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Die besten Gitarrenriffs in Noten und Tabs – Daft Punk – Lose yourself to dance

Die französische House-Band Daft Punk hat sich zum großen Bedauern ihrer Fans nach knapp 30 jähriger Bühnenkarriere entschlossen, 2021 dem Musikbusiness Lebewohl zu sagen. Glücklicherweise gehören ein paar ganz fantastische Tondokumente zur künstlerischen Hinterlassenschaft des Duos, wovon insbesondere das 2001 erschienene Album “Discovery” hohe Anerkennung seitens der Kritik erfuhr. Die große Renaissance und der breite kommerzielle Durchbruch gelang den Franzosen jedoch 2013 mit dem Werk “Random Access Memory”, das gleich mehrere Grammys einheimste und Hits wie “Get Lucky” oder auch “Lose yourself to dance“ lieferte. Da der erstgenannte Titel bereits in einem Workshop verarztet wurde, wollen wir uns hier dem zweiten Song widmen.

(Bild: © Shutterstock / Andrea Raffin)


Die Gitarren auf “Lose yourself to dance” stammen, wie bei weiteren Songs des Albums, von , seines Zeichens Funk- und Disco-Legende, unfassbarer Rhythmusgitarrist der Band Chic und extrem erfolgreicher Produzent von Künstlern wie David Bowie, Diana Ross, Sister Sledge oder Madonna. Auch bei diesem Song. beglückt uns Nile mit einer spritzigen 16tel Gitarre und einer Spielweise, der er selbst den Namen “Chucking” gegeben hat, was für den charakteristischen Sound steht, der sich aus der geschickten Kombination aus synkopierten 16tel Attacks und Ghostnotes speist. Wer sich noch tiefer mit Nile beschäftigen will, dem möchte ich an dieser Stelle den des geschätzten Kollegen Thomas Dill ans Herz legen.

Nile schwört auf seine weiße 1960er Stratocaster, die mittlerweile den Namen “Hitmaker” bekommen hat, da sie auf unzähligen Chart-Erfolgen zu hören ist. Bei ihr handelt es sich um ein Hardtail-Modell, das mit einem 1959er Ahornhals aufgemotzt wurde. Für die Rhythmusparts verwendet Nile den Halspickup und spielt 009-042er Saiten. Verstärkt wird Niles Gitarre meistens sowohl über einen Fender Deluxe Reverb als auch über eine Neve-Konsole, in die er sich direkt stöpselt, was auch einen großen Teil des sehr drahtigen Sounds ausmacht.
Prinzipiell besteht der Song überwiegend aus einem achttaktigen Schema, bestehend aus den zweitaktig gespielten Akkorden Ebm7, Gbmaj7, Bbm7 und Ab. Da Niles Rhythmuspattern aber erst auf dem Bbm7-Akkord in Takt 5 einsteigt, nimmt man diesen gerne fälschlicherweise als Formbeginn wahr, denn die Gitarre beginnt zuvor mit einem kleinen Blueslick aus der Bbm-Pentatonik. Der Gitarrenpart wurde hier overdubbed, wobei eine Gitarre die Akkorde etwas höher nimmt und die Pedaltöne Ab und F in die Voicings integriert. Die andere Gitarre hingegen spielt die Akkorde ein paar Lagen tiefer. Zum Jammen habe ich euch die Zweitgitarre im Playback belassen.

Audio Samples
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Lose yourself to dance – Original Lose yourself to dance – Playback

Um Nile Rodgers funky Sound hinzubekommen, würde ich ebenfalls zu einer Singlecoil-Gitarre greifen und die Halsposition wählen, wobei man auch mit Zwischenpositionen schöne glasige Funksounds erzeugen kann. Nun könnt ihr entweder direkt in ein Audiointerface spielen oder aber zu einem Amp mit amerikanischem Cleansound greifen. Ein Kompressorpedal vor der Vorstufe gibt dem Sound noch ordentlich “Knack” und etwas Reverb sorgt für ein angenehmes Raum-Feel beim Spielen. Hier ein Soundvorschlag meinerseits unter der Verwendung des <b>Neural DSP Cory Wong Plugins</b>, bei dem ich die Speakersimulation deaktiviert habe, um den typischen Konsolensound zu erhalten:

Sound-Setting

Viel Spaß mit “Lose yourself to dance”!

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(Bild: © Shutterstock / Andrea Raffin)

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von Haiko Heinz

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