Feature
5
16.10.2021

Kaufberater: Die besten DJ-Mixer und DVS-Mixer mit integriertem Audiointerface

DJ Mischpulte für Traktor Scratch Pro, Serato DJ, VirtualDJ und Rekordbox DVS

Club- oder Battlemixer mit USB-Audiointerface

Auflegen mit einem Laptop und einem digitalen Vinyl-System, dafür gibt es mehrere Beweggründe: Ein wichtiges Kriterium, das immer wieder genannt wird, ist das authentische „Vinyl-Feeling“, besonders für Scratcher und Turntablisten. Auch wer gern herkömmliche Schallplatten auflegt, eventuell im Mix mit Timecodes, ist mit einem DVS gut bedient.

Für unterwegs bietet sich ein der DJ-Software entsprechend zertifiziertes Audiointerface an. Arbeiten Virtual DJ, Cross, Traktor und Mixxx eigentlich mit jeder 4In/4Out USB-Lösung zusammen, ist für Serato ein Rane oder Denon DS1 Audiointerface erforderlich. Möchte man für das DJ-Studio, den Club oder das eigene mobile Komplett-Setup einen DVS-Mixer erwerben, stellt sich ebenfalls die Frage nach der Kompatibilität.

DVS DJ-Mixer oder DVS Mixer Quick Facts

Was ist ein DVS-Mixer? DVS bedeutet "Digitales Vinyl System", also eine Kombination aus DJ-Software, Steuervinyl mit Timecode für Richtungs-, Tempo- und Positionsangaben sowie eine Soundkarte, die die Wandlung übernimmt. DVS-Kompatible Mischpulte müssen folglich ein integriertes Audiointerface besitzen, werden nicht selten auch mit einer Software und passenden Timecode Vinyls und/oder CDs im Set ausgeliefert. Club- oder Battlemixer mit USB-Audiointerface gibt es in zahlreichen Varianten und Ausführungen. Phono-Inputs zum Anschluss von Plattenspielern sind für ein DVS-kompatibles DJ-Mischpult obligatorisch, ebenso gehört mindestens ein 4/4 Audiointerface zum Pflichtprogramm.

Die besten DVS Software-Systeme sind:

Serato DJ

Native Instruments Traktor

Virtual DJ

Pioneer rekordbox dj

Mixvibes Cross

 

Wir haben in diesem Artikel einige bewährte und brandaktuelle Mischpulte zusammengestellt, die je nach Gusto vielleicht die richtige Wahl für euch darstellen könnten.

Rane Seventy & A-Trak-Edition, Seventy-Two MK2

Mit Serato DVS funktionieren Rane Seventy und Seventy-Two sowie die Rane Seventy A-Trak Signature Edition. Jedes Pult ist mit allen nötigen Stellschrauben ausgerüstet, die man als Scratch-DJ einzufordern gewohnt ist. Dazu kommen MIDI-Controller und Performance-Pads sowie ein Dual-USB-Interface für fliegende DJ-Wechsel und Back2Back-Performances.

Außerdem kann der Seventy-Two Mk2 ein integriertes Touch-Display mit Wellenformanzeige zur Effektsteuerung und Navigation vorweisen. Der Seventy A-Trak ist Ranes jüngster Spross.

Denon DJ X1850 Prime

Mit dem X1850 hat Denon DJ einen Serato-DVS kompatiblen DJ-Clubmixer mit Dual-USB-Interface im Programm, der auf futuristisches Design, schlanke Bauart und digitale Systemarchitektur setzt. Folglich offeriert das Pult zahlreiche Einstelloptionen wie Effekt- und Audioeinstellungen, Filterresonanz, MIDI- und DVS-Setup, EQ-Grenzfrequenzen, Samplingrate, Talkover, ja sogar Button-Farben. Das Anschlusspanel bietet neben gängigen Standards auch digital Eingänge und ein Netzwerk-Hub, prädestiniert für die Denon Prime Range Mediaplayer SC5000 und SC6000(M). Aber auch vier Phono-Anschlüsse hat der X1850 an Bord, ebenso eine DVS-Stellung, um problemlos zwischen den verschiedenen Modi umzuschalten. On Top serviert Denon integrierte Sweep- und Beat-Effektsektionen mit Touch-Stripe, Kombifilter und eine MIDI-Schnittstelle. Das alles residiert in einem rock-solidem Metallgehäuse.

