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Gitarre lernen als Erwachsener: Die 5 besten Tipps – Bonedo

Gitarre lernen hat in Deutschland eine gewisse Tradition. Es ist üblich, seine Kinder schon sehr früh in die Musikschule zu schicken, wo sie dann im Gitarrensektor oft mit der klassischen Gitarre an das Instrument herangeführt werden. Hatte man rückblickend diese Chance nicht – aus welchen Gründen auch immer -, beschleichen viele Erwachsene Hemmungen, diesen Schritt noch einmal zu versuchen.

(Bild: © shutterstock / Von: Giulio_Fornasar)
Auch als Erwachsener kann man noch Gitarre lernen
(Bild: © shutterstock / Von: Giulio_Fornasar)


Hinzu kommen die Selbstzweifel: “Macht das jetzt noch Sinn?”, “In meinem Alter bringt das doch nichts mehr”, “Erwachsene werden doch sowieso nicht aufgenommen” und diverse mehr. Aber alle diese Bedenken sind vollkommen unbegründet, denn das Erlernen eines Instrumentes ist in jedem Alter möglich, auch wenn man die eine oder andere altersbedingte Hürde überwinden muss. Welche das sein können und wie man trotzdem erfolgreich und mit Spaß Gitarre lernen kann, findet ihr hier:

Inhalte
  1. Als Erwachsener Gitarre lernen – Quick Facts
  2. Ziele konkretisieren
  3. Motivation zum Gitarre lernen gewinnen
  4. Zum Gitarre lernen guten Lehrer wählen
  5. Konkretes Zeitmanagement aufstellen
  6. Sich zum Gitarre lernen öffnen
  7. Verwandte Inhalte

Als Erwachsener Gitarre lernen – Quick Facts

  • Kann ich auch als Erwachsener Gitarre lernen?
    Für das Erlernen eines Instrumentes gibt es keine Altersgrenze, und altersbedingte Herausforderungen werden vielfach durch Motivation und Spaß am Musizieren wettgemacht. Deshalb gibt es auch nie einen Grund, auf das Gitarrespielen zu verzichten.
  • Lernen mit Gitarrenlehrer oder allein?
    Ein guter Gitarrenlehrer geht individuell auf jeden Schüler ein, ganz gleich, wie alt, passt das Lerntempo an, korrigiert Haltungs- und Spielfehler, hilft über Hürden und motiviert. Versucht man, sich ein Instrument selbst beizubringen, schleichen sich häufig Fehler ein, die den Fortschritt blockieren, für Frust sorgen und sich nur schwer wieder ausmerzen lassen. Die meisten Musikschulen nehmen übrigens auch erwachsene Schüler auf.
  • Welche Gitarre ist die richtige für mich?
    Wer noch kein Instrument hat, der findet in seinem Gitarrenlehrer den richtigen Berater, der anhand der Wünsche des Schülers die geeignete Western-, Konzert- oder E-Gitarre empfehlen kann. Wer schon eine Gitarre besitzt, sollte sie zum ersten Gespräch mit dem zukünftigen Lehrer mitbringen und es von ihm checken lassen oder es einem Gitarrenbauer vorlegen, damit eventuelle Fehler am Instrument den Spaß am Lernen nicht behindern.
  • Welches Zubehör brauche ich für meine Gitarre?
    Normalerweise steht im Unterrichtsraum benötigtes Zubehör wie beispielsweise ein Gitarrenständer bereit, oder ein Gitarrenverstärker für die E-Gitarre. Weiteres Equipment wie Effektpedale oder ähnliches sind Anschaffungen, die dann getätigt werden sollten, wenn die Richtung klar wird, in die man sich als Schüler bewegt. In die erste Stunde sollte man also seine Gitarre mitbringen oder den festen Willen, sich nach eingehender Beratung eine zuzulegen.

Ziele konkretisieren

Der Vorteil eines reiferen Alters ist sicherlich der, dass sich möglicherweise bereits gewisse Klangvorstellungen und bestimmte Ideale herauskristallisiert haben, die ein viel zielgerichteteres Üben ermöglichen und den Lernprozess deutlich beschleunigen können. Nichtsdestotrotz sollte man sich über die Erwartungen, die man beim Erlernen der Gitarre mit bringt, im Klaren sein und für sich definieren, wohin die Reise gehen soll, um den Lernprozess auf dieses Ziel hin zu optimieren: Will ich Songs am Lagerfeuer spielen können? Will ich eine eigene Band? Will ich Singer/Songwriter mit Gitarre werden? Je nach Vorstellung erhalten verschiedene Themen ein anderes Gewicht und gewisse Teilaspekte kann man sogar ganz aussparen.

Motivation zum Gitarre lernen gewinnen

Beim Lernen im Kindes- und Jugendalter findet of eine Mischung aus intrinsischen Faktoren (= aus sich selbst gewonnene Motivation; “Mir macht das Instrument Spaß, ich will das Können”), aber auch aus extrinsischen Faktoren (= von außen gesetzte Motivation; Vorspiele, Hausaufgaben; Druck seitens der Eltern und der Lehrkraft) statt.
Erwachsene müssen diese Motivation primär aus sich selbst gewinnen und auch aufrechterhalten, um dauerhaft die Energie, die man zum Lernen braucht, freizusetzen. Das kann unter Umständen ab einem gewissen Punkt schwerer fallen, daher lautet mein Tipp: Setzt euch kleine Ziele, auf die ihr hinfiebert, wie z.B. zu gewissen Anlässen etwas vorzutragen, sei es im Familienkreis oder zu anderen Events. Auf einen gewissen Termin hinzuarbeiten kann den Lernprozess extrem intensivieren!
Ein zusätzlicher Punkt, um dauerhaft Motivation zu bekommen lautet:

Zum Gitarre lernen guten Lehrer wählen

Wer noch nie Unterricht bekommen und noch nie ein Instrument gelernt hat, ist sicherlich gut damit beraten, einen begleitenden Lehrer aufzusuchen, der speziell auf eure Wünsche eingeht. Auch wenn viele denken, dass Musikschulen sich primär an Kinder richten, so werden selbstverständlich auch gerne Erwachsene an solchen Einrichtungen aufgenommen und die meisten Instrumentallehrer finden es extrem erfrischend, nach einem Unterrichtstag voller Kids auch mal einen älteren Schüler zu begrüßen.
Ein Lehrer kann auf Haltungsprobleme achten und weiß den Lernstoff in sinnvolle Portionen zu verpacken, die euch nicht über- oder unterfordern, sodass Frustrationsmomente gar nicht erst aufkommen.

Konkretes Zeitmanagement aufstellen

Dieser Punkt ist ab einem gewissen Lebenspunkt sicherlich am schwierigsten umzusetzen, denn wenn man voll berufstätig ist und möglicherweise auch noch Nachwuchs oder andere familiäre Verpflichtungen hat, kann es unter Umständen schwer werden, einen regelmäßigen Übeplan aufzustellen.
Versucht an ca. 5 Tagen in der Woche ein Zeitfenster von 20-30 Minuten freizumachen. Effektiver übt man natürlich, wenn der Kopf noch einigermaßen frisch ist, z.B. morgens vor der Arbeit, aber auch feierabendliches Üben kann sehr effektiv sein, wenn man noch etwas Konzentration aufbringen kann. Wichtig ist auf jeden Fall die Kontinuität, und meistens fällt es leicht, wenn man sich einen festen Termin jeden Tag vornimmt und versucht, diesen weitestgehend einzuhalten.

Sich zum Gitarre lernen öffnen

Lernen hat auch viel mit “sich öffnen” zu tun, denn in ein volles Gefäß kann man nichts mehr kippen.
Gerade erwachsene Schüler tun sich nach meiner Beobachtung manchmal etwas schwer damit, vor allem von jüngeren Lehrern etwas anzunehmen. Ständig alles zu hinterfragen und seinen eigenen Weg finden zu wollen hat seine Berechtigung, kann aber in Bereichen, in denen man noch keine wirkliche Expertise hat, zu einer enormen Bremse werden. Daher mein Tipp: Lasst euch auf Lehrer und Tipps von außen ein, nehmt sie an und versucht, darauf zu vertrauen, dass derjenige besser weiß, was für euch das Richtige ist, da er euch in Erfahrung und Fähigkeiten überlegen ist, auch wenn er weniger Lebensjahre auf dem Buckel hat als ihr!

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von Haiko Heinz

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Profilbild von GotNoRanqe

GotNoRanqe sagt:

#1 - 11.09.2019 um 17:12 Uhr

Empfehlungen Icon 1

Kauft euch http://bit.ly/2m5fSG7
In nur einem Jahr könnt Ihr Gitarre spielen c:
Mir hats auf jedenfall geholfen

Profilbild von Guitarfollower

Guitarfollower sagt:

#2 - 31.01.2020 um 10:51 Uhr

Empfehlungen Icon 0

Ich habe mit 38 Jahren angefangen Gitarre zu spielen, ohne jegliches theoretisches oder praktisches Wissen, das ist jetzt 4 Jahre her. Nach vielen Hochs und Tiefs kann ich aus eigener Erfahrung sagen (und da spreche ich nur für mich, YMMV):1. Es kommt nicht darauf an, wie viele Jahre man spielt, sondern wie viele Stunden man bisher geübt hat. Ich habe mit einem selbst gemachten Übungsplan (bei mir 7h/Monat) und der Handy Stoppuhr gute Erfahrungen gemacht. Als Anregung: Momentan ist mein Plan aufgeteilt in 1h Akkorde (inkl. Barrée), 1h Pentatonik & Skalen, 4.5h Lieder lernen/üben, 0.5h Fingerfertigkeit. Ich teile diese auf in jeweils 10min Sessions, leicht verdaubar, und so ist man auch motiviert, mal 10-20min konzentriert an einem Thema zu arbeiten. Als Kontrolle nutze ich Trello, eine Gratistapp, damit kann ich meine Übungen ganz einfach kontrollieren und abhaken.2. Immer dran bleiben. Lieber 3-4x in der Woche kurz, als am Wochenende 1-2h üben. Bei mir war das viel effizienter. Wenn der eigene Lehrplan auf kurze Sessions ausgelegt ist (siehe Punkt 1), fällt die Motivation auch leichter.3. Spielen ist nicht gleich üben. Ich musste lernen zu lernen, also wirklich konzentriert an einer Sache zu arbeiten, statt einfach ein bisschen zu nudeln.4. Regelmässig einen Gitarrenlehrer besuchen. Selbstständiges Lernen in aller Ehren, aber Du brauchst zwingend Hilfe. Ich besuche meinen Lehrer 5-6x/Jahr (!). Das reicht, um auf Fehler, falsche Handstellung etc. hinzuweisen, die man als Anfänger oder auch als Intermediate nicht oder erst nach stundenlangem Üben herausfindet. Wenn Du Dir nicht leisten kannst, alle 2 Monate einen Gitarrenlehrer zu besuchen, solltest Du dieses Hobby nicht ausüben. Dies sind übrigens nach der Anschaffung des Equipments praktisch die einzigen Ausgaben (ausser ein paar Euros für Picks & Saiten), der Rest ist GAS (trust me ;-)).5. Auch mal gerade sein lassen: Es soll Spass machen, nicht deprimieren.Heute nach 4 Jahren und ca. 400h bin ich das erste Mal zufrieden mit meinem Fortschritt. Ich spiele Akkorde, Barréeakkorde so, dass ich relativ rasch neue Lieder lernen kann. Ich verstehe Soli bekannter Lieder (hauptsächlich Pentatonik) und kann sie systematisch lernen und begreifen und in anderem Kontext wiedergeben, anstatt nur 1:1 nachzuspielen. Ich mache noch viele Fehler und könnte vor Publikum nur 3-4 einstudierte Lieder spielen, ich sehe aber, dass ich (wenn ich müsste), mir innerhalb eines Jahres weitere 4-5 Lieder "konzertreif"aneignen kann.Ich habe enorm Spass, Gitarre zu lernen, und aus heutiger Sicht war es eine der besten Entscheidungen, die ich in den letzten 10 Jahren gefällt habe.

Profilbild von Bertingol Steinbrecher

Bertingol Steinbrecher sagt:

#3 - 14.01.2021 um 19:03 Uhr

Empfehlungen Icon 0

Sehr spannender und hilfreicher Artikel. Ich bin nun 56 Jahre alt und habe mich dazu entschlossen etwas neues auszuprobieren und in die neue Welt der Technologie einzutauchen. So bin ich auf online Gitarrenkurse gestoßen und fand die Idee sehr interessant. Ich habe etwas recherchiert und bin schlussendlich auf einen Beitrag gestoßen der dieses Thema sehr gut behandelt hat. https://online-gitarrenschule-info.at/ Mittlerweile bin ich auch Besitzer eines solchen Gitarrenkurses und kann es nur weiterempfehlen. :)

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