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Mixed In Key Captain Beat Test

Schon seit der ersten Version der


Dazu hält Captain Beat viele fertige Drumkits, Rhythmen und MIDI-Grooves bereit, die sich frei editieren lassen und mit denen das Bauen von Beats noch leichter von der Hand gehen soll. Neben vielen mitgelieferten Samples bietet das Beat-Making-Plugin auch ein praktisches Sample-Import-Feature via Drag-and-drop. Wir haben uns das Helferlein genauer angeschaut und wurden positiv überrascht!

Details

Allgemeines

Captain Beat ist einzeln sowie im Bundle mit den übrigen Captain-Plugins erhältlich. Das Plugin ist verfügbar für Windows als VST- und für Mac sowohl als AU- als auch als VST-Version, jeweils in 32- und 64-Bit. Mixed In Key gibt euch eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie, damit ihr das Ganze vorab testen könnt.

Beat Programming leicht gemacht

Wer die Captain-Plugins kennt, könnte vielleicht annehmen, dass auch Captain Beat die Rhythmen nur automatisch generiert. Tatsächlich habt ihr in dieser Hinsicht jedoch freie Hand und könnt die Beats von Grund auf selbst programmieren.

Das Interface ist sauber strukturiert und ermöglicht intuitives Beat Programming.

Die Bedienoberfläche erinnert an eine Pianorolle (Key Editor) einer DAW. Je nach eingestelltem Rasterwert (1/1 bis 1/64) lassen sich die Steps einer jeden Drumspur mit der Maus einprogrammieren bzw. via Computertastatur oder MIDI-Controller live einspielen. Zum Programmieren hält das Plugin verschiedene Tools bereit. Am schnellsten kommt man mit dem Pinselwerkzeug voran, mit dem sich nicht nur einzelne Noten, sondern auch Rolls in einem Rutsch einzeichnen oder löschen lassen, wie man es etwa von FL Studio oder Logic Pro kennt.
Wer nicht selbst programmieren möchte, kann das Pattern (im Plugin „Rhythm“ genannt) des gesamten Kits oder einzelner Spuren auch automatisch generieren lassen. So könnt ihr das Plugin entweder nutzen, um euch von Beginn an inspirieren zu lassen, in dem der gesamte Groove vorgegeben wird, oder ihr habt bereits einen Grundbeat gebaut und setzt Captain Beat lediglich dazu ein, beispielsweise die Percussions hinzuzufügen. Das Besondere: Je nach Spur sind entsprechende Patterns geladen. Oder anders gesagt: Wenn eine Crashbecken-Spur ausgewählt ist, werden auch nur dazu passende Rhythmen erzeugt – sehr praktisch! Captain Beat hält über 500 vorgefertigte Rhythmen bereit. Im Folgenden hört ihr einen kleinen Auszug der mitgelieferten Rhymten, zu denen ich je nach Genre ein entsprechendes Drumkit gewählt habe.

Passend zu den weiteren Geschwistern Captain Chords, Captain Melody und Captain Play hält Captain Beat ebenfalls nur vier Pattern-Slots bereit, um „Verse, Pre Chorus, Chorus und Drop“ vorzubereiten. Das hängt damit zusammen, dass die weiteren Captains zwar ebenfalls nur diese Arrangement-Struktur anbieten, dafür aber miteinander synchronisiert sind. Bedeutet: Wenn man in Captain Chords eine Akkordfolge im Chorus editiert und danach Plugin-intern in den Verse-Part springt, ändern sich alle anderen Captain-Plugins, wie z. B. Captain Beat, entsprechend mit. Im folgenden Video seht ihr, wie schnell und einfach sich Beats mit dem Plugin bauen lassen.

Samples laden, importieren und bearbeiten

Neben den Rhythmen können auch die Kits und Sounds on-the-fly durchgeschaltet werden – im Übrigen, ohne dass dabei im Livebetrieb Knackser oder Aussetzer entstehen! Das Plugin kommt mit über 100 Kits, die klanglich passend zusammengestellt sind. Neben klassischen Kits sind auch moderne Kombinationen am Start. Die Samples klingen durchweg brauchbar und teilweise relativ rough – so habt ihr noch genug Möglichkeiten, die Sounds selbst zu schrauben. Zur Bearbeitung der einzelnen Samples stehen pro Soundslot die Parameter Hüllkurven (AHD), Pitch, Volume, Pan, Filter, Reverb und Delay bereit, die jeweils mit nur einem Regler bedient werden – alles recht grob, aber zum schnellen Anpassen von Drumsamples geht das in Ordnung.  
Wirklich gut gefällt mir an der Stelle, dass man pro Step die Wellenform des Samples statt einer MIDI-Note angezeigt bekommt, dadurch hat man einen sehr guten Überblick darüber, wie lange ein Sample ausklingt und wie sich der Klangverlauf gestaltet! Wem die mitgelieferten Samples nicht ausreichen, kann via praktischer Drag-and-drop-Funktion eigenes Audiomaterial importieren. Captain Beat unterstützt die Formate WAV, AIFF und MP3 mit Samplerates von 44,1 bis 96 kHz.

Die mitgelieferten Samples lassen sich in einem übersichtlichen Browser auswählen. Eigene Samples werden via Drag and Drop importiert.

Flexibler Export via MIDI oder Audio

Nicht nur der Import ist intuitiv und simpel gelöst. Auch beim Export haben die Herrschaften von Mixed In Key ihre Hausaufgaben gemacht. So könnt ihr ganz leicht via Drag-and-drop einzelne Audio- und MIDI-Kanäle, oder aber gleich den ganzen Master-Kanal exportieren und in eine Spur der DAW ziehen bzw. in einem Ordner oder auf dem Schreibtisch eures Rechners ablegen.

Captain Beat bietet euch vier Exportmöglichkeiten.

Mixing

Was das Mixing angeht, ist Captain Beat nur sehr rudimentär ausgestattet. Es gibt leider keinen Mixer, in dem man Parameter wie Lautstärke, Panorama, Effekte etc. abmischen könnte. Vielmehr muss man jeden Sound einzeln anwählen und hat erst dann Zugriff auf die üblichen verdächtigen Parameter.
Daneben ist Captain Beat nicht als Multi-out-Plugin verfügbar, wodurch ihr die einzelnen Drum-Kanäle nicht ohne weiteres auf DAW-Kanäle leiten könnt. Natürlich könnt ihr die einzelnen Spuren als Audio via Drag-and-drop in neue Mixerkanäle eurer DAW ziehen, aber flexibler wäre tatsächlich dann doch ein Multi-out-Routing – hoffentlich liefert Mixed In Key diese Möglichkeit bald nach.

Fazit

Mit Captain Beat liefert Hersteller Mixed In Key ein weiteres inspirierendes Mitglied für die Familie der Captain Plugins, das Musikproduzenten hilft, Songs zu komponieren. Viele inspirierende Rhythmen und Kits erlauben ein schnelles Beat Programming, doch auch das Bauen komplett eigener Grooves ist problemlos möglich. Die vielen mitgelieferten Samples klingen durchweg brauchbar und lassen mit den Track-Parametern genügend Spielraum für schnelle Editings. Eigene Samples lassen sich problemlos importieren, um noch individuellere Grooves zu kreieren. Leider besitzt das Plugin bislang keinen Mixer, was das Klangschrauben sowie das Mixing etwas unübersichtlich macht. Davon abgesehen ist die Beatschraubmaschine auch nicht Multi-out-fähig, wodurch sich die Drum-Tracks nicht direkt an einzelne DAW-Kanäle leiten lassen. Durch die flexiblen Audio- und MIDI-Exportmöglichkeiten ist dies jedoch verschmerzbar. Captain Beat eignet sich für alle Producer, die auf Knopfdruck Grooves für ganze Kits oder auch einzelne Spuren erstellen wollen und dennoch Wert auf den Import eigener Samples legen.

Pro
  • inspirierende Rhythmen auf Knopfdruck
  • Rhythmenerstellung ganzer Kits und Einzelspuren
  • intuitives, eigenes Beat Programming
  • Sample-Import via Drag-and-drop
flexible Exportmöglichkeiten von Audio und MIDI
  • praktische Wellenformdarstellung
Contra
  • kein Multi-out-Plugin
  • ohne Mixer
Features
  • Beat Making Plugin
Erstellen von Patterns ganzer Kits und Solo-Tracks
  • über 500 vorgefertigte Patterns
  • enthält über 100 Drum Kits für die Genres House, Nu-Disco, Techno, Trance, World Beat, Afro-Beat, Hip-Hop, Pop, Trap, Dancehall, Raggaeton und Dub
  • Live-Einspielen über Computertastatur und MIDI-Controller
  • intuitives Programmieren und Editieren von Steps und Drum Rolls
  • AHD-Hüllkurven, Pitch, Volume, Panning, Filter, Reverb und Delay pro Track
  • Export von Audio und MIDI (einzelne Kanäle und Master)
  • Systemvoraussetzungen: VST- oder AU-kompatible DAW (64-Bit), Internetverbindung, Windows 7oder neuer, macOS 10.10.5 oder neuer
Preis
  • Captain Beat: 50 US-Dollar (UVP am 04.01.20)
  • Captain Plugins Bundle: 158 US-Dollar (UVP am 04.01.20)
Unser Fazit:
Sternbewertung 4,5 / 5
Pro
  • inspirierende Rhythmen auf Knopfdruck
  • Rhythmenerstellung ganzer Kits und Einzelspuren
  • intuitives, eigenes Beat Programming
  • Sample-Import via Drag-and-drop
flexible Exportmöglichkeiten von Audio und MIDI
  • praktische Wellenformdarstellung
Contra
  • kein Multi-out-Plugin
  • ohne Mixer
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von Alexander Eberz

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