Stairville BossFX-3 Scan Pro Multi FX LED-Lightbar Test

Multilightbars wie Stairville BossFX-3 Scan Pro liegen seit Jahren vor allem bei Alleinunterhaltern, Party-Services oder DJs hart im Trend. Kein Wunder, schließlich hat nicht jeder das Know-how, das Budget oder schlicht die Muße, Moving-Heads, Scanner und Fluter jedes Mal neu aufzubauen, zu verkabeln und dann auch noch zu bedienen. Viel praktischer sind dann natürlich Alleskönner wie die LED BossFX-3 Scan Pro von Stairville, welche die beliebte Boss FX-Serie um einen noch leistungsstärkeren Vertreter ergänzen soll. Wie der Name schon verrät, gesellen sich zu den Komponenten der bisherigen Versionen nun auch zwei Scanner, die das Funktionsrepertoire noch einmal erweitern. 548 € soll die Bar kosten – ein fairer Preis, wie ich finde. Ob das Licht-Konglomerat im Praxistest auch abliefert, findet ihr heraus, wenn ihr weiterlest …

Stairville BossFX-3 Scan Pro – das Wichtigste in Kürze

Unser Fazit:
4 / 5
Pro
  • vielseitige Steueroptionen
  • großer Funktionsumfang
  • abwechslungsreiche Lichtshow
  • gute Lichtausbeute
  • mitgeliefertes Stativ
  • zuverlässiger Musikmodus
  • schneller Auf- und Abbau
Contra
  • Laser nicht ohne Zusatzequipment bedienbar
  • Footswitch aus Plastik gefertigt

  • Was ist das Stairville BossFX-3 Scan Pro? BossFX-3 Scan Pro ist ein All-in-One-Lichtset für DJs, Bühnen und Events für spannende Lichtshows bei geringem Konfigurationsaufwand.
  • Welche Komponenten sind im Set? 2x Derbys, 2x Scanner, 2x PAR, 1x Laser, Zubehör und Stativ
  • Was ist das Besondere an Version 3? Beim BossFX-3 Scan Pro gesellen sich zu den Komponenten bisheriger Produktvarianten nun auch zwei Scanner
  • Was sagt der Test? Als Multi-Lightbar eignet sich das fix aufbaute Arbeitstier von Stairville für Alleinunterhalter, kleine Dance-Floors, moderne DJ-Sets oder Hochzeits-Gigs. Für die volle Funktionsbandbreite braucht es allerdings Zusatzequipment in Form eines Laserschalters.

Stairville BossFX-3 Scan Pro

Das Stairville BossFX-3 Scan Pro präsentiert sich als All-in-One-Lightbar, die auf einer Breite von 1190 mm ein beachtliches Arsenal an Lichteffekten vereint. Mit einem Gesamtgewicht von 10,2 kg bleibt das Set locker transportabel. Das Gehäuse setzt auf einen Mix aus Metall und Kunststoff und ist IP20 entsprechend für den Innenbereich zertifiziert.

Das Herzstück der Bar bilden zwei Scanner, die mit jeweils einer 15 W starken Weißlicht-LED bestückt sind. In Sachen Optik stehen hier sieben Gobos und acht Farben zur Verfügung, um dynamische Muster in den Raum zu werfen. Außerdem sind zwei Derby-Effekte, die mit 9 W RGB-LEDs für raumfüllende Strahlenbündel sorgen sollen, vorhanden. Für die farbliche Grundstimmung und das klassische Wash-Licht sind zwei PAR-Einheiten zuständig, in denen jeweils drei 9 W RGB-LEDs ihren Dienst verrichten. 

Das Stairville BossFX-3 Scan Pro Set kommt mit umfangreicher Bestückung
Das Set kommt mit umfangreicher Bestückung

Ergänzt wird das Setup durch vier dedizierte Strobe-LEDs mit je 1 W in Kaltweiß. Als optisches Highlight fungiert der integrierte Laser, der mit 100 mW in Rot und 30 mW in Grün arbeitet. Aber Achtung! Für den Betrieb des Lasers benötigt es einen separat erhältlichen Sicherheitsschalter. Dieser muss zusätzlich dazu erworben werden.

Ein klassisches Kaltgerätekabel speist die Lightbar, während das DMX-Signal über klassische 3-Pin XLR-Anschlüsse durchgeschleift wird. Die maximale Leistungsaufnahme ist mit moderaten 130 W angegeben.

