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Test
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20.05.2015

Stokyo Frisk Fader FLX-1100 Test

Mobiler Crossfader

Scratching to go!

Heute haben wir den Stokyo Frisk Fader FLX-1100 im bonedo.de-Test, und das hat seinen guten Grund. Während sich Smartphones, Tablets und DJ-Apps zunehmend großer Beliebtheit erfreuen, betrachtet die Mehrheit der Scratcher und Turntablists diese Tools jedoch eher als Spielzeug, was weniger an der Bedienung der virtuellen Plattenteller liegt, sondern an der fehlenden Haptik und Präzision eines realen Faders. Doch mit dem speziell für Scratcher entwickelten mobilen Frisk Fader der japanischen Firma Stokyo könnte sich dies möglicherweise ändern.

Der Crossfader arbeitet passiv und der Anwender kann ihn direkt an sein Smartphone anschließen und seine Scratch-Performance auf dem ebenfalls am Gerät anzuschließenden Kopfhörer abhören. Was den Flachbahnregler angeht, setzt der Hersteller auf einen original Alps-Fader und verspricht, auch komplexere Scratch-Techniken wie Flares oder Transformer mit dem FLX-1100 (UVP: 99 Euro) sauber ausführen zu können. Darüber hinaus soll er ein exzellentes Übungsgerät zur Koordination der Finger und zum Aufbau der Muskulatur sein. Das Konzept jedenfalls ist taufrisch und innovativ und ich bin als Scratcher natürlich sehr gespannt, ob der Stokyo hält, was er verspricht. Stay tuned!

Details

Die bunte Kartonage enthält neben dem mobilen Scratchfader lediglich ein „Miniklinke auf Miniklinke Kabel“ von 13 Zentimetern Länge – stereo und mit Knickschutz. Ein Manual ist weder in der Box noch als Download auf der Hersteller-Website zu finden, allerdings wurden alle zur Verwendung dieses doch recht simplen Gerätes notwendigen Informationen gut lesbar und leicht verständlich in Englisch auf die Verpackung gedruckt. Ich nehme den FLX-1100 in die Hand und stelle fest, dass dieser ziemlich leicht ist. Kein Wunder, denn das 80 x 12 x 32 Millimeter große Gehäuse besteht aus relativ dünnem, etwas zerbrechlich wirkendem Kunststoff. Angenehm leichtgängig fährt der Alps-Fader über seinen 45 Millimeter langen Arbeitsweg, doch er fällt in seiner seitlichen Führung etwas wacklig aus. Die beiden verchromten Miniklinkenbuchsen sitzen hingegen fest im Kunststoffchassis. Einen widerstandsfähigen Eindruck macht der Karabiner mit seiner verchromten Kette. Damit lässt sich der Frisk Fader beispielsweise an einem Lanyard befestigen und ist somit auf jeden Fall ein cool aussehendes DJ-Accessoire.

Technik

Beide Ein- und Ausgänge sind auf der rechten Gehäuseseite positioniert. An der hinteren Buchse mit der Beschriftung „Turntable“ wird der Zuspieler angeschlossen. Dies kann ein Smartphone, ein Tablet oder ein sonstiges Tool mit Line-Pegel-Output sein, also auch ein tragbarer Plattenspieler. „Phone“ hingegen ist für einen Kopfhörer, einen aktiven Lautsprecher oder eine Soundkarte vorgesehen. Liegt der Karabinerhaken links und das Buchsenpaar rechts, öffnet der Regler von rechts nach links. Die beiden Kanäle des Stereo-Inputs (L/R) werden im Frisk Fader summiert und kommen am Ausgang als zwei identische Mono-Signale wieder heraus, sodass ein Betrieb im Mono-Split-Modus, um eines der virtuellen Decks einer DJ-App als Playback für die Scratches zu nutzen (linkes Deck linker Kanal, rechtes Deck rechter Stereo-Kanal), leider nicht möglich ist. Auch lässt sich die Arbeitsrichtung nicht umkehren, was sehr bedauerlich ist, denn dies ist ein Feature, das Scratch-DJs gerne und oft benutzten. Der Frisk Fader ist somit ein reiner „Signalunterbrecher“ und kein Ersatz für eine Battlemixer.

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