Workshop_Folge
Workshop
2
22.02.2012

SONG

Es folgt nun zunächst der Teil des Songs, in dem Kimbra zu Wort kommt. Hierfür wird das Arrangement auf seine Grundbestandteile reduziert. Zum Gitarren-Ostinato gesellt sich kurz eine Pizzicato-Viola, die ich in der Vienna Symphonic Library gefunden habe:

Diese Figur wird in Kimbras Gesangspausen vom Mellotron aufgegriffen.Zur Steigerung hin zum letzten Refrain verändert sich die Bassline erneut geringfügig: Über eine Strecke von acht Takten verharrt der Bass auf „C“, woraus sich ein Spannungsaufbau ergibt, der sich erst im Refrain in die Tonika d-moll auflöst. Auch das Mellotron hält ein „C“ und wird langsam lauter. Die Gesangsmelodie verdichtet sich an dieser Stelle ebenfalls und erreicht im Break hin zum letzten Refrain ihren Höhepunkt, in dem die Titelzeile des Songs effektvoll allein steht – das ist Songwriting direkt aus dem Lehrbuch.

Damit haben wir jetzt zwar nicht alle Facetten von Gotyes Hit beleuchtet, aber es genügt, um den Titel in seinen Grundzügen nachzubauen. Was die Instrumentierung und das Arrangement angeht, bricht der Song mit Konventionen und beschreitet neue Wege. Gleichzeitig sind das Songwriting und die Struktur aber sehr klassisch und radiokompatibel. Vermutlich liegt auch darin der Reiz des Titels, und der Schlüssel zum Erfolg...

Ich hoffe, dass euch diese Folge Produce-Alike Spaß gemacht hat! Bis zur nächsten Ausgabe!

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