Feature
5
10.10.2017

Die 6 coolsten Blade Runner Tracks/Remixes für DJs und Musikliebhaber

Der im Jahr 1982 erschienene Science-Fiction Film „Blade Runner“ gehört zu den stilprägensten Filmen aller Zeiten. Und das nicht nur in Bezug auf den Look, sondern auch was die Musik des Films betrifft. Der Synth-Guru Vangelis ist dafür verantwortlich und hat mit Synthesizern Emotionen geweckt, für die andere ein ganzes Orchester brauchen. Sowohl der Film, als auch die Musik haben über die Jahre immer wieder verschiedene Künstler zu eigenen Interpretationen inspiriert. Dabei sind einige sehr interessante Werke entstanden.

Das Original

Ridley Scotts Science-Fiction Meisterwerk kam 1982 in die Kinos. Erstaunlicherweise hat es ganze zwölf Jahre gebraucht, bis die Filmmusik von Vangelis veröffentlicht wurde. Besonders interessant ist die Tatsache, dass man strenggenommen nicht von einem Soundtrack sprechen kann, sondern vielmehr von einem Vangelis-Album mit dem Titel des Films. Denn einige der Stücke kommen im Film gar nicht vor und wurden zum Teil erst nachträglich gemacht – so inspiriert war Vangelis selbst von den düsteren Bildern. Es geht sogar so weit, dass zum 25. Jubiläum im Jahr 2007 ein Dreifach-CD-Set veröffentlicht wurde, auf der noch weitere Musik zu finden ist, welche erst nach dem Film entstanden ist. 

Hier die Eröffnungssequenz des Films:      

The New American Orchestra – Blade Runner

Kurios, aber dieses Album erschien tatsächlich 1982 und damit ganze 12 Jahre früher als die originale Filmmusik. Synthesizer spielen hier nicht so eine große Rolle, vielmehr dominieren akustische Instrumente diese Aufnahmen. Der jazzige Charakter des Originals wird hier weiter ausgearbeitet – im Vergleich wirkt hier alles ein bisschen „cheesiger“. Dennoch ist dieses Album für Sammler und besonders Fans des Films eine Erwähnung wert.

Die verschiedenen Versionen des Albums auf Discogs und der Blade Runner Blues von The New American Orchestra:

Die Electro-/Italo-Disco-Version des End Title von Hipnosis

Viele werden diese Platte vermutlich kennen, sehr wahrscheinlich als 1-Euro Platte in der Grabbelkiste auf dem Flohmarkt. Nichtsdestotrotz hat diese Scheibe aus dem Jahr 1983 auf der B-Seite eine klasse Aufarbeitung des Themas von der End-Sequenz des Films. Speziell der Electro-Flavour der Beatbox weiß hier zu begeistern. Wenn ihr die Platte mal auf nem Flohmarkt entdeckt, was gar nicht so schwierig ist, schlagt zu! Oder surft zu Discogs, ab 38 Cent ist das gute Stück zu haben.  

Hipnosis – End Title         

Cosmic Baby – A Tribute To Blade Runner

Cosmic Baby, der Techno- und Trance- Star in den 90er Jahren hat sich gleich auf zwei EPs mit dem Filmklassiker beschäftigt. 1994 erschien der erste Teil, ein Jahr später gab es dann die „Fortsetzung“. Der Inhalt beider EPs bezieht sich ganz klar auf die Kompositionen von Vangelis, welcher richtigerweise auch als solcher in den Credits genannt wird. Besonders im Foukus ist hier mal wieder der spektakuläre „End Title“ vom Ende des Films. Aber auch dem Anfangstitel hat Cosmic Baby seinen Stempel aufgedrückt und damit auch eine zeitlosere Version als bei seinen anderen Bearbeitungen abgeliefert, welche schon sehr stark nach den 90ern klingen. A Tribute To Blade Runner auf Discogs.

Cosmic Baby – A Tribute To Blade Runner (LA 2018 Main Title)

The Hacker – Blade Runner

Im Jahr 2000 veröffentlichte der belgische Künstler „The Hacker“, den viele von seiner Zusammenarbeit mit Miss Kittin kennen, eine Platte mit dem Titel „Blade Runner“. Auch hier stehen wieder die End Titles von Vangelis im Zentrum des Geschehens. Der Remix ist ganz ordentlich gelungen und die Scheibe selbst erzielt bereits stattliche Preise auf dem Discogs-Markt. 

The Hacker – Blade Runner (Radio Edit)           

Prins Thomas – Blade Runner (End Titles)

Noch schwieriger zu finden als die Platte von The Hacker dürfte diese Version der End Titles sein. Das rare Stück ist gerade erst am 5. Oktober dieses Jahres anlässlich der Blade Runner 2049 Prämiere in Oslo in einer 300er Auflage kostenlos verteilt worden. Da dürfen wir gespannt sein, wie sich die Preise entwickeln werden. Gerade diese Version macht mich persönlich sehr neugierig, weil ich die Produktionen von Prins Thomas immer sehr spannend finde. Leider kann ich euch noch nicht einmal ein Video dazu anbieten.

Jeff Mills – Blade Runner

Jeff Mills nimmt sich 2005 auf seiner „Blade Runner“ EP sehr selbstbewusst dem Thema an. Anstatt Coverversionen oder Bearbeitungen der Musik von Vangelis anzubieten, nimmt er hier wirklich den Film als Vorlage und macht seine ganz eigenen Interpretationen. Mit drei unterschiedlichen Tracks arbeitet er sich hier an dem Thema ab und schafft damit seinen eigenen (zeitlosen) Klassiker. Jeff Mills – Blade Runner auf Discogs.

Jeff Mills – The Light That Burns Brightest   

Welche Versionen und Titel haben wir hier vergessen? Was könnt ihr empfehlen? Wir freuen uns auf eure Kommentare.

Verwandte Artikel

User Kommentare