Keyboards
Test
3
11.06.2021

Kaufberatung und Vergleichstest Multieffekte für Synthesizer

Die Alleskönner im Bereich der Effekte für den Synthesizer

Welche Multieffekte eignen sich am besten für Synthesizer?

Töne unterschiedlicherer Musikinstrumente können solo und mit gut gewählten Akkordverbindungen toll klingen, aber richtig eindrucksvoll wird das Ganze erst, wenn auch das passende Ambiente stimmt. Gerade statisch klingende Instrumente erhalten durch den Mix aus Modulation und Raum erst den richtigen Schliff. Wenn der den Sound umsäumende Mantel aus unterschiedlichen Effekten dann auch noch spielerisch zusammenstellbar ist, lassen sich schnell ganz unterschiedliche klangliche Atmosphären erzeugen, die sich variabel in verschiedensten musikalischen Kontexten nutzen lassen. Gerade Synthesizer leben neben ihrem Basissound durch den Einsatz unterschiedlicher, gut ausgewählter Effekte, was der Bereich der Popmusik seit Jahrzehnten beweist.

Klassische Synthesizer wurden in ihren Entstehungsjahren lediglich als reine Tonerzeuger konstruiert, sodass stimmungsmachende Effekte dem Sound erst durch eine zusätzliche, oft teure Peripherie hinzugefügt werden konnten. Das hat sich in der heutigen Zeit zum Glück geändert, denn viele Synths und Workstations werden ab Werk bereits mit sehr gut klingenden Effekt-Sektionen ausgestattet, andere Synthesizer kommen immer noch in klassischer Manier ohne diese, was man allerdings ohne große Geldbeträge investieren zu müssen, durch den Kauf eines Multieffekt-Pedals ändern kann.

Welche Multieffekte es gibt und welche sich besonders für den Einsatz mit Synthesizern eignen, zeigen wir euch in unserem Artikel.

Quick Facts: Multieffekt-Pedale

Was versteht man unter einem Multieffekt-Pedal?

Wie der Name schon beschreibt der Begriff Multieffekte eine Ansammlung unterschiedlicher Effekte aus verschiedenen Bereichen, untergebracht in einem einzigen Gehäuse. Bei den Effekten selbst handelt es sich i. d. R. um Modulationseffekte (Chorus, Flanger, Phaser …) Raumsimulationen (Hall), Verzögerungseffekte (Delay), Verzerrer (Distortion, Overdrive) und Speaker-Simulationen (Amp-Modeling), die kombiniert und in ihren Einstellungen verändert werden können. Eigene Effekt-Settings lassen sich bei manchen Pedalen abspeichern, was ihren Einsatz besonders flexibel macht.

Einige Multieffekt-Pedale arbeiten MIDI-kompatibel, verfügen über integrierte Phrase-Looper, andere kommen mit einem eingebauten Expression-Pedal, mit dem sich neben der Lautstärke auch unterschiedliche Parameter regeln lassen. Dank stereophonem Aufbaus lassen sich mit einem Multieffekt-Pedal auch Mono ausgelegte Synthesizer mit Stereo-Effekten versehen. Das Multieffekt-Pedal ist die flexibelste Lösung, ein angeschlossenes Instrument mit einer Vielzahl hochwertiger Effekte zu versehen.

Welche Effekte verwendet man mit einem Synthesizer?

Zu den wichtigsten Effekten, die mit einem Synthesizer verwendet werden, zählen ohne Zweifel Chorus, Flanger, Phaser, Wha-Wha, Verzögerungseffekte (Delays) sowie unterschiedliche Hall-Varianten (Reverb). Auch die Klangregelung (EQ) spielt eine wichtige Rolle, um Unstimmigkeiten im Basissound auszugleichen. Möglichkeiten für weitere Feinabstimmungen bieten ein Compressor/Limiter um den Dynamikbereich in gewisse Grenzen zu zwingen sowie ein dezent hinzugefügter Overdrive, der dem Sound auf der Bühne und im Studio noch den nötigen Biss verleiht, um sich gut durchsetzen zu können.

