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Workshop
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14.08.2013

Hammond Workshop #3: Spieltechniken

Video-Workshop: Typische Spieltechniken auf der Hammond-Orgel

In der dritten Folge unseres Hammond-Videoworkshops beschäftigen wir uns mit einigen typischen Spieltechniken, die sich auf der leichtgängigen Tastatur der Hammond-Orgel im Laufe der Zeit entwickelt haben. Hier erfahrt ihr, wie ihr eure Performance mit Trillern, Drone Tones und Glissandi würzen könnt.

Keine Angst, ihr braucht keine Tonleitern und Arpeggios zu pauken. Ganz ohne den richtigen Fingersatz wird es aber nicht gehen, denn in dieser Folge stelle ich euch einige charakteristische Spieltechniken vor, die jeder Hammond-Organist im Repertoire haben sollte. Der Beispielsong ist ein Shuffle-Blues, über den wir zwei Chorusse lang solieren. Viel Spaß! 

Hammond-Spieltechnik: Einführung

Eine Orgel unterscheidet sich in zwei ganz wesentlichen Punkten von einem Klavier und den meisten anderen Tasteninstrumenten: Zum einen klingt der Ton nicht aus, wenn man eine Taste gedrückt hält, sondern bleibt stehen, bis man sie wieder loslässt. Die Taste schaltet den Ton an und aus. Zum anderen ist die Tastatur einer Hammond-Orgel ungewichtet und sehr leichtgängig. Auf einer "klaviermäßigen" gewichteten Tastatur ist es schwierig bis unmöglich, authentisch Orgel zu spielen. Zum Nachspielen der Beispiele in dieser Folge solltet ihr daher eine möglichst leichtgängige Tastatur wählen, wie sie die meisten Orgel-Klone besitzen. Wer eine Software-Orgel benutzt, sollte das schicke Masterkeyboard mit Hammermechanik für diese Folge am besten durch ein Keyboard mit ungewichteten Tasten ersetzen.

Hammond-Spieltechnik: Sputter

Die sogenannte Sputter-Technik bezeichnet das schnelle Repetieren von Noten, das auf der leichtgängigen Hammond-Tastatur besonders flott von der Hand geht. So richtig gut klingt das aber erst, wenn man das korrekte Timing beachtet. 

Hammond-Spieltechnik: Triller

Auch Triller gehören zum Repertoire jedes versierten Organisten. Ähnlich wie bei der Sputter-Technik kommt es dabei auf den richtigen Rhythmus an. 

Hammond-Spieltechniken: Drone Tones und Palm Glissando

Weil ein Ton auf der Hammond-Orgel nicht ausklingt, kann man ihn über viele Takte hinweg halten. Daraus haben sich die sogenannten Drone-Tones entwickelt – gehaltene Noten, unter oder über denen man mit den übrigen Fingern etwas anderes spielt. Im zweiten Chorus des Blues-Solos verwenden wir einen solchen Drone-Tone. Natürlich könnt ihr dafür ein Messer zwischen die Tasten stecken, wie es Keith Emerson seinerzeit zu tun pflegte. Der kleine Finger tut's aber auch! Das Solo wird mit einem fetten Palm-Glissando abgeschlossen.

Downloads

Sofern ihr jetzt noch keine Knoten in den Fingern habt, könnt ihr euch das Playalong zu dieser Folge hier herunterladen. Wie immer gibt es auch ein Leadsheet dazu.

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