Anzeige

Test: Crazy Tube Circuits Triptychon – Vintage-Gain-Spezialist im kompakten Format

Mit dem Crazy Tube Circuits Triptychon bringt der Pedalspezialist aus Athen eine Kombination aus Overdrive, (Octave-)Fuzz und Treblebooster auf den Markt. Die drei analogen Schaltkreise des Pedals können unabhängig voneinander oder in unterschiedlichen Kombinationen genutzt werden. Bei der Entwicklung des Pedals hatte der griechische Hersteller klassische Vintage-Gitarrensounds im Hinterkopf, die mit Boostern und Fuzz-Pedalen vor bereits verzerrten Amps erzeugt wurden. Mit dem Triptychon soll dieses „Gain-Stacking“ nun auch bei geringer Lautstärke vor einem cleanen Amp gelingen.

Crazy Tube Circuits Triptychon bonedo Test
Unser Fazit:
5 / 5
Pro
  • große Bandbreite an hochwertigen Sounds (Overdrive, Fuzz, Treblebooster, Octafuzz)
  • cleveres Bedienkonzept
  • „Anti-Buffer“-Schaltung erlaubt den Einsatz hinter aktiven Pickups und gepufferten Signalen
Contra
  • (keins)

Crazy Tube Circuits Triptychon – Das Wichtigste in Kürze

  • Welche Sounds liefert das Triptychon? Das Pedal besteht aus drei unabhängigen Schaltkreisen, die separat oder in Reihe betrieben werden können: Octafuzz/Treblebooster, Vintage-Fuzz & Amp-In-A-Box-Overdrive.
  • Wie wird das Pedal bedient? Sowohl der Fuzz-Schaltkreis als auch die Octafuzz/Booster-Sektion haben jeweils einen eigenen Fußschalter. Der Overdrive-Circuit kann einem dieser beiden zugeordnet oder mit einem externen Fußschalter aktiviert werden.
  • Welche Fuzz-Sounds sind möglich? Die Fuzz-Sektion umfasst 4 Voicings und orientiert sich am klassischen Sound der 60er Jahre (Tone Bender/Fuzz Face).
  • Was sagt der Test? Das Triptychon ist ein echter Alleskönner im Bereich Vintage-Verzerrung und überzeugt mit einem cleveren Konzept und hervorragenden Sounds für Fans von Classic-, Hard- und Stoner-Rock.

Aufbau und Bedienung des Crazy Tube Circuits Triptychon

Das Bedienpaneel des Triptychon gliedert sich in drei grafisch mit gotischen Fenstern illustrierte Bereiche. Im rechten findet sich eine Kombination aus Octave-Fuzz und Treblebooster mit Wahlschalter (Oct/Bst), Gain-Poti (Gain) und einem Alternativ-Voicing für beide Effekte (Mod). Der in der Mitte gelegene Fuzz-Schaltkreis bietet per Voice-Drehschalter vier unterschiedliche Voicings (ff, vtb, 3/2, 2), dazu Potis für den Grad der Verzerrung (Fuzz) und die Ausgangslautstärke (Volume). Die links gelegene Overdrive-Sektion umfasst drei Potis für die Ausgangslautstärke (Master), den Anteil der hohen Frequenzen (Tone) und die Verzerrung (Drive). Außerdem lässt sich hier per Wahlschalter festlegen, ob der Overdrive-Schaltkreis zusammen mit dem linken (Fuzz), dem rechten (OCB) oder einem optionalen externen Fußschalter (XT) aktiviert werden soll. Das Triptychon sitzt in einem (BxHxT) 70 × 60 × 120 mm großen und 373 Gramm schweren Gehäuse und kann per Standard-9V-Netzteil bei einer Stromaufnahme von 80 mA betrieben werden.

