichnet. Möglicherweise erklärt das auch, warum sich zwar die Ausgangslautstärke verändert, der Lautstärkeunterschied zwischen Aktiv- und Passivbetrieb aber bestehen bleibt. Ganz sicher lässt sich das anhand der verfügbaren Informationen allerdings nicht sagen.

Lakland Skyline 55-02 Deluxe Bass
Lakland Skyline 55-02 Deluxe

Davon abgesehen bereitet der Preamp – oder besser gesagt der Equalizer – allerdings jede Menge Freude und liefert durchweg überzeugende Ergebnisse. Als erstes hört ihr einen knackigen Slapsound, für den ich die Bässe auf etwa 60 Prozent und die Höhen auf rund 90 Prozent angehoben habe. Beim Stegtonabnehmer arbeiten dabei die äußeren beiden Spulen.

Der EQ sorgt für ein sattes Bassfundament und klare Höhen, ohne dabei unangenehme Nebeneffekte zu produzieren. Dabei darf man ruhig durchaus beherzt an den Reglern drehen: Selbst bei maximalen Anhebungen bleibt der Sound zu jeder Zeit ausgewogen und gerät nie aus der Spur. Das macht den LH3 ausgesprochen anwenderfreundlich!

Beim zweiten Beispiel arbeitet der Steg-Pickup im Quad-Coil-Modus, zusätzlich habe ich die Mitten angehoben. Das verleiht dem Sound spürbar mehr Präsenz und Durchsetzungskraft. Die Mittenfrequenz lässt sich übrigens über kleine DIP-Schalter im Elektronikfach umschalten. Zur Wahl stehen hier 275 Hz, 600 Hz, 900 Hz und 1100 Hz. Ab Werk ist der Preamp auf 600 Hz eingestellt – eine Frequenz, die ich im Praxistest als ausgesprochen sinnvoll empfunden habe, sodass ich keinen Anlass sah, daran etwas zu ändern.

Audio Samples
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Beide PU, Bridge: äußere Spulen, Bass-Boost: 60%, Treble-Boost: 90% Beide PU, Bridge: alle Spulen, Bass-Boost: 40%, Mid-Boost: 70%, Treble-Boost: 80%
Lakland Skyline 55-02 Deluxe Bass
Klanglich ist der 55-02 ungemein vielseitig und bringt einige Reminiszenzen an verschiedene Bass-Klassiker.

Als Nächstes hört ihr den Stegtonabnehmer im Quad-Coil-Modus mit kräftig angehobenen Bässen und Höhen. Hier kommen dezente Stingray-Vibes auf. Der Lakland klingt allerdings längst nicht so bissig wie das Original, zumal der Pickup auch nicht an dessen typischer traditioneller Position sitzt. Das schmälert den Spaß allerdings keineswegs – heraus kommt ein wunderbar knurriger Sound von erstklassiger Qualität! Anschließend wird es deutlich traditioneller: Mit komplett zurückgenommenen Höhen sowie angehobenen Bässen und Mitten liefert der Halstonabnehmer einen angenehm warmen Vintage-Sound.

Audio Samples
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Bridge-PU, alle Spulen, Bass-Boost: 70%, Treble-Boost: 100% Neck-PU, Bass-Boost: 50%, Mid-Boost: 50%, Treble-Cut: 100%
Lakland Skyline 55-02 Deluxe Bass
Lakland Skyline 55-02 Deluxe

Zum Abschluss habe ich noch einen spezielleren Sound für euch, den ich aber ziemlich cool finde: Hier sind beide Pickups aktiv, beim Stegtonabnehmer arbeiten die inneren beiden Spulen. Mit leicht geboosteten Bässen, voll aufgedrehten Höhen und dezent abgesenkten Mitten entsteht auf diese Weise ein wunderbar sonorer, leicht gescoopter Sound. Viel Spaß mit dem Groove!

