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05.10.2015

Pentatonic Scale für Bassisten #2 - Bass-Workshop

Mit nur fünf Tönen zu eigenen Bass-Grooves, Licks und Solos

Hallo, liebe Bassgemeinde! Willkommen zum zweiten Teil des Moll-Pentatonik-Workshops.

Inzwischen hattet ihr viel Zeit, den Aufbau dieser wichtigen Skala zu verinnerlichen und euch am ersten Griffbild (GB1) zu versuchen. Dazu liefere ich euch jetzt noch eine Geläufigkeitsübung und ein Groovebeispiel, bei dem ihr gleich mal versuchen könnt, im zweiten oder vierten Takt ein eigenes Fill zu improvisieren. Danach stelle ich euch das nächste Griffbild 2 (GB2) von insgesamt fünf Griffbildern vor, und dazu außerdem die Geläufigkeitsübung sowie einen zweitaktigen Groove für eine Menge Spaß in der Praxis!

Die Geläufigkeitsübung funktioniert nach dem folgenden Prinzip: Spiele vier Töne in der Skala rauf - springe dann wieder runter auf den zweiten Ton, also dem zweiten Ton nach dem Startton - spiele abermals vier Töne rauf - usw.

Umgekehrt, also von oben nach unten, funktioniert es ganz genauso: vier Töne auf der Skala runter spielen, dann wieder hoch auf den nächst tieferliegenden Ton nach dem Startton etc.

Hier die Geläufigkeitsübung für GB1 G-moll-Pentatonik als Notation und Klangbeispiel:

Dazu folgt ein zweitaktiger Groove in GB1 G-moll-Pentatonik notiert, als Soundbeispiel mit dem Basstrack und ein Playback ohne Bass:

Noch einmal zur Erinnerung der funktionale sowie (jetzt am Beispiel von F-moll!) der tonale Aufbau:

Aufbau in Funktionen: GT - b3 - 4 - 5 - b7 - GT8

Aufbau in Tönen am Beispiel von F-moll: F - Ab - Bb - C - Eb - F

Für unser nächstes Griffbild (GB 2) heißt es nun: Der Grundton bei GB 2 liegt auf der D-Saite. Daraus ergibt sich für die F-moll-Pentatonik, dass der tiefste Ton der Lage die kleine TERZ (Ton Ab) und der höchste Ton der Lage die QUINT (Ton C) der Skala ist. Der Grundton F wird dabei mit dem 1. Finger der Greifhand gespielt.

Um in anderen Tonarten spielen zu können, muss man lediglich alle Griffbilder wie eine Schablone über das Griffbrett verschieben. Deshalb darf an dieser Stelle das GB 2 als allgemeine Grafik, mit Grundton auf der D-Saite nicht fehlen. Das sieht in Funktionen folgendermaßen aus:

Das GB2 als F-moll-Pentatonik in Noten, Tabs und als Soundbeispiel habe ich hier zusammengestellt:

Um den Aufbau des GB2 noch besser verinnerlichen zu können, empfehle ich wieder die Geläufigkeitsübung. Dabei starte ich mit dem tiefsten Ton der Lage, spiele alle Töne dieser Lage und lande am Ende wieder auf dem Grundton, damit der Sound der F-moll-Pentatonik auch tatsächlich zum Tragen kommt. Gleichzeitig hilft es dem Ohr, beim Üben einen F-moll oder F-moll7-Akkord als liegende Fläche im Hintergrund zu hören.

So sieht die Geläufigkeitsübung der F-moll-Pentatonik im GB2 notiert aus:

Und so klingt das dann:

Ihr könnt nun die Übung auf zwei Arten steigern:

1.) Wie üblich das Tempo langsam anziehen

2.) Von Doppel- auf Einzelachtel wechseln, am besten zuerst mit sogenannten Einzelphrasen. Hierfür geben ich euch hier zwei Beispiele:

Einzelphrase 1:

Einzelphrase 2:

Damit ihr den Praxiswert erkennen könnt, habe ich mir wieder einen zweitaktigen Groove ausgedacht, bei dem gerne im jeweils zweiten bzw. vierten Takt ab Zählzeit 3 und 4 ein Fill mit dem eben gelernten Tonmaterial improvisiert werden darf.

F-moll-Pentatonik Groovebeispiel im GB2 als Noten und Tabulatur:

Und hier findet ihr den Groove auf der F-moll-Pentatonik im GB2 als Klangbeispiel einmal mit und einmal ohne Bass:

So, nun aber ran an den Bass und viel Spaß mit der Moll-Pentatonik!

Bis zum nächsten Mal!

Euer SAMY

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