Workshop_Folge
Workshop
2
22.02.2012

REFRAIN

Im Refrain wird die Bassline um einen zusätzlichen Ton erweitert, so dass das bis hierhin unverändert durchlaufende Ostinato aufgebrochen und die Harmonik des Songs geöffnet wird. Und auch bei den Schlaginstrumenten tut sich etwas. Die tiefen Trommeln und die Snare setzen vorerst aus. Stattdessen übernehmen eine Kickdrum und zwei Percussion-Sounds. Die Basis bildet eine simple, eher weiche akustische Kick:

Hinzu kommen zwei Percussion-Sounds, die ziemlich weit links bzw. rechts im Stereobild Platz finden. So bleibt die Mitte frei für die übrigen Instrumente und vor allem für den Gesang, der in Gotyes Hit eine zentrale Rolle einnimmt.Links finden wir eine Art Bongo:

Auf der rechten Seite schlägt ein blechern klingender Sound den Takt. Den Sound habe ich einem Battery-Kit entlockt. Wer Lust hat, ist eingeladen, sämtliche haushaltsübliche Blech-Gegenstände auf ihre klangliche Verwertbarkeit zu testen!

Nun kommt noch ein unauffälliger Shaker hinzu. Und damit haben wir die Rhythmus-Abteilung schon fertig.

Das harmonische Fundament wird von einem Mellotron-Flötensound übernommen. Dieses frühe elektronische Musikinstrument, das auf Endlos-Tonbandschleifen basiert, wurde schon von den Beatles verwendet („Strawberry Fields“) und erlebt mit seinem stets etwas leiernden Klang derzeit eine Renaissance. In der Factory-Library von Native Instruments Kontakt 5 finden sich einige Mellotron-Sounds. Um den Klang etwas fülliger zu machen, kommt zudem ein Ensemble-Effekt zum Einsatz.

Neben dem Leadgesang ist noch Platz für einen weiteren Lead-Sound. Auch diesen habe ich aus zwei Komponenten zusammengesetzt. Den Anfang macht ein Synth-Sound, den ich auf meinem alten Korg Poly 61 programmiert habe:

Hinzu kommt abermals ein Gitarrensample, das in erster Linie für den Attack zuständig ist. Diesen habe ich mit einem Enveloper-Effekt noch etwas hervorgehoben.

Gemeinsam durchlaufen die beiden Sounds noch einen Modulationseffekt. Das Ganze klingt dann so:

Am Ende des Refrains begegnen wir schließlich wieder dem Xylophon, das seine bereits aus dem Intro bekannte Melodie spielt. Und ganz zum Schluss gibt es eine Art Fill, für das wir einen weiteren Blech-Sound benötigen. Ich habe einen Battery-Sound mit einem Backblech-Sample kombiniert, das ich vor vielen Jahren einmal mit dem Kassetten-Vierspurgerät aufgenommen habe. Hier hört ihr die beiden Sounds erst einzeln und dann zusammen:

Hören wir uns den Refrain schon einmal an:

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