Affiliate Links
Crazy Tube Circuits XT for Triptychon
Crazy Tube Circuits XT for Triptychon Bisher keine Kundenbewertung verfügbar

So erzeugt das Crazy Tube Circuits Triptychon seine Vintage-Sounds

Das Triptychon orientiert sich an den klassischen 60er-Jahre-Fuzz-Sounds von prominenten Vorbildern wie dem Sola Sound/Vox Tone Bender und dem Dallas Arbiter Fuzz Faze. Unter dem Motto „Silicon Heart, Germanium Soul“ wurde hierfür ein spezielles Design aus Siliziumtransistoren verwendet, das den Klang und das Feeling der damals verwendeten Germaniumtransistoren nachahmen soll. Außerdem wurden der Octafuzz/Booster-Sektion und der Fuzz-Abteilung ein schaltbarer (Anti-)Buffer spendiert, mit dem sich die Eingangsimpedanz für aktive Pickups oder gepufferte Signale angleichen lässt. So kann das Triptychon ohne Sound-Einbußen an jeder Position in der Signalkette integriert werden.

Fotostrecke: 4 Bilder Das Triptychon orientiert sich an den klassischen 60er-Jahre-Fuzz-Sounds von prominenten Vorbildern wie dem Sola Sound/Vox Tone Bender und dem Dallas Arbiter Fuzz Faze.
Anzeige

Das Test-Setup

Getestet wird das Crazy Tube Circuits Triptychon vor einem Budda Superdrive 45 in Kombination mit einem Two Notes Torpedo Captor X. Alle Delay- und Reverb-Sounds kommen dabei von einem MXR Carbon Copy und einem Neunaber Wet Reverb. Als Gitarren stehen unter anderem eine Maybach Texonian T54, eine Maybach Lester und eine 87er Fender Squier Strat bereit.

Affiliate Links
Maybach Texonian T54 Vintage Cream
Maybach Texonian T54 Vintage Cream
Kundenbewertung:
(3)
Maybach Lester Bullion Gold 60s aged
Maybach Lester Bullion Gold 60s aged Bisher keine Kundenbewertung verfügbar

Das Herzstück des Triptychon – die Vintage-Fuzz-Sektion

Beim Test vor dem cleanen Amp erzeugt die Fuzz-Sektion (linker Fußschalter) klassische Vintage-Sounds mit einer mittenbetonten, leicht knarzigen und gleichzeitig dichten Verzerrung. Die unterschiedlichen Voicings bieten dabei eine praxisnahe Auswahl an Klang- und Zerrstrukturen, ohne dabei den Grund-Vibe aus den Augen zu verlieren. Wie bei Fuzz Face und Konsorten üblich, entstehen die ansprechendsten Sounds dabei mit dem Fuzz-Poti auf Vollanschlag. Wir hören alle vier Voicings nacheinander mit der Strat vor einem cleanen Amp.

Audio Samples
0:00
Soundcheck Fuzz-Modi: Bypass -> ff -> vtb -> 3/2 -> 2 (Strat)

Der Overdrive-Schaltkreis liefert wunderbar transparente Amp-in-a-Box-Sounds, die bis in den Medium-Gain-Bereich reichen. Die dynamische Ansprache und das höhenpräsente Grundtimbre könnte man durchaus als Markenzeichen von Crazy Tube Circuits bezeichnen.

Audio Samples
0:00
Soundcheck Overdrive: Bypass → Low-Gain → Mid-Gain → Max-Gain (Tele)

Auf der rechten Seite, und damit am Anfang der Signalkette gelegen, erzeugt die Treblebooster-Sektion einen hochmittenbetonten, schneidenden Grundsound, der sich hervorragend für Solos vor einem bereits angezerrten Amp eignet. Der OCT-Modus operiert dabei im Stile klassischer Octave-Fuzz-Pedale mit einer dezenten hohen Oktave im Signal, die sich besonders bei Single-Notes um den 12. Bund zu erkennen gibt. Wir hören beide Sounds mit dem Halstonabnehmer der Les Paul.

Audio Samples
0:00
Soundcheck Boost/Octafuzz: Bypass → OCT → BST (Les Paul)

Wie interagieren die Pedalsektionen miteinander?