In Sachen Steuerung gibt sich das BossFX-3 flexibel. Neben den obligatorischen Automatikprogrammen und der Musiksteuerung über das integrierte Mikrofon lässt sich das System per DMX, Master/Slave-Modus oder über die mitgelieferte IR-Fernbedienung sowie den Funk-Fußschalter dirigieren. Für die Installation ist eine 35-mm-Stativaufnahme vorhanden.

Was ist im Lieferumfang der Stairville BossFX-3 Scan Pro enthalten?

Geliefert wird das System im großen, braunen Pappkarton. Dieser ist ganz klassisch nur mit den wichtigsten Infos beschriftet: Firmenname und Modellbezeichnung wurden vorne auf die Oberfläche gedruckt, auf der Seite stehen die Gewichtsdaten des Paketes. Darin befindet sich zunächst eine große, schwarze Transporttasche, in der das Gerät an sich in passgenauen Formen eingehüllt ist.

Im Lieferumfang befindet sich eine ganze Menge an Zusatzequipment. So etwa eine herkömmliche IR-Fernbedienung, ein Funkfußschalter in Schwarz und ein Paar Schlüssel zum Einschalten des Laserbetriebs sowie ein ungebrückter Interlock-Stecker. Weiterhin finden wir hier Halterungen, seitlich an die Bar zu schrauben, damit diese auch fest verbaut von der Decke oder an der Wand hängen kann. Für den schnellen Aufbau wird außerdem ein Dreibeinstativ mit eigener Tragetasche mitgeliefert – keine Selbstverständlichkeit.

Wie ist die Stairville LED-Lightbar beschaffen?

Grundsätzlich ist der größte Teil des Lichtsets in klassischem Mattschwarz gehalten und aus Metall, partiell auch aus Kunststoff gefertigt. Das Gerät bietet eine gute Griffigkeit am Flansch sowie den freien Flächen und wirkt recht robust.

Auf der Oberseite der rechteckigen Bar finden wir den Laser mittig positioniert und die zwei namensgebenden Scanner links und rechts davon. Außerdem ist hier eine Sicherheitsöse zur Sicherung mittels Stahlkabel im hängenden Zustand verbaut. Die Seiten sind mit Gewinden zur Anbringung der Aufhängungen versehen und sonst frei von weiteren Funktionen.

Vier weitere Lampen befinden sich auf der Unterseite der Bar: Außen sind dort die beiden Derbys zu nennen, dazwischen zwei PAR-Scheinwerfer mit jeweils drei RGB-Leuchtmitteln. Alle unterseitigen Leuchtkomponenten sind ausrichtbar und über zwei seitliche Schrauben festzustellen. Mittig ist ein 35-mm-Flansch zu finden, der über das mitgelieferte Stativ gestülpt und ebenfalls mittels einer Drehschraube fixiert werden kann. Außerdem sind auf der Unterseite zwei Lüfter zur Gerätekühlung angebracht.

Während die Front neben den vier kaltweißen Strobe-LEDs nur mit einem IR-Sensor versehen wurde, finden wir auf der Rückseite der Leiste das Display sowie alle technischen Anschlüsse des Gerätes. Darunter sind die Ein- und Ausgänge für Kaltgerätekabel und 3-Pol-XLR sowie eine USB-Buchse, ein Mikrofon für Sound-to-Light und ein Schloss samt Input für einen Sicherheitsschalter arrangiert.


Stairville BossFX-3 Scan Pro Multi-Lightbar im Praxischeck


Der Aufbau des Lichtsets geht fix von der Hand. Dazu baue ich das Stativ auf und stecke die Lampe darauf, schraube sie fest und versorge sie über das lange Kaltgerätekabel mit Strom. Einen Power-Button gibt es nicht, das Set schaltet sich von allein ein. Schon leuchten die Lampen und auch die Lüfter schalten sich ein. Die sind zwar nicht wirklich zu überhören, das stört mich aber nicht weiter, schließlich soll das Set seinen Einsatz auf Partys finden und da geht das Rauschen schnell in der Geräuschkulisse unter.

Wie erfolgt die Bedienung der Stairville BossFX-3 Scan Pro?

