Gitarre Hersteller_Keeley
Test
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12.03.2019

Praxis

Auch für den heutigen Praxischeck stehen wieder unterschiedliche Gitarren und Amps bereit. Welches Equipment zum Einsatz kommt, könnt ihr dabei ganz bequem dem Video entnehmen.

Wir starten im Clean Channel mit einer schlichten Bestandsaufnahme der Modi beider Effektblöcke. Im ersten Audiofile bekommt ihr einen ersten Eindruck zu den Reverb-Modi. Anschließend spiele ich die acht verschiedenen Effekte der MOD-Abteilung an.

Auch bei der großen Workstation machen die klassischen Effekte einen authentischen Eindruck. Gleichzeitig werden hier sehr unterschiedliche Schattierungen geboten, sodass sowohl Standardsounds als auch atmosphärische Soundscapes absolut machbar sind.
Obwohl die beiden Morph-Potis je nach angewähltem Effekttyp stellenweise unterschiedliche Funktionen übernehmen, kann man hier übrigens sehr intuitiv vorgehen und findet schnell das passende Setting.
Etwas überrascht bin ich allerdings vom dem doch etwas erhöhten Rauschaufkommen des Pedals. Bei genauerer Untersuchung zeigt sich dann, dass die Effekte bei einer jeweiligen Level-Einstellung von 12 Uhr schon über dem Bypass-Pegel liegen. Passt man dementsprechend die Level-Potis etwas an, fällt das Rauschen auch weniger auffällig aus. Dennoch bringt jede Sektion eine gewisse Portion mit, die sich dementsprechend auch addiert. Deshalb finde ich das Konzept in dieser Hinsicht nicht ganz so elegant gelöst.

Alle Modi im Detail anzuspielen würde den Rahmen des Tests sprengen. Ich habe mich daher für eine Auswahl entschieden. Den Anfang macht dabei der etwas aus der Reihe tanzende Fugue-Effekt. Bei diesem Sound, der auch Bestandteil diverser Orgelsimulationen ist, die sich derzeit für Gitarristen auf dem Markt tummeln, scheiden sich die Geister. Im folgenden Beispiel habe ich ihn mit einem U-Vibe kombiniert. Auffallend ist dabei die deutlich spürbare Latenz bei der Signalausgabe, was aber bei Pitch-Effekten eigentlich immer ein wenig der Fall ist.

In Kombination mit einem leicht angezerrten Amp kann der Slapback-Effekt gemeinsam mit dem Rotary-Effekt für einen eindrucksvollen Sound sorgen. Aber hört selbst.

Wirklich viel Spielspaß bringen mir die diversen Tremolos, die zusammen mit großen Hallräumen für sehr atmosphärische Klänge sorgen. Im Folgenden habe ich euch dafür zwei Beispiele aufgenommen, die den Chamber-Reverb mit einer großzügigen Decay-Einstellung zuerst mit dem Ramp-Tremolo und anschließend mit dem Square-Wave-Tremolo kombinieren.

Die letzten beiden Audios habe ich über die beide Ausgänge aufgenommen, um die Effekte in Stereo abzubilden. Wie sich zeigt, bleibt das Signal aber auf beiden Ausgängen identisch und damit mono. Ein Blick ins Manual bestätigt dann, dass dies auch genauso vorgesehen ist. Nun muss man sagen, dass das Pedal ja auf die Wünsche von Eddie Heinzelman zugeschnitten wurde. Dazu zählt übrigens auch eine Dry-Option, die sich über einen Schalter im Inneren des Pedals aktivieren lässt und das Signal über den zweiten Ausgang komplett ohne Effekte ausgibt. Beispielsweise bei Recording-Sessions kann diese Option natürlich sehr von Nutzen sein, falls man sich später doch noch mal für ein anderes Setting entscheiden möchte. Dennoch empfinde ich die Stereo-Bezeichnung am Pedal hier im ersten Moment irreführend und hätte mir beispielsweise im Falle von manchen Hallräumen oder auch dem Rotary-Effekt schon gern eine Stereo-Option gewünscht.

Abschließend möchte ich euch das Pedal auch im Bandkontext nicht vorenthalten. Wie zu erwarten, produziert auch hier die VoT-Workstation einen authentischen Sound. Ich hab mich bei diesem Beispiel wieder für den Rotary-Effekt in Kombination mit einem Hall entschieden.

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