Denon DJ X1850 Prime (Produktseite auf thomann.de)

Rane Seventy-Two MKII (Produktseite auf thomann.de)

Rane Seventy (Produktseite auf thomann.de)

Rane Seventy A-Trak Signature Edition (Produktseite auf thomann.de)

Pioneer DJ DJM-S11 und DJM-S7

Pioneer DJ DJM-S11 ist der neue Stern am Firmament der Battlemixer. Das Flaggschiff für Turntablisten kommt mit einem Multituch-Display, Touchscreen, Magvel Pro Fader, USB Hub, mehr Effekten, größeren und verbesserte Pads und einigen hochinteressanten neuen Feature-Updates gegenüber dem DJM-S9, die es unter anderen ermöglichen mit bis zu 4 Decks aufzulegen - das Zauberwort heißt Deck Move. Was es damit auf sich hat, zeigt unser Autor Dirk Duske in seinem Test. Das Pult punktet zudem mit hochwertiger Verarbeitung, sehr übersichtlichem Design und ausgezeichnetem Sound. Ein rundum gelungener Mixer.

Beim DJM-S7 verzichtet Pioneer DJ auf den Bildschirm, dafür offeriert das Pult einige besondere Features. So ist unter anderem erstmalig Bluetooth-Funktionalität an einem Pioneer DJ-Mixer gegeben und eine neue Loop-MIDI-Funktion (hier geht es zum Test)

Numark Scratch

Numark hat mit dem Scratch einen DVS-fähigen Battle-Mixer für Serato im Programm, der primär auf die Anforderungen der Turntablisten und Digital-Scratcher ausgelegt ist. Zu den Ingredienzien gehören ein Mini-Innofader, Tasten zur Steuerung von Hotcues, Samples und Loops vom Gerät aus. Ferner ist ein bipolares Kanalfilter an Bord und eine FX-Abteilung für Seratos Software-Effekte. Das DJ-Mischpult kostet keine 500 Euro – inklusive Serato Pro und DVS Funktionalität – und man kann damit viel Spaß haben. Für mich ein Kandidat für einen guten Einstieg in das Serato DVS-Universum. Zum Test. 

Mixars Duo und Quattro

Mixars Duo ist ein Serato DVS-kompatibler DJ-Mixer mit integriertem Audiointerface, zwei Kanälen, stattlichen Konfigurationsmöglichkeiten für Line- und Crossfader, USB-Hub sowie MIDI-Buttons und Knobs zum Aufruf von Softwarefunktionen wie Hotcues und Loops. Im Test beeindruckte das Pult weiterhin mit einer vorbildlichen Verarbeitung, gutem Sound und nicht zuletzt dem attraktiven Preis, Serato-Lizenz inklusive. Der große Bruder Quattro erweitert das Konzept auf vier Kanäle und tritt mit integrierten FX sowie zwei USB-Ports an für DJ-Teams und nahtlose Wechsel an

Mixars Duo MK2 (Produktseite auf thomann.de)

Mixars Quattro (Produktseite auf thomann.de)

Numark Scratch  (Produktseite auf thomann.de)

Native Instruments Traktor Kontrol Z2

NI haben ihren eigenen 2+2-Kanäler im Programm, der nicht nur mit einem Traktor Scratch Pro Interface aufwartet, sondern zahlreiche MIDI-Controller für Loop, Cues und Effekte mitbringt und aktuell für unter 600 Euro Straßenpreis zu haben ist. Neben den beiden Hauptkanälen lassen sich via Drehregler die Remix-Decks zumischen. Ein doppelter USB-Hub ist ebenso mit von der Partie. Dort lassen sich bequem weitere NI-Controller wie ein D2 oder F1 andocken. Wer mit Traktor auflegen möchte und sich dabei, was Effekte und Co. angeht, hauptsächlich aus dem Fundus der Software bedienen möchte, liegt bei diesem Pult richtig. Timecodes und eine Traktor-Serial sind im Lieferumfang enthalten. Hier findet ihr unseren Test.