Im nächsten Abschnitt hören wir die Möglichkeiten, die sich durch das „Stacking“ (Hintereinanderschalten) der einzelnen Schaltkreise ergeben. Hier entfaltet das Triptychon sein volles Potenzial, indem es den eher dunkel abgestimmten Fuzz-Sounds neues Leben einhaucht. Die Booster/Octafuzz-Sektion wirkt dabei wie ein EQ-Pedal, das vor allem beim Solospiel die richtigen Frequenzen verstärkt und gleichzeitig das Gain anhebt. Vor einem völlig cleanen Amp sorgt die Overdrive-Sektion bei Bedarf für die nötige Sättigung und Kompression, die man von einem bereits angezerrten Amp erwarten würde.

Audio Samples
0:00
Praxisbeispiel Stacking: Bypass → OD → OD/Fuzz (vtb) → OD/Fuzz 2/Trebleboost (Les Paul) Praxisbeispiel Stacking: Bypass → OD → OD/Fuzz (3/2) → OD/Fuzz 3/Trebleboost (Tele) Praxisbeispiel Stacking: Bypass → OD → OD/Fuzz (2) → OD/Fuzz 3/Octafuzz (Tele)

Wie klingen Mod-Switch und Anti-Buffer-Schaltung?

Im letzten Abschnitt kommen nun die beiden Alternativ-Voicings für Treblebooster und Octafuzz zum Einsatz, die sich mit dem Mod-Switch aktivieren lassen. Außerdem hören wir die Anti-Buffer-Impedanzanpassung hinter einem gebufferten Pedal (Boss BD2w). Hier ist deutlich zu hören, wie empfindlich die Schaltung des Triptychon ohne diesen technischen Kniff auf niederohmige Signale reagieren würde. Auch das Aufklaren beim Herunterregeln des Volume-Potis der Gitarre bis hin zu einem wunderbaren Cleansound (letztes Beispiel) beherrscht das Triptychon nach allen Regeln der (Vintage-)Kunst.

Audio Samples
0:00
OD/Octafuzz: Mod off/on (Les Paul) OD/Boost: Mod off/on (Strat) OD/Fuzz (ff): Anti-Buffer on/off (Strat) OD/Boost: Anti-Buffer on/off (Strat) Fuzz (3/2): Clean-Up Volume-Poti (Tele)
Anzeige

Fazit

Das Crazy Tube Circuits Triptychon ist ein hervorragend klingender und durchdachter Rundumschlag in Sachen Vintage-Verzerrung. Mit vier Fuzz-Voicings, Treblebooster und Octave-Up-Fuzz eignet sich das kompakte Pedal hervorragend für authentische 60er- und 70er-Jahre-Sounds und glänzt vor allem beim Single-Note-Riffing und beim Solospiel. Vor einem völlig clean eingestellten Amp sorgt die Amp-in-a-Box-Sektion zudem für das nötige Mojo am Ende der Signalkette. Das i-Tüpfelchen bildet die „Anti-Buffer“-Schaltung, mit der das Vintage-Fuzz-Pedal problemlos an jede Position in der Signalkette integriert werden kann. Mehr kann man sich von einem Verzerrer für Classic-, Hard- oder Stoner-Rock eigentlich nicht wünschen.

  • Hersteller: Crazy Tube Circuits
  • Modell: Triptychon
  • Typ: Overdrive, (Octave-)Fuzz, Treblebooster
  • Herstellungsland: Griechenland
  • Anschlüsse: Input, Output, Netzteil, XT
  • Regler/Schalter: Drive, Tone, Master, Fuzz, Voice, Volume, Gain, Mod, Buffer, Oct/Bst, Fuzz/XT/OCB
  • Stromversorgung: 9-V-Netzteil (nicht im Lieferumfang)
  • Stromaufnahme: 80 mA
  • Abmessungen: (B × H × T) 70 × 60 × 120 mm
  • Gewicht: 373 g
  • Ladenpreis: 315,00 Euro (Juni 2026)
Hot or Not
?
Crazy_Tube_Circuits_Triptychon_XT_002_FIN Bild

Wie heiß findest Du dieses Produkt?

Kommentieren
Schreibe den ersten Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Bonedo YouTube
  • Harley Benton Fusion-IV HSH MN PM | Premium Superstrat for a Budget Price? | Sound Demo
  • A Serious Superstrat for Little Money?
  • EVH Wolfgang Special TOM – Sound Demo | No Floyd Rose, Still Pure Van Halen?