Über das helle und gut lesbare Farbdisplay auf der Rückseite des Systems kann ich ohne große Probleme mittels vier Bedienknöpfen durch die verschiedenen Untermenüs des Lampensets navigieren. Im Grundzustand wird immer der derzeitige Bedienmodus angezeigt.

In den Menüs finden sich alle möglichen Service-Einstellungen, aber auch einige verschiedene Bedienmodi. Dazu gehört natürlich grundlegend ein Manual-Mode, bei dem die verschiedenen Lampen in Sets angespielt werden können. Zum Beispiel lassen sich die Farbwerte der beiden PARs gemeinsam anpassen. Genauso verhält es sich mit dem Derby-Pärchen. Die Motorbewegung ist unabhängig voneinander regelbar.


Auch die Scanner lassen sich in Pan und Tilt regeln, dazu kommen Farbmakros und Gobos, die sich einzeln auswählen lassen. Im Grunde können hier alle Komponenten des Sets separat angesteuert werden, was ein stimmiges Lichtbild hervorzurufen vermag. Auch die Strobe-Effekte bieten lockere Eye-Candy-Effekte, große „Atomic-Gewitter“ sollte man hier natürlich nicht erwarten.

Auch eigenständig kann die Stairville BossFX-3 Scan Pro agieren

Dafür lassen sich an der Bar verschiedene Autoprogramme für die einzelnen Lampenarten festlegen. Dazu kommt die Möglichkeit, die Übergänge dazwischen von abrupt auf fließend umzuschalten und auch die anpassbaren Helligkeits- und Geschwindigkeitswerte dürfen nicht fehlen. So zaubert Stairville BossFX-3 ganz von allein interessante Brot-und-Butter-Shows auf die Tanzfläche.

Etwas mehr natürliche Dynamik bietet der Musikmodus. Dazu muss zunächst die Sensibilität des internen Mikrofons an die Lautstärke der Musik angepasst werden, dann kann es auch schon losgehen. Jetzt spielt die Bar wieder die zuvor genannten Auto-Shows ab, nur dieses Mal im Einklang mit äußeren Sound-Impulsen – und das tut sie durchaus zuverlässig.

Und was ist mit Fernsteuerung?

Aus der Ferne kann das Lichtset ebenfalls angesteuert werden. Hier bieten sich mir gleich drei verschiedene Optionen: die IR-Remote, ein Foot-Switch und DMX.

Erstere ist ganz klassisch designt und bietet alle Show-Funktionen, die auch die Bedienung am Gerät schon vorweisen konnte – also Auto-Shows, Musikmodus, globale Farb-Presets etc.

Auch per Foot-Switch und Fernbedienung kann Stairville BossFX-3 Scan Pro bedient werden

Der Foot-Switch empfiehlt sich vor allem für jene, die ihre Hände für die Turntables, Controller oder CD-Player brauchen und sich nicht weiter groß mit der Lichtbedienung aufhalten möchten. Hier sind vier Schalter gegeben, die Auto-Programme, Sound-to-Light, Farbmakros und Blackout steuern. Das ist recht intuitiv und selbsterklärend. Einziges Manko hier ist, dass der Fußschalter lediglich aus Kunststoff besteht, was mir etwas Unbehagen bereitet, wenn ich daran denke, ihn mit meinem Körpergewicht zu belasten.

Drei DMX-Modi beherbergt die Stairville BossFX-3 Scan Pro

Der grundlegendste Modus der Stairville BossFX-3 Scan Pro ist mit lediglich zwei Kanälen ausgestattet, wovon einer alle vorinstallierten Show-Programme beinhaltet, der andere legt die Ablaufgeschwindigkeit dieser fest oder schaltet den Musikmodus scharf und regelt die Mikrofon-Sensibilität.

Im 2-CH-Mode können diverse Auto-Programme des Stairville BossFX-3 Scan Pro abgefeuert werden
Im 2-CH-Mode können diverse Auto-Programme des Stairville BossFX-3 Scan Pro abgefeuert werden

Mit 24 Channels wird die Sache schon detaillierter. Hier lassen sich alle Lampensorten einzeln anspielen, das heißt hinsichtlich Farbintensität, Helligkeit und Dimmer sowie der Motorsteuerung bei den Derbys. Die Scanner sind außerdem mit Farbmakros, Rainbow-Effekten und unterschiedlichen, auch ungewohnten Gobos ausgestattet, die hier ausgewählt, ausgerichtet und mit Shakes versehen werden können.

