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7PS: portabler, Bluetooth-fähiger Scratch Turntable

Bildquelle: Lauris Honore / gofundme
Bildquelle: Lauris Honore / gofundme

Der Franzose Lauris Honore ist seit 20 Jahren DJ und begeistert sich für zunehmend für die weiter wachsende Portablism-Szene. Der gelernte Industrie- und Grafikdesigner sieht genau in diesem Bereich die Chance, ein neues, innovatives Produkt zu entwickeln. 2015 begann Lauris mit dem Entwurf eines tragbaren Plattenspielers, der speziell für Scratching und Portablism tauglich ist und über einige Goodies verfügt, die es bei bisherigen Modellen dieser Art nicht gibt. Auf der diesjährigen Winter NAMM wurde der Prototyp des „7PS“ – die Kurzform für 7-Inch Portable Scratcher – auf einem kleinen Stand vorgestellt. Ziel ist es, Investoren für die Verwirklichung zu finden.

Die wichtigsten Merkmale des 7PS

Batteriebetrieb: Im Inneren des 7PS schlummert ein Akku, der über einen Micro-USB-Anschluss aufgeladen wird. Für einen tragbaren Plattenspieler ist eine Batterie unerlässlich. Das mit einem Akku zu realisieren, ist sehr komfortabel.
Magnetischer Tonarm: Die magnetische Federung des Tonarms soll dafür sorgen, dass die Nadel immer fest in der Spur sitzt. Das ist bei einem mobilen Turntable natürlich eine besondere Herausforderung.
Flexible Position des Crossfaders: Egal ob Links- oder Rechtshänder – der „Innofader Mini Plus“-Crossfader kann hier entsprechend der eigenen Präferenz am Gehäuse positioniert werden. Das ist sehr originell und ein Feature, das zukünftig bestimmt Schule machen wird.
Plattenteller auf Rollen: Dahinter steckt ein neues Konzept des Designers. Als Ergebnis soll weniger Reibung stattfinden und der Gleichlauf dadurch stabiler sein.   Bluetooth-Eingang: Portablists brauchen ja immer einen zusätzlichen Beat oder Musiktitel, über den die Scratch-Performance gelegt wird. Während bei den meisten Portablism-Tools mit Kabeln gearbeitet wird, soll bei dem PS7 die zweite Musikquelle über Bluetooth kommen. Macht absolut Sinn!
DVS Ready: Das ist natürlich ein besonderes Highlight und wird ebenfalls Schule machen. Das könnte besonders spannend werden, wenn DJ-Apps dieses Feature immer mehr integrieren. DJ Player Pro geht da bereits voran, Native Instruments könnte bei der iPad-Version von Traktor DJ 2 mit einem zukünftigen Update auch für neue Impulse sorgen. 

Wenn man sich die Feature-Liste des 7PS anguckt, wird klar, wie ehrgeizig das Projekt des Franzosen ist. Leider sagt auch die Erfahrung, dass hochtrabende Ziele häufig auf der Strecke bleiben. Dieses Schicksal könnte auch dem „7-Zoll-Portable Scratcher“ blühen. Und das aus zwei Gründen: Erstens, weil das finale Produkt vermutlich einen relativ hohen Preis haben würde, zumindest im Vergleich zum großen Mitbewerber Numark PT-01 Scratch, der für knapp 130 Euro zu haben ist. Dieser ist gegenwärtig quasi der einzige Turntable für Portablists. Und da sind wir auch schon bei Punkt Nummer Zwei: Wenn sich in einer Szene ein bestimmtes Modell quasi als Standard entwickelt hat, wird es schwierig, das abzulösen. Wer nach Portablism-Videos sucht, wird fast immer auf den PT-01 Scratch treffen. Der Numark ist sozusagen das Gerät, auf dem der „Wettbewerb“ ausgetragen wird.
Andererseits muss man aber auch in die Zukunft blicken. Und der stetig wachsende Portablism-Markt könnte eine paar neue Mitbewerber vertragen. Die Innovationen des PS7 zeigen die Richtung, in die es gehen kann. Wenn sich der geeignete Partner für Produktion und Vertrieb findet, könnte der PS7 mehr werden als nur ein Prototyp. Das wäre auf jeden Fall wünschenswert. Auf der Website „gofundme“ läuft seit einiger Zeit die zugehörige Kampagne, bei der nach wie vor Geld für das Projekt gesammelt wird. Dem Designer geht es aber nicht nur um Geld, sondern um den Aufbau eines Netzwerks von „Freaks“, das sich dem Projekt widmet. Wer sich angesprochen fühlt, sollte sich mal die Kampagne angucken. Wir wünschen viel Erfolg!

Weitere Links und interessante Inhalte

Website 7PS
Hobbybastler baut superkleines Scratch-Instrument: SC1000 Das iPad als DVS-System Auflegen wie DJ 45 King

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Bildquelle: Lauris Honore / gofundme

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von Dirk Behrens

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