Welche Effektpedale für Synthesizer gibt es generell?

Der Markt bietet eine mittlerweile riesige Auswahl an Pedalen mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Egal, ob als reine Modulationseffekte, aufwendig konzipierte Reverb-Effekte, oder in Form unterschiedlicher Verzerrer-Pedale ausgelegt, es ist grundsätzlich alles zu erhalten, was die Wahl des passenden Pedals zur Qual macht. Oft für Gitarristen konzipiert, gibt es sie in Form von Einzel-Effekten, die mittels Kabeln miteinander verbunden, die gewünschte Effektkette bilden mit dem Nachteil, dass gewünschte Einstellungen der Gesamtkonfiguration nicht gespeichert werden können. Mittlerweile sind fast alle Effektpedale digital aufgebaut und so vielseitig in ihren Einsatzgebieten geworden, dass sie mit jeder Audiosignal produzierenden Quelle ohne Einschränkung verwendet werden können.

Welchen Vorteil bieten Multieffekt-Pedale?

Multieffekt-Pedale sind die Alleskönner im Reigen der im Markt befindlichen Effektpedale. Je nach Hersteller bieten sie unterschiedliche Schwerpunkte für diverse Anwendungszwecke und lassen sich mit den verschiedensten Instrumenten verbinden, die über einen Audioausgang verfügen. Durch ihren Aufbau bieten die meisten von ihnen die für den Betrieb mit Synthesizern wichtigen Modulations-, Verzögerungs- und Hall-Effekte, teils auch mit besonderen Effektvarianten. Selbst Amp-Modeling wird geboten, um den Sound wie über einen speziellen Lautsprechertyp zu hören. Das wichtigste jedoch ist, dass viele von ihnen Möglichkeiten zum Bilden von Effektketten bieten, deren einzelne Effekte mittels Parametern individuell angepasst und deren Gesamtkonstellation als Preset abgespeichert werden kann. Somit ist sichergestellt, dass das Setup immer replizierbar ist. Einige Multieffekte lassen sich für den mobilen Einsatz mittels Batterien betreiben, während der Großteil über ein Netzteil mit Strom versorgt wird. Andere Hersteller bieten auch zusätzlich eine Stromversorgung mittels USB Bus Power.

Welches Multieffekt-Pedal ist das Richtige?

Durch das riesige Marktangebot ist es schwer zu sagen, mit welchem Pedal man am besten bedient ist. Bei der Wahl des passenden Pedals spielen Faktoren wie der eigene Geschmack, das Anwendungsgebiet und das zur Verfügung stehende Budget meist die wichtigste Rolle. Multieffekt-Pedale sind in einem Preisbereich ab ca. 100 € bis knapp bis weit über 1.000 € erhältlich, wobei wir unsere magische Obergrenze bei ca. 800 € gesetzt haben. Selbst wenn 800 € viel klingen, käme man beim Kauf mehrerer Einzeleffekten auf einen ähnlichen, wenn nicht noch höheren Preis, abhängig von der Qualität der ins Visier genommenen Effekte.

Was sollte man vor dem Kauf unbedingt erledigen?

  • Prüfen, ob das Pedal den eigenen Anforderungen entspricht. Dabei helfen zunächst Übersichten mit technischen Daten, welche über den Aufbau des Pedals informieren.
  • Das Pedal selbst ausprobieren, um sich mit der Bedienung vertraut zu machen und vor allen Dingen hören, ob der Sound stimmt.

Sind diese beiden Punkte gecheckt, lässt sich das Feld der in Augenschein genommenen Pedale eingrenzen, um den eigenen Wunschkandidaten schneller zu finden.

Damit diese Aufgabenstellung insgesamt einfacher wird, haben wir für euch eine Reihe an interessanten Multieffekt-Pedalen unter die Lupe genommen, von denen wir überzeugt sind, dass sie für die Verwendung mit Synthesizern besonders geeignet sind.

1 / 2
.

Verwandte Artikel

User Kommentare