Maximale Bedienfreiheit gibt es im 40-Kanal-Modus. Dieser bietet im Grunde dieselben Funktionen wie der vorherige. Dieses Mal beziehen sich diese jedoch nicht mehr auf Paare, sondern auf jede Lampe einzeln. So können die Engagierteren unter uns mit ein bisschen Hingabe durchaus interessante Lichtspektakel kreieren.

Insgesamt bringt die Bar mit ihren 130 W durchaus beachtliche Leistung auf die Beine, mit der sich ein kleiner Dancefloor auf Hochzeiten locker in Szene setzen lässt.

Mit 40 Kanälen kann jede Lampe einzeln angesteuert werden

Mögliche Alternativen zum Stairville BossFX-3 Scan Pro


Stairville BossFX-3 Scan ProEurolite LED KLS Laser Bar Pro FX-SetChauvet DJ GigBAR 2
Preis548,- €445,- €399,- €
DMX-Channels2/24/403/5/10/283/11/23
Gewicht10,2 kg7,3 kg11,6 kg
Bestückung2x Scanner, 1x Laser, 2x Spots, 2x Derby, 4x Strobe2x Spots, 1x Laser, 2x Derby, 4x Strobe2x Spots, 1x Laser, 2x Derby, 4x Strobe
DMX-Verbindung3-Pin3-Pin3-Pin
Verbrauch130 W150 W68 W

Fazit zum Stairville BossFX-3 Scan Pro Multi-Lightbar Test

Die Stairville BossFX-3 LED Scan Pro ist ein echtes Arbeitstier für alle, die wenig Zeit beim Aufbau, aber Bock auf eine abwechslungsreiche Lichtshow haben. Dass Stairville hier nun auch echte Scanner integriert hat, wertet das System im Vergleich zu reinen Derby/PAR-Bars deutlich auf und bringt die nötige Dynamik für moderne DJ-Sets oder Hochzeits-Gigs. Klar, die Lüfter sind präsent und der Kunststoff-Fußschalter wirkt nicht gerade so, als wolle er jahrelang mit Springerstiefeln getreten werden. Was mich allerdings eher stört, ist, dass der Laser nicht ohne weiteres Equipment bedienbar ist. 

Ansonsten liefert Stairville auch mit dem BossFX-3 Scan Pro mal wieder ab. Für einen Kurs von 548 Euro bekommt man hier ein massives Licht-Paket inklusive Stativ und Tasche, das sofort einsatzbereit ist. Wer keine Lust auf kompliziertes Verkabeln hat und einen zuverlässigen Allrounder sucht, die den Dancefloor in Szene setzt, kann hier bedenkenlos zugreifen. 

Stairville BossFX-3 Scan Pro Spezifikationen

Artikelbild
BossFX-3 Scan Pro
Für 548,00€ bei
  • Event-Bar für mobile DJs, Events und Bühnen
  • Scanner, Derby-Effekte, PAR-Scheinwerfer, Strobes und Laser sind in einer Lichtbar kombiniert und ermöglichen vielseitige Lichtshows bei geringem Auf- und Abbauaufwand
  • 2x Scanner mit 15 W LEDs, 7 Gobos, 8 Farben,
  • 2x Derby mit 9 W RGB LEDs
  • 2x PAR mit 3 x 9 W RGB LEDs
  • 4x Strobe LEDs mit je 1 W (CW)
  • Laser: 100 mW Rot / 30 mW Grün
  • Leistungsaufnahme: 130 W
  • Versorgungsspannung: 100–240 V AC, 50/60 Hz
  • Ansteuerung: DMX, Automatikprogramme, Musiksteuerung, Master/Slave, IR-
  • Fernbedienung, Funk-Fußschalter
  • Schutzart: IP20
  • Gehäusematerial: Metall, Kunststoff
  • Montageart: Stativmontage (35 mm Aufnahme)
  • DMX-Ein- und Ausgang: XLR-3-Pin
  • Stromversorgung Ein- und Ausgang: IEC
  • Abmessungen Bar (B x H x T): 1190 x 275 x 85 mm
  • Gewicht: 10,20 kg
  • Gehäusefarbe: Schwarz
  • inkl. Stativ (max. Höhe: 2,5 m), Transporttasche, IR-Fernbedienung und Funk-
  • Fußschalter
  • Preis: 548,- €  

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