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WAVDSP Magic Suite Test

Wir haben euch schon einige tolle Freeware-Plugins vorgestellt. Kostenlose Emulationen zeitloser Klassiker sind tatsächlich aber eher selten, denn dafür muss man in der Regel immer etwas berappen. Nicht aber bei der Magic Suite von WAVDSP. 

WAVDSP magic suite

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DETAILS + PRAXIS

Magic Suite – Allgemeines

Die Magic Suite bekommt ihr auf der Webseite des Herstellers, sie beinhaltet fünf Freeware-Plugins, die in einem Installer zusammengefasst sind, und ein kostenpflichtiges Plugin, das mitinstalliert werden muss. WAVDSP empfiehlt die anschließende Deinstallation dieses Effektes, falls man nur die Freeware-Plugs nutzen möchte. So bleiben einem auch lästige Pop-up-Fenster erspart. Ist ein bisschen umständlich, aber damit kann man leben.  

Die Suite gibt’s für Windows und macOS und sie unterstützt sowohl M1- als auch Intel-Architektur. Die Formate VST2, VST3, AU und AAX ermöglichen die Nutzung in so gut wie jeder DAW, einschließlich Pro Tools.

Einige User berichten von grafischen Problemen im Zusammenhang mit unterschiedlichen DAWs. Im Test mit Studio One 5 und Waveform 12 traten solche Probleme allerdings nicht auf. Vorsichtshalber solltet ihr die Magic Suite mit eurem System ausgiebig testen.    

Magic Suite – Fünf Effekte

WAVDSP Magic Suite besteht aus insgesamt fünf Effekten, da ist grundsätzlich alles dabei, was man als gestandener Musikproduzent tagtäglich so braucht. Die Highlights des Freeware-Bundles sind die Emulationen zweier Hardware-Kompressor-Legenden.  

WAVDSP Magic Suite besteht unter anderem aus zwei Kompressoren, Emulationen der beiden Hardware-Legenden 1176 und LA-2A.

Das Plugin Magic 76 emuliert den berühmten FET-Kompressor 1176. Es ist sogar in der schwarzen (Blacky) sowie in der blauen Version (Bluey) verfügbar. Der Funktionsumfang beider Varianten wurde um einen Dry/Wet-Regler und einen A/B-Vergleich erweitert. Magic 2A bildet die wohl berühmteste Optokompressor-Legende aller Zeiten nach, den LA-2A. Auch hier gibt es die A/B-Vergleichsfunktion.

Hinzu kommen drei weitere Effekte. Magic EQ bietet vier Bänder mit Reglern für Gain, Frequency und Quality und zwei Filtermodule (HPF und LPF), während Magic Tilt erwartungsgemäß mit nur zwei Controls auskommt.

Magic EQ und Magic Tilt EQ

Das Hall-Plugin Magic Reverb stellt zwar nur einen Hallraum zur Verfügung, wartet dafür aber mit Parametern wie Room Size, Damping und einem Mix-Regler auf. Obendrauf gibt’s noch ein Filter-, ein Modulation- und ein EQ-Modul.     

Und der Magic Reverb

Sound der Magic Suite

Alle Audiobeispiele zeigen zuerst das unbearbeitete Signal, beim zweiten Durchlauf hört ihr dann das jeweilige aktive Plugin.  

Der erste Drum-Groove blüht mit dem Magic 2A richtig auf, bekommt mehr Energie und geht dadurch viel besser nach vorne. Der zweite Drum-Loop wird durch Magic 76 Blacky ebenfalls lebendiger, auch wenn aufgrund der Bauart dieses Kompressors eher die einzelnen Drum-Hits betont werden.   

Audio Samples
0:00
01 Beat mit Magic 76 02 Beat mit Magic 2A 03 Piano mit Magic Reverb

Magic Reverb bietet sich durch das Modulationsmodul auch für kreative Effekte an. Das Piano in Beispiel 3 wird dadurch stark in den Hintergrund gedrängt und bekommt etwas Unheimliches. Außerdem lässt der verbaute EQ einen schnellen Workflow zu, so nimmt das Hall-Plugin noch Einfluss auf den Klang Einfluss. 

Fazit

WAVDSP Magic Suite überzeugt durch gute Hardware-Emulationen und praktische Effekte, die man als Musikproduzent ständig einsetzen kann. Wem die Stock-Plugins der DAW auf die Dauer zu langweilig geworden sind und wer einfach auf der Suche nach etwas Plugin-Abwechslung ist, wird mit WAVDSP Magic Suite definitiv Spaß haben. Die Effekte klingen gut und laden optisch zum Ausprobieren ein. Einen Tilt-EQ hat außerdem nicht jede DAW: Go get it!   

  • Effekt-Bundle mit fünf kostenlosen Plugins
  • zwei Hardware-Emulationen: Magic 76 und Magic 2A
  • zwei EQ- und ein Reverb-Plugin
  • für Windows und macOS
  • Formate: VST2, VST3, AU und AAX
  • Preis: WAVDSP Magic Suite ist kostenlos
Unser Fazit:
Sternbewertung 4,5 / 5
Pro
  • guter Sound
  • beinhaltet zwei Hardware-Emulationen
  • Funktionsumfang der Emulationen durch zusätzliche Funktionen erweitert
  • geringer CPU-Footprint
Contra
  • ein kostenpflichtiges Plugin wird mitinstalliert
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von Tobias Homburger

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