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Nektar WIDIFLEX und WIDIFLEX USB Test

Praxis

Nektar WIDIFLEX und WIDIFLEX USB – erste Schritte

Zur Inbetriebnahme muss zunächst ein Firmware-Update durchgeführt werden, damit man sicherstellt, dass das System alle Funktionen bietet und mögliche Probleme minimiert. Dafür muss die WIDI-App von CME im Apple App-Store (iOS) oder bei Google Play (Android) heruntergeladen und auf einem Smartphone installiert werden, was ohne Komplikationen abläuft. Wichtig ist, dass beim Update-Vorgang der Hardware sowohl Bluetooth als auch die Standortfunktion des Telefons aktiviert sind.

CME WIDI-App auf dem Smartphone. (Quelle: Tobias Homburger)
Für das Firmware-Update muss die WIDI-App auf einem Smart-Device installiert sein. Hier die Abbildung auf einem iPhone. (Quelle: Tobias Homburger)

Der Anschluss von WIDIFLEX an einem Instrument mit MIDI-Ports läuft unproblematisch ab, lediglich der größere der beiden Stecker mit der implementierten Sende- und Empfangstechnik findet je nach Instrumentengehäuse den korrespondierenden MIDI-Out-Port nicht ganz so leicht. Falls es etwas enger zugeht, empfehlen sich dafür zwei Hände und eine gute Beleuchtung.

Die automatische Verbindung gestaltet sich sowohl bei WIDIFLEX als auch WIDIFLEX USB zügig und absolut zuverlässig. Kaum wurde die Hardware in die entsprechenden Ports platziert, kann auch schon losgespielt werden. Als Indikatoren für eine bestehende Verbindung dienen die in beide Geräte verbauten LEDs. Noch ein kleiner Hinweis: Sobald die Bluetooth-Verbindung zwischen WIDI-Devices aktiv ist, sieht man sie nicht mehr in der App. Man müsste die Verbindung also wieder unterbrechen, um erneut Einstellungen für das jeweilige WIDI-Device in der App vorzunehmen.

Wie steht es um die Latenz?

Was die Latenz anbelangt, hält Nektar Wort. Die Verzögerung, die durch die Kommunikation der Devices entsteht, ist dank der Nutzung von Bluetooth 5 wirklich sehr gering und beim Einspielen deshalb nicht wahrnehmbar. Eine genaue Messung ist mir nicht möglich. Da die Latenz meines Motu M4 allerdings bei 6.42 ms liegt, sind die von Nektar angegebenen 3 ms sehr realistisch. Beim Einspielen hat man ein absolut knackiges Gefühl. Schaut man sich das Ergebnis der Aufnahme danach in der Piano-Roll der DAW an, sitzen die Noten-Events auch wirklich dort, wo man sie erwartet. Haptik, Akustik und Grafik bestätigen also den Eindruck der sehr geringen Latenz.

 Verbindungsqualität bei größeren Distanzen

Auch die Reichweite des WIDIFLEX-Systems profitiert von Bluetooth 5 und dessen smarten Funktionen wie Adaptive Frequency Hopping, bei der automatisch immer die stärkste Übertragungsfrequenz genutzt wird. Vom Hersteller werden in diesem Punkt satte 20 m angegeben. Im Test erreiche ich aus logistischen Gründen zwar nur maximal 15 m, bis zu dieser Distanz kommt es aber zu keinen Verbindungsproblemen. Selbst bei der Übertragung durch eine Wand oder um die Ecke wird die Wireless-Verbindung während des Tests nie merklich langsamer oder bricht gar ab. Natürlich sollte man Faktoren berücksichtigen, welche die Stärke und Reichweite von Bluetooth-Signalen verringern. Dazu zählen z. B. WLAN-Signale oder andere Störquellen. Ohne diese performt das WIDIFLEX-System auch beim Thema Reichweite einwandfrei.

Nektar WIDIFLEX und WIDIFLEX USB – Das sind die Alternativen

Der Markt bietet in diesem Segment noch einen Mitbewerber, der eigentlich keiner ist. CME ist der Hersteller dieser Produkte, die von Nektar eingekauft und vertrieben werden. CME-Produkte sind u. a. auch bei Thomann erhältlich.

FeaturesNektar WIDIFLEXNektar WIDIFLEX USBCME WIDI MasterCME WIDI Bud Pro
Preis45 €55 €39 €52 €
Preis/Leistung5/55/55/55/5
Test-Bewertung Sterne5/55/5
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Nektar WIDIFLEX und WIDIFLEX USB – die Alternativen
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