Pioneer DJM-250MK2, DJM-S3, DJM-450 und DJM-900NXS2

Pioneer hat sein DVS-Angebot nicht nur auf die eigene Software Rekordbox ausgebaut, sondern den Einstieg gleich im untersten Preissegment ermöglicht. Der Battlemixer DJM-250Mk2 kostet gerade mal 349 Euro und ist Rekordbox dvs kompatibel, für den Serato-Mixer DJM-S3 muss man 529 Euro hinlegen, der DJM-450 kostet 698 Euro und offeriert eine integrierte Rekordbox-fähige USB-Soundkarte, einen 64-Bit-DSP, Beat- und Color-FX, eine USB-Send/Return-Einheit für iOS-Devices und Pioneers Magvel-Crossfader. Der DJM-900NXS2 hingegen ist für Rekordbox, Serato und Traktor Scratch Pro gerüstet.

Allen and Heath Xone:96, PX5 und 43C

Der Allen & Heath XONE:96 (zum Test) bietet ein integriertes 96 kHz/32Bit Dual-USB-Interface mit 2x12 Kanälen, ist mit einer hervorragende Filtersektionen mit Crunch ausgerüstet, offeriert DJ-Teams eine zweite Kopfhörersektion und hat satte 4 Return-Kanäle zu bieten. Er überzeugt mit seinem warmen, transparenten und druckvollen Klang. Hier wurde quasi der 92er ins Digitalzeitalter überführt.

Der Xone:PX5 ist ein Fall für Traktor Scratch Pro, der mit analogem Filter, 20-Kanal-USB-Audiointerface, umfangreichem Routing und digitalen Effekten und angreift. Besonders hervorzuheben ist auch der mögliche FX-Mix aus externem Effektor, VST-Plugin oder integrierten FX. Ein echtes Performance-Tool.

Die aktuelle Xone-DVS-Serie umfasst zudem den 43C für Serato DJ und so man einen kleinen Umbau nicht scheut den 23C.

Allen and Heath Xone 96 (Produktseite auf thomann.de)

Allen and Heath Xone PX5 (Produktseite auf thomann.de)

Allen and Heath Xone 43C (Produktseite auf thomann.de)

Allen and Heath Xone 23C (Produktseite auf thomann.de)

Reloop RMX-90 DVS

Reloop hat mit dem RMX-90 DVS einen „Premium Line“ Clubmixer im Sortiment, der für Serato DJ DVS zertifiziert ist. Das Pult bietet unter anderem vier voll ausgestattete Kanalzüge, Mike- und Aux-Kanäle mit Cinch-Input oben (!), 12 Effekte, sowohl USB-Audiointerface wie auch ein dreifaches USB-Hub. Aufgrund der digitalen Systemarchitektur lassen sich zahlreiche Parameter nach eigenen Vorstellungen konfigurieren. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt.

Selbstverständlich sind dies nicht einzigen DJ-Mixer am Markt, die mit einem integrierten USB-Interface aufwarten, dass sich in der Lage sieht, das Trägersignal eines Timecode-Vinyls für die DJ-Software zu wandeln und weiterzugeben. Ebenso klar: Nicht jeder legt mit Traktor/Serato/Rekordbox auf und die Liste könnte durchaus länger ausfallen.

Falls ihr also einen Tipp für uns habt oder einfach mitteilen wollt, warum ihr welchen Mixer einsetzt und wie euer Setup aussieht, nur zu! Nutzt dazu gern unsere Kommentarfunktion.

Happy Mixing

Euer Peter Westermeier

Verwandte Artikel

User Kommentare