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Embodme Erae Sound Test

Der französische Hersteller bietet mit Erae Sound nun die passende Synth-Engine zum MPE-Controller Emboded Erae 2. In unserem Embodme Erae 2 Test erfahrt ihr alles über Vorzüge des Controllers. Die wichtigsten Eigenschaften fassen wir dennoch kurz zusammen: Der Erae 2 ist ein programmierbarer MIDI- und CV-Controller mit integriertem Looper. Für experimentierfreudige Performer erweist er sich als wahres Chamäleon, denn er kann zwischen acht verschiedenen Oberflächen wechseln.

Der Software-Synthesizer Erae Sound wurde speziell für den Controller Embodme Erae 2 entwickelt – das perfekte Duo?
Unser Fazit:
4 / 5
Pro
  • Perfekte Erae 2 Integration
  • Guter, lebendiger VA-Sound
  • Modulationssystem
  • Preiswert
Contra
  • Nur für Erae 2 relevant
  • Eher kleine Library

Highlights Embodme Erae Sound

  • Embodme Erae Sound ist die passende Sound-Engine für den Controller Erae 2
  • Rund 100 Presets liefern neue Instrumente mit verschiedenen Oberflächen
  • Fokus auf virtuell-analogen Sounds mit experimenteller Digitalästhetik

Für Nutzer, die auf eine sofort einsatzbereite Lösung setzen, könnte der neue Software-Synth Erae Sound der richtige Partner sein. Er erspart den aufwendigen Prozess, eigene Sounds zu erstellen, und erleichtert den Einstieg in Live-Performances.

Ihr bekommt ihn als Plugin sowie als Stand-alone-App für macOS und Windows. Obwohl er speziell für Erae 2 entwickelt wurde, soll die Synth-Engine laut Embodme mit anderen Controllern wie etwa Expressive E Osmose oder Rolle Seaboard kompatibel sein.

DETAILS & PRAXIS

Embodme Erae Sound – mehr als nur virtuell-analoge Synthese?

Erae Sound basiert auf einer virtuell-analogen Dual-Oszillator-Engine. Die Oszillatoren morphen kontinuierlich zwischen den Grundwellenformen, womit ihr organische Klangverläufe entwickeln könnt. Für metallische Sounds oder disharmonische Obertöne sorgen eine präzise Through-Zero-Frequenzmodulation und ein integrierter Wavefolder.

Embodme Erae Sound: Synthese.
Bei Erae Sound konzentriert sich die Klangsynthese auf eine virtuell-analoge Dual-Oszillator-Engine.

Zwei morphende Filter formen den Klang des Erae Sound von sanft bis drastisch. Leider bleibt es bei der virtuell-analogen Synthese. Ich hätte mir an dieser Stelle Physical Modeling, eine Sample-Playback-Engine oder vielleicht noch eine FM-Synthese mit mehreren Operatoren gewünscht.

Embodme Erae Sound: Effekte.
Die Effektabteilung von Erae Sound ist für Designer wie Live-Performer ein Zugewinn.

Erae Sound enthält außerdem eine FX-Sektion mit neun Standard-Effekten wie Chorus, Delay, Reverb, Shimmer, Distortion und Kompressor – die klanglich absolut klargehen. Ihr könnt die Effekte flexibel mit vier Slots kombinieren, die Effektparameter beliebig modulieren und sie dynamisch über den Controller spielen. So könnt ihr die Filterresonanz und Hallgröße gleichzeitig per Fingerdruck steuern – nur eines von vielen kreativen Einsatzszenarien.

Erae Sound und Erae 2 – perfekt aufeinander abgestimmt?

Die eigentliche Stärke der Software liegt in der bidirektionalen Integration von Erae 2: Tonhöhe, Druck, Fingerposition und Bewegungsrichtung werden unmittelbar in die Klanggestaltung eingebunden. Dadurch entsteht ein Spielgefühl, das deutlich näher an akustischen Instrumenten liegt als bei den meisten Controller-Keyboards.

Embodme Erae Sound: Praxis.
Erae Sound und Erae 2 arbeiten in der Praxis nahtlos zusammen.

Eigene Layouts könnt ihr mit der Stand-alone-App „Erae Lab“ gestalten. Dieses Programm findet ihr ebenfalls direkt bei Erae Sound, sodass ihr nicht auf eine DAW angewiesen seid. Wählt ihr ein Preset wie „Digital Harp“ oder „Retro Synth“, ändert die Touch-Oberfläche ihr Layout. Jedes Preset kann also sein eigenes Layout haben. Dabei werden Modulationsquellen dynamisch eingebunden und erscheinen direkt auf der Oberfläche. XY-Pads, Fader, Buttons und Performance-Controller passen sich automatisch an den jeweiligen Sound an.

