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14.04.2019

Die BassStation 2 bekommt schon wieder ein spannendes Update von AFX inspiriert

Als Novation-Besitzer geht es einem in diesen Tagen echt gut, kaum ist ein Update einigermaßen gesetzt, kommt noch ein neues und verbessert das Gerät. Für die BassStation 2 gibt es ab Sonntag ein weiteres Update.

Die Aphex Twin Vision handelt davon, dass man mit beliebig vielen Splitpunkten einen anderen Klang mit etwas oder total anderen Parametern auf die Tasten verteilen kann. Das bedeutet nicht weniger als den tollen Drummode aus dem Nord Lead 2, wo es 8 solcher Patches gibt. Hier aber kann man faktisch jede Taste oder so viel wie man möchte mit anderen Parameter-Sets belegen. Das ist nicht nur die verdammte Zukunft, sondern sehr hilfreich für rhythmische Musik oder aber für massive Veränderungen tonaler Musik für jede Note.

Der Clou solcher Verwandlung besteht auch darin, dass ein Arpeggio eher wie ein Sequencer wirken kann, denn jeder Klang kann nun ein ganz anderer sein. Damit wird die BassStation 2 zu einem Drumsynthesizer oder Kreativ-Basis-Synthesizer für alles Bewegliche. Nur polyphon wird sie dadurch nicht. Hoffentlich lernen andere Hersteller auch. Bisher hat das nur Korg mit dem Radias mal gewagt, ähnliches zu tun mit dem 32-fachen Drummode.

Hüllkurven

Als weitere Funktionen für die Hüllkurven gibt es nun eine Art Rise & Fall Faktor für die Sustain-Phase. Bis zum Ablauf dieser Zeit wird der Sustain dann auf einem Zielpegel angekommen sein und sich dann nicht mehr ändern. Bisher war das natürlich statischer, wie bei allen ADSR-Hüllkurventypen. Da hat man wohl beim Virus nachgeguckt. Der Nachteil ist allerdings, dass die Funktion die Decay-Zeit übergeht. Gedacht ist das Ganze, um eine feste gleichbleibende Hülkurvendauer zu garantieren.

Suboszillator tunen

Der Suboszillator scheint nicht mit der üblichen Frequenzteiler-Schaltung in der Hardware realisiert worden zu sein, denn nun lässt er sich separat stimmen. Zwar kann man die Schwingungsform nicht verändern, aber so hat der Suboszillator schon fast normale Oszillator-Qualitäten und man könnte fast sagen, dass die BassStation 2 mit dem Update „fast drei Oszillatoren“ bietet.

Glides pro VCO verschieden

Ähnliche wie Vermona anbieten, kann man nun auch die beiden VCOs mit verschiedenen Glide-Zeiten ausstatten. Damit ließen sich auch Sync-Sounds so bauen, dass sie mit dem Glide einen Obertonanteil bekommen, der über die beiden verschiedenen Zeiten justiert werden kann. Außerdem wirkt das sehr unlangweilig, da man simple Portamentos bereits interessanter gestalten kann, auch ohne VCO-Sync-Funktion.

Handclap-Retrigger?

Es gibt nun eine Möglichkeit, die Hüllkurven beliebig oft wiederholen und neu triggern zu lassen. Auf solche Weise kann man leichter eine Art Handclap Sound erzeugen oder Ratcheting simulieren. Diese Option haben die wenigsten Synthesizer überhaupt zu bieten. Und wenn sie es haben, so kann man selten einstellen, wie oft das passiert. Der Andromeda ist einer dieser seltenen Vögel und die BassStation 2 entwickelt sich nun so langsam zu einem echt super attraktiven Werkzeug für wenig Geld.

Weitere Information

Das Update bekommt man ab sofort kostenlos über die Novation Website oder die hauseigene Components Software.

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