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Crashkurs #2: Beats bauen mit Apple Logic Pro X

Nachdem wir im ersten Teil unseres Chrashkurses einen Backbeat mit Logics „Drummer-Spur“ erzeugt haben und dazu Gitarre aufgenommen haben, werden wir nun etwas tiefer in die Materie eintauchen und mithilfe von MIDI-Noten einen eigenen Beat erstellen. 

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Das Spielen einer MIDI-Note geschieht entweder live mit einem MIDI-Keyboard bzw. Drum-Controller oder aber man „programmiert“ sie. Programmieren klingt allerdings nach Informatik, daher sagen wir lieber, wir „zeichnen“ MIDI-Noten ein. Alle DAWs bieten ein Stift-Werkzeug, mit dem sich MIDI-Noten in einer sogenannten Piano-Rolle einzeichnen lassen. Daher ist es zunächst wichtig zu wissen, wie diese MIDI-Noten programmiert – Entschuldigung! – eingezeichnet werden. Und genau darauf werden wir in diesem Teil des Workshops eingehen.

Details

Das Projekt einrichten – Vorbereitung ist die halbe Miete

Beginnen wir mit dem Einrichten unseres Projekts: Standardmäßig beinhalten Drum-Sampler vorgefertigte Drum-Kits. Das sind Zusammenstellungen einzelner Drum-Samples, die von Bass-Drum, Snare-Drum, Hi-Hat über Crash-Becken und Percussion-Instrumenten alles bieten, um einen vollständigen Groove zu erzeugen. Wie Ihr in Logic ein solches Drum-Kit einrichtet um mit dem Beat-Programmieren loszulegen, seht Ihr in folgendem Video:

Das Stift-Werkzeug – Wie werde ich zum musikalischen Picasso?

Jetzt geht es los mit eurem ersten Beat! Ihr benötigt kein MIDI-Keyboard oder einen Drum-Controller, sondern lediglich das virtuelle Stift-Werkzeug von Logic, Maus und Tastatur, da wir die MIDI-Noten eben ganz einfach einzeichnen werden.
Moment mal – was machen MIDI-Noten eigentlich genau? MIDI-Daten sind Steuerinformationen zum Ansteuern von elektronischen Instrumenten, also Klangerzeugern wie Synthesizern oder Samplern. In unserem Fall wird durch das Abspielen einer MIDI-Note ein Drum-Sampler „angesteuert“ bzw. getriggert, der darauf hin ein Sample abspielt, das sich in Form einer Audiodatei z. B. im WAV- oder MP3-Format auf eurer Festplatte befindet. Und so erklingt dann beispielsweise eine Bass-Drum. 
Doch genug der Theorie, lasst uns einen Beat „malen“.

Und schon haben wir den Grundrhythmus, auf dem viele Dance-Songs aufbauen. Natürlich können wir dieses musikalische Meisterwerk nicht drei Minuten am Stück durchlaufen lassen – da würden selbst im Minimal-Techno-Club müde Gesichter aufkommen. Daher wird es Zeit, Variationen aus unserem Grundrhythmus zu bauen. Dafür duplizieren wir unsere MIDI-Region und erweitern sie.

Die Drum-Sektion steht nun, aber wie geht es jetzt weiter? Da das Einzeichnen von MIDI-Noten natürlich nicht nur bei Drum-Samples funktioniert, können wir jetzt weitere virtuelle Instrumente programmieren. Auch ohne tiefgreifende Kenntnisse von Musiktheorie kann man in Logic X Instrumente harmonisch programmieren. Ich habe mich entschieden bei diesem Musikstil mit einem Synthie-Bass weiterzumachen. Hier lernt Ihr nun das Pinsel-Werkzeug kennen.

Genau so funktioniert es mit jedem weiteren virtuellen Instrument und für viele Musikrichtungen. Probiert es einfach mal aus! Mit der Zeit werdet Ihr eigene Herangehensweisen entwickeln, euren eigenen Sound formen und somit eure Handschrift als Beat-Producer bilden. Das Verwenden von MIDI-Keyboards oder Drum-Controllern bringt durch das Live-Einspielen natürlich mehr Lebendigkeit und „Realness“ in eine Produktion. Allerdings ist dafür zumindest eine gewisse Portion Rhythmusgefühl notwendig. Aber es ist nie zu spät, mit dem Lernen anzufangen!
Im dritten Teil unseres Chrashkurses werden wir uns dann der Produktion von Beats mit Audiospuren widmen. Dann erfahrt Ihr, welche anderen Möglichkeiten euch die Arbeit mit Audio-Samples ermöglicht und auch, wo Ihr gute Samples kostenlos herunterladen könnt.

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von Alexander Eberz

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Profilbild von Bernhard Derks

Bernhard Derks sagt:

#1 - 05.09.2015 um 10:15 Uhr

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Sehr verständlich dargestellt und eine sehr gute Hilfe für Einsteiger.

Kommentare vorhanden
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