Audio Samples
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Beide PU, Bridge: innere Spulen, Bass-Boost: 30%, Mid-Cut: 20%, Treble-Boost: 100%

Lakland Skyline 55-02 Deluxe SMT VIB – das sind die Alternativen

FeaturesLakland Skyline 55-02 Deluxe SMT VIBSandberg California II TM5 MN BKBSadowsky MetroExp21 Vintage MJ5 RM SGR
Mensur35“34“34“
Elektronikaktive Lakland LH3 3-Band Elektronik, aktiv /passivSandberg 2-Band EQ, aktiv/passiv2-Band EQ, aktiv/passiv
Tonabehmer1 x Delano J-Style und 1 x Delano M-style Humbucker, Spulenschalter (alle, vorn, hinten)  1 Delano J-Style und 1 Delano M-style Humbucker  passiver brummfreier Sadowsky J-Style (Mitte) und passiver Sadowsky Quad Coil Alnico V Humbucker (Steg), 3-Wege Kippschalter für seriell / parallel / Single Coil
KorpusEsche, Spalte Maple DeckeEscheOkoume
HalsGeschraubt, Ahorn mit AhorngriffbrettGeschraubt, Ahorn mit Ahorngriffbrettgeschraubt, Hals und Griffbrett aus geröstetem Ahorn
inklusive GigbagNein  ja, Sandberg Gigbagja, Sadowsky Portabag
Preis1.990,- Euro1.999,- Euro1.199,- Euro
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Lakland Skyline 55-02 Deluxe 5 SMT VIB Bisher keine Kundenbewertung verfügbar
Sandberg California II TM5 MN BKB
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Kundenbewertung:
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Lakland Skyline 55-02 Deluxe Bass
Lakland Skyline 55 02 Deluxe

Lakland Skyline 55-02 Deluxe SMT VIB – Fazit

Mit dem Skyline 55-02 Deluxe schickt Lakland einen Bass ins Rennen, der seinem Ruf als klangliches „Schweizer Taschenmesser“ weitgehend gerecht wird. Er ersetzt zwar weder einen echten Stingray oder sonst einen der Bass-Klassiker vollends, das war aber auch niemals wirklich sein Anspruch. Stattdessen liefert der Fünfsaiter eine beeindruckende Bandbreite eigenständiger und vor allem absolut praxisgerechter Sounds in bester Qualität, die hier und da durchaus an die bewährten Klassiker erinnern.

Hinzu kommen ein hoher Spielkomfort trotz extralanger Mensur, die hervorragende Plek-Bundierung, und nicht zuletzt eine attraktive Optik mit waschechtem Boutique-Charakter. Für mich spielt der Lakland seine größten Stärken im Bandkontext aus, wo er sich als verlässliches und solides Arbeitgerät für Bassleute präsentiert, die mit nur einem Instrument möglichst viele stilistische Anforderungen abdecken möchten.

Ganz ohne Kritik bleibt mein Testbass allerdings nicht: Die kleinen Unebenheiten im Halsfinish wollen nicht ganz zum ansonsten sehr hohen Qualitätsniveau passen, die leichte Kopflastigkeit ist je nach Spielweise spürbar, und die gummierten Regler wirken für mich wenig hochwertig und sitzen zudem zu locker auf ihren Achsen. Auch der deutliche Lautstärkesprung zwischen Aktiv- und Passivbetrieb ist im bassistischen Alltag in meinen Augen nicht ideal. Wirkliche Showstopper sind das jedoch nicht, weshalb ich letztendlich nur einen Punkt in der Wertung abziehe. Unterm Strich überzeugt mich der Lakland Skyline 55-02 Deluxe mit seinem schlüssigen Gesamtkonzept aus hoher Flexibilität, überzeugender Bespielbarkeit und durchweg professionellen Sounds. Der aufgerufene Preis geht dafür meiner Meinung nach absolut in Ordnung!

Lakland Skyline 55-02 Deluxe Bass
Lakland Skyline 55 02 Deluxe
  • Technische Spezifikationen:
  • Hersteller: Lakland
  • Modell: Skyline 55-02 Deluxe SMT VIB
  • Herstellungsland: Indonesien
  • Mensur 35“
  • Korpus: Esche, Spalted Maple Top, „Violet Burst“-Hochglanzlackierung
  • Hals: geschraubt, Ahorn, Ahorngriffbrett, 22 Neusilber-Bünde, schwarze Dots, Delrin Sattel, geplekt
  • Tonabnehmer: 1x Lakland LH55 Dual Coil (Hals) und 1 x Lakland LH55 Quad Coil Soapbar (Steg), Spulenschalter (alle, vorn, hinten)
  • Elektronik: aktive Lakland LH3 3-Band Elektronik, aktiv /passiv
  • Hardware: Hipshot Ultralites Mechaniken, Lakland Dual Acces Brücke, Gold
  • Saiten: Daddario EXL170-5 .045 – .130
  • Zubehör: Einstellschlüssel
  • Gewicht: 3,85 kg
  • Ladenpreis: 1990,- Euro (Ladenpreis im September 2026)
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  • Lakland Skyline 55-02 Deluxe - what a sound!!! :-O
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