Embodme Erae Sound: Lab.
Mit Era Lab gestaltet man die Spieloberfläche für den Controller individuell.

Jeder einzelne Regler verfügt über eine eigene ADSR-Hüllkurve und einen separaten  polyfonen LFO, der bis in den Audiobereich reicht und sich für AM/FM-Effekte nutzen lässt. Die Modulationsroutings müsst ihr nicht über verschachtelte Menüs einer Matrix programmieren – stattdessen verknüpft Erae Sound Klangveränderungen direkt mit der Performance.

Embodme Erae Sound – virtuell-analog und experimentell

Besonders gelungen ist bei Erae Sound, dass sich die Sounds des Software-Synthesizers multidimensional über die Oberfläche des Erae 2 spielen lassen. Die rund 100 Presets stammen von drei Entwicklern – kein riesiges, aber durchaus willkommenes Paket.

Embodme Erae Sound: Presets.
Die Library von Erae Sound ermöglicht mit virtuell-analogen Sounds einen guten Start in die Live-Performance.

Der Grundsound von Erae Sound ist sauber, präsent und prädestiniert für ausdrucksstarke Performances. Klanglich bewegt sich der Synth zwischen moderner Analog-Emulation und experimenteller Digitalästhetik. Am besten gefallen mir Pads, Textures und Drones, wobei auch einige Leads, Plucks und Effektsounds überzeugen. Zudem hat Erae Sound einige Standardklänge im Repertoire, die sich dank der Oberfläche von Erae 2 erfrischend anders spielen lassen. Ihr solltet aber experimentierfreudig sein und keine Drums oder Natursounds erwarten.

Audio Samples
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Birds Spirit Canadian pad Mirage Crushed Wings Analog Fall Pad Lo-Fi Vox Acousma Lab Analog Road Keys Pocket Data Pad Telemusic Analog Keys Bass Chorused Broken Monitor Liquid City

Die Audio-Demos habe ich mit Erae Sound als Plugin in Apple Logic Pro erstellt – das Ergebnis der mehrstündigen Preset-Session kann sich hören lassen.

Embodme versus Roli und Expressive E – Synth-Engines im Vergleich 

Das Paket aus Controller und Sound-Engine von Embodme konkurriert direkt mit anderen MPE-Controllern, die sich in Sachen Klangerzeugung intern ebenfalls gut abgestimmt haben. Hier kommen vor allem der Software-Synthesizer Equator2 für Roli Seaboard und die EaganMatrix-Engine in Frage, die fester Bestandteil von Expressive E Osmose ist.

In puncto Synthese-Power hat die Haken EaganMatrix von Osmose die Nase vorn. Hier bekommt ihr Physical Modeling, subtraktive und additive Synthese, hybride Modelle und jede Menge Presets. Dahinter folgt mit Equator2 ein enorm vielseitiger Hybrid-Synth mit Wavetables, Samples, Granular und FM. Er macht selbst komplexes Sounddesign deutlich zugänglicher.

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Expressive E Osmose
Expressive E Osmose
Kundenbewertung:
(48)

Embodmes Erae Sound setzt dagegen weniger auf eine maximale Klangarchitektur denn auf eine unmittelbar spielbare, perfekt integrierte Performance-Engine für den Erae 2. Zwar ist sie die preiswerteste Lösung im Vergleich, klanglich bewegt sie sich dafür überwiegend im Bereich der virtuell-analogen Synthese.

FAZIT: Embodme Erae Sound Test

Embodme Erae Sound ist eine gelungene Ergänzung für den Erae 2 Controller. Im Grunde bekommt ihr hier nicht einfach nur ein paar brauchbare Presets, sondern direkt eine Vielzahl an unterschiedlichen Spielmöglichkeiten auf dem MPE-Controller. Klanglich schlägt sich der Software-Synth gut: Er überzeugt besonders bei elektronischen Klängen, stößt aber aufgrund der begrenzten Synthese-Möglichkeiten gerade bei Natursounds an seine Grenzen. Als Software-Synth für andere Controller würde ich ihn daher nicht uneingeschränkt empfehlen. Immerhin lässt sich die Demo-Version von Erae Sound auch mit einem standardmäßigen Controller-Keyboard anspielen. Kurz und knapp: Für Erae-2-Anwender dürfte die Software mit ihrer automatischen Layout-Anpassung und den überzeugenden virtuell-analogen Sounds quasi zur Pflichtausstattung werden.

Features

  • Virtuell-analoger Software-Synth für Embodme Erae 2
  • Systemvoraussetzungen: Ab Windows 10, Mac OS X 10.15.7 (M1 Support), Online-Aktivierung, VST2, VST3, AU, AAX, Standalone.
  • PREIS: 79 Euro (Straßenpreis vom 22